| Fremde Küche | → Me & You → Talks |
Du sagst, du liebst ihn nicht mehr, doch jede deiner Gesten spricht zu mir, und jeder deiner Blicke, mit denen du ihn streifst, brennt in mir fort. Ich krieche auf dem unbequemen Stuhl in deiner Küche in mich hinein und sehne mich nach meiner Ecke in einer anderen Küche, nicht weit weg, ich könnte in den Wagen steigen und wäre schnell wieder zu Hause. Das Wort drehe ich in mir um, während du ihm Kaffee eingießt, während deine Hüfte seine Schulter berührt und diese sich dagegen lehnt, gegen die Schwere dort, an der ich doch eben noch lehnte, ich, nicht er, nicht lang ist's her. Ich schaue aus dem Fenster, auf die Front der Häuser gegenüber, das bin ich nicht mehr gewohnt: andere Fenster zu sehen, wenn ich aus dem Fenster blicke. Es ist schön, es gefällt mir, ich fühle... [weiterlesen] |
#1041 of 1729 [Backlink] Posted at Sunday 04.11.2007 14:14 © by SuMuze
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| grautagsgebet | → Bitten → Songs |
nimm deine hand nicht mehr von mir am horizont wird schautag sein gleiß mir den tag färb mir den mund im wald wird aufgezäumt mein rotfuchs strauchelte allein zeig gnadenfrist zahl hinterfeld zerwühltes land nimm deine hand bitte nie fort von mir |
#1042 of 1729 [Backlink] Posted at Sunday 04.11.2007 13:50 © by SuMuze
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| Herbstmorgen 11-04-2007 | → Herbstmorgen 2007 → Talks |

Du suchst den Weg zu meinem Herzen, hast du gesagt, ich hab' gelacht, es tat mir weh, und dich gefragt, warum du dir so sicher seist, daß in mein Herz du willst, du konntest keine Gründe nennen, du wurdest stumm, ein Riß durch meinen Leib, als könnten deine schlanken Hände, wenn du den Blick nur heben würdest, mein Herz mir stehlen und ich wäre, ganz offen und noch atmend, nur noch ein einsam zuckendes Stück Fleisch. Du suchst das Innerste von mir, hast du gesagt, du batest mich mit Augen und mit Händen, mein Blut stand still, mein Herz kroch in den letzten Winkel, mein Hals spannte sich... [weiterlesen] |
#1043 of 1729 [Backlink] Posted at Sunday 04.11.2007 10:14 © by SuMuze
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| Der Vorhang | → Innereien → Songs |
Da war der Vorhang wieder hat mir den Blick verschlossen er wartet immer daß meine Augen deine suchen daß meine Zunge deine freit Hast ist ihm fremd wie weich ich schau wie sanft ich sprech sein stickig schwerer Mousselin raubt alles Licht nichts mehr in mir kann atmen nichts mehr in mir bleibt froh ich trete dann mit einem Knicks von meiner Bühne ab und ziehe ziehe ziehe voll Zorn in den Kulissen. |
#1044 of 1729 [Backlink] Posted at Sunday 04.11.2007 10:13 © by SuMuze
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| Nichts für ungut | → Me & You → Songs |
Ich schenk dir meine Tränen und fünfzig Cent dazu, das Essen und das Trinken, und Nachts auch meine Ruh. Ich gönne dir das Leben und alles Glück gleich mit, ich hoff', es wird dich heben, beflügeln deinen Schritt. So schnell stürmst du voran, für mich kaum noch ein Blick, auch wenn ich sehen kann, du spürst, ich bleib zurück. Ich kann dein Ziel nicht sehen, doch laß ich dir dein Recht, gut deinen Weg zu gehen, geh' meinen eher schlecht. Du nahmst zu lang zu gerne mich kindlich an die Hand, jetzt sucht die deine Sterne, die sie bei mir nicht fand. Ich schaue stumm auf mein so einsam leeres Wünschen - ich dacht ich wäre dein, in mir und bei den Menschen. |
#1045 of 1729 [Backlink] Posted at Saturday 03.11.2007 16:25 © by SuMuze
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| Herbstmorgen 11-03-2007 | → Herbstmorgen 2007 → Songs |

Das Wasser hat sich grau gemacht und schwebt jetzt unerkannt, wie ein Verlorener aus der Nacht, auf immer in den Tag gebannt, doch noch nicht ohne Macht. Die Finger greifen nach der Haut, gierig sie zu benetzen, ganz fremd und dennoch wie vertraut, nur zaghaft tastendes Verletzen, da Helligkeit zuschaut. Und hinter klammer Feuchtigkeit kommt ein Geruch daher aus Ferne und aus Sterblichkeit, der hängt sich an die Stirne dir, viel schwerer als die Dunkelheit, und zieht dich dennoch wieder an mit seiner tiefen Erde, wo Kälte Wärme werden kann, zu bleichem Licht aus schwarzer Leere, und du dich einsam findest - dann.
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#1046 of 1729 [Backlink] Posted at Saturday 03.11.2007 10:28 © by SuMuze
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| Herbstmorgen 11-02-2007 | → Herbstmorgen 2007 → Songs |

Hatte ich im Sinn was ich mir dachte? Ich weiß nicht mehr, es scheint, als wäre alles leer an diesem Morgen, und schwer, der kleinste Handgriff, fast als weinte ich in Watte, will alle Kraft mir rauben, als finge, bevor ich es fangen kann, das Denken schnell zu faulen an, und jeder Eindruck ist sich gleich, an diesem dummen schalen Tag, der immer stärker geizig dann mein Ich in seinem weichen Kerker einsam machte.
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#1047 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 02.11.2007 08:55 © by SuMuze
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| so lange nicht gesehen | → Me & You → Songs |
- so lange nicht gesehen; dein Lachen ist mir fremd und viel zu lauthals emsig mir geworden ich schrecke fast zurück als deine Zähne makelfrei Dentisten weiß mich ganz verlegen machen - so lange nicht gesehen; ich bin nicht traurig sag es aber dir du lachst ich will nicht in dein Lachen schaun Abgrund aus Zeit die ich nicht weiß nicht wissen mag nicht mehr und doch - so lange nicht gesehen; dein Haar war anders und der Blick der abschätzt warum ich meine Brust nicht aufgewertet hab der mich einteilt und dich entfernt von mir und allem - so lange nicht gesehen; ich bin nicht mehr dir untertan weine nicht mehr die Nacht hindurch verstecke mein Gesicht mein Ich nicht mehr vor deinem Zorn | - so lange nicht gesehen; auch wenn für einen Augenblick ich sehe ahne was mir Liebe schien da hinterm Blau im matten Weiß und Müdigkeit selbst meine kleine Brust genug sich matt daran zu lehnen einmal nicht nur einmal und dann nicht mehr - so lange nicht gesehen; und ahne noch die Sehnsucht da ich weiß nicht hier in meinem Nacken nach dem was du in deiner Haut noch mit dir trägst noch tragen mußt und was ich wenn ich leise bin noch hören, riechen schmecken kann und was wenn du her siehst mich weich vielleicht mich einsam und mich für dich machen kann | - so lange nicht gesehen; ich will nicht daß du jetzt so wie ich nur vage mich als Fremde siehst ich will es doch und will es nicht will es wieder doch und du fragst stumm mit heißen Krallen tief in meinem Hals ob ich nicht doch mit dir nur auf ein Stück schon immer fing es so an stets Stück um Stück und wieder ziehst du mich wie stets - so lange nicht gesehen; ich wünschte daß ich dich nie wieder sehen muß ich sage nichts und nehme mir noch einen Kuß und spüre schon mein Ja und sage ciao. |
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#1048 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 01.11.2007 22:00 © by SuMuze
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| Allereinfachste Liebe | → Liebe usw. → Songs |
Du hast mir dutzendweise Lieben angedichtet, und jede schien mir wunderbar. In hundert Nächten hast du mir berichtet, was dein Verlangen dir doch war. In tausend Weisen hat du mich verwöhnt, in jeder fand ich neue Lust. Millionenfaches Sternenlicht hast du entlehnt, das meine Schönheit heller putzt. Ich liebte dich auf eine Weise, ich tat es stets von früh bis spät, ich liebte dich fast immer leise, weil für mich lieben nur so geht. |
#1049 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 01.11.2007 16:30 © by SuMuze
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| Kartoffelschmerz | → Heimspiele → Songs |
Ich habe mir mit einem scharfen Messer tief in die Daumenkuppe eingeschnitten als ich die Haut von einer kleinen gelben sehr appetitlich riechenden Kartoffel mit eben diesem Messer schälen wollte und habe aufgeschrien vor Schmerz weil hell das Blut aus meinem Daumen sich mit dem Wasser auf der gelben Haut der kleinen unschuldig seienden Kartoffel so schnell vermischte, daß ich schon dachte, mein ganzes Blut rinnt hin, was Unsinn war, so schnell wird Blut aus mir nicht rinnen, doch hast du dich mit einem scharfen Messer verletzt, bist du sehr leicht von Sinnen. |
#1050 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 01.11.2007 13:19 © by SuMuze
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| Herbstmorgen 11-01-2007 | → Herbstmorgen 2007 → Songs |

Laß mich in meinem Schlaf, störe mich nicht, ich träume. Kein Laut des Tages darf mich stören, sonst versäume ich wunderbare Weiten auf einem wilden Meer, das Heben der Gezeiten, zart Rufen von weit her, den Anblick ferner Länder, von Küsten weiß wie Schnee, kostbarster Prunkgewänder, die fremde Pracht der See. Laß mich noch etwas schlafen, küß mich erst später wach, das Heer graublasser Strafen folgt mir bestimmt noch nach in diesen tristen Nebeltag, den ich zu gern verschlafen mag.
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#1051 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 01.11.2007 10:32 © by SuMuze
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| Schwer zu lesende Sehnsucht | → Sehnsucht → Songs |
Es tut nicht gut, des Nachts zu sitzen, sich nach Worten zu sehnen. Es ist besser, auf Kissen untröstlich wild im Schlaf zu träumen. Noch besser, wenn dann unter Lachen, als hätte er sich versteckt, heraus springt, was dein banges Sehnen als Ziel hatte sich gesetzt. Es würde dann, inmitten tiefster Nacht, dein Herz zerspringen, weil du siehst, er hat wohl doch an dich gedacht, nicht alles wäre heil. |
#1052 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 31.10.2007 23:56 © by SuMuze
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| Herbstmorgen 10-31-2007 | → Herbstmorgen 2007 → Songs |

Ich mag den Rauch nicht der um deine Worte kreist das schwache Glimmen wenn die Laute sterben tief unten drin' in deinem Hals. Ich mag das Licht nicht das in deinen Augen brennt das ferne Leuchten mit dem dein Blick mein Innerstes betritt. Ich mag die Kälte nicht die du mit deinen Fingern gibst das eisige Berühren als wäre all dein Blut wie Quellwasser aus Bergen. Ich suchte Hoffnung und auch Trost ich fand wohl deine Kraft doch weit vorm Ziel ließt du mich los so hab' ich's nicht geschafft.
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#1053 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 31.10.2007 08:33 © by SuMuze
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| Über die Gleichheit | → Zwischenräume → Songs |
Ich stellte eine Butterdose in die Mitte auf den großen Tisch, die Anordnung war sicher lose, das schien mir sehr verführerisch. Ich schaute drunter, war sie voll? Sah gelbe Butter in ihr quellen, so wie es frische Butter soll, wenn wir sie uns zum Frühstück stellen. Mein Blick fiel häufig auf das Porzellan, weil es die Butter drinnen gut verbarg, dann schaute ich die Nachbarschüssel an, darin lag deutlich sichtbar frischer Quark. Nun kann ich zweifeln und scharf denken, ich hab's ja selbst so hingestellt, soll ich auch Quark den Deckel schenken daß Gleichheit sei in meiner Welt? Oder soll beide ich verschieden lassen, das eine frei, das andere bedeckt? Ich grübele und spiele mit den Tassen, und denke immer noch: es ist perfekt. |
#1054 of 1729 [Backlink] Posted at Tuesday 30.10.2007 11:31 © by SuMuze
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| mittlerer liebestaumel | → Liebe usw. → Songs |
wenn du mir zeigst wie schwach du bist kann ich noch schwächer für dich sein und wenn du düster und verbissen blickst zieh ich dich tief in meine schwärze ein wenn du mir sagst daß du nicht weißt kann ich dir meine zweifel schenken und wenn dein grübeln immer weiter reist schieb ich noch nach mit meinem Denken wenn du mir zeigst was du dir gierig nimmst kann ich dir schenken was ich geben will und wenn du mehr und mehr noch willst gebe ich her was du am ende doch gewinnst wenn du mir zeigst worauf du sicher stehst finde ich gut mit meinen füßen ruh und wenn du läufst in panik aufgedreht laufe ich tausend male rascher hin als du - doch wenn du mir die hand zum träumen gibst träume ich uns her noch jede feine lust und wenn du lächelnd nach mir siehst nimm sie dir schnell mit einem kuß. |
#1055 of 1729 [Backlink] Posted at Tuesday 30.10.2007 10:35 © by SuMuze
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| Herbstmorgen 10-30-2007 | → Herbstmorgen 2007 → Songs |

Blau lohnen meine Augen deine Mühen mein Wolkenwellenreiter auf dem Nichts sanft halten meine Arme fest dein Beben mein Starkstromzaubermeister mit dem Blitz weich fängt mein Leib dein wildes Zittern ein mein Nebelkammerherr aus tausend einer Nacht zerteilt sich Dunkelheit und trüber Schein wenn funkelnd meine Freude endlich wieder lacht.
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#1056 of 1729 [Backlink] Posted at Tuesday 30.10.2007 09:08 © by SuMuze
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| pazifik | → Meer → Songs |
am strand ist ozean nur blau und sand nur weiß mein auge schmerzt die wellen bringen krieg statt frieden das holz der stege morsch und schwach unter der hand ich schaudere mein rücken kalt im wind der keine rücksicht kennt nur gier |
#1057 of 1729 [Backlink] Posted at Monday 29.10.2007 22:17 © by SuMuze
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| treibsand | → Liebhaber et al. → Songs |
ich strich dir einsicht unter falten verschlissen und in sich gekehrt im frühen tag, und noch im alten du hast die einsicht doch verschmäht als meine streichelei verhallte hab ich dich leise wimmern sehn als deine faust sich endlich ballte - im treibsand rieben wir uns weh. |
#1058 of 1729 [Backlink] Posted at Monday 29.10.2007 21:30 © by SuMuze
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| lumpensammler | → Kurze Gefühle → Songs |
bin lumpensammler tandverbunden untereinander meist geschunden fühl mich den schätzen fast verloren den weltenplätzen abgeschworen bin tagesdieb sei auf der hut! tu dir kein lieb das lump nicht tut bin schwarzmalmeister nacht angetraut kein lumpenfieber dem heil vertraut bin kinderschreck lauf besser weg! |
#1059 of 1729 [Backlink] Posted at Monday 29.10.2007 18:47 © by SuMuze
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| Herbstmorgen 10-29-2007 | → Herbstmorgen 2007 → Songs |

Ich möchte deine ausgewaschenen Knie schauen und dir das Hemd ganz sanft aus deiner Hose ziehen ich möchte deine Stimme leise summen hören mit Fingern jeden Stoppel deines Bartes zählen den Zeh unter den Bund um deine Taille schieben und mit den Knöpfen spielen da auf deiner Brust möchte erzählen, daß mein Tag zu lang mir ist daß Nebel nicht vor meinen Launen inne hält ich möchte traurig tun, auch wenn ich traurig gar nicht bin mit spitzem Mund dir Laute pusten dicht an deiner Haut ich möchte zwei drei dicke Decken mollig auf mich zerren drin nur mein Atem, vielleicht auch einiger von dir ich möchte, daß der Schmerz in meinem Kopf versiegt will jede Müdigkeit in meinem Leib geniessen will deine Hand mich fester an dich drücken fühlen mit Augen wie ein heller Weg bei Dunkelheit ich möchte bei dir sein, nicht einsam und verloren als drängte sich der nasse Tag wie Unheil zwischen uns ich wollt' ich wäre in dir und noch nicht geboren und lebte ohne jeden Zweifel tief in nebelfester Gunst
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#1060 of 1729 [Backlink] Posted at Monday 29.10.2007 16:23 © by SuMuze
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| in der küche | → Heimspiele → Songs |
ein runder lichtkreis mitten auf dem tisch darunter steigt aus töpfen dampf herauf spielt lächelnd in dem gelben licht mit sich mein blick hindurch ist unscharf, müde ich spiele auch, mit meinem becher hier und meine augenlider flackern schnell wenn ich konturen schärfer stellen will als wollten sie mir jetzt die welt verbergen mein rücken schmerzt wie meine beine vom vielen laufen und vom sattel mein körper übt sich in protest, sehr hart und meine stimme klingt nur schwach wenn ich doch einmal antwort gebe ich höre auf die worte um mich her verstehe kaum, was man jetzt sagt nur leises summen ist es mir, das mich bald mehr als diese bank nun trägt fast flüstert auch die wand lebendig durchs dicke kissen hinter mir an das mein kopf erschöpft sich lehnt ich schiebe mir ein messer auf den teller und spiele kinderuhr mit einer gabel ich habe hunger, leere tief im magen der manchmal schmerzhaft knurrt und knarzt als müßte er die leere in mir sägen den unverstand, das träge nur da sein mit dem mein geist sich jetzt betäubt zum ärger wohl von hals und mund die auf die speisen warten wie ein kind das sich mit warten übersatt gewartet hat und einschläft, wenn bescherung ist. ein heller kreis aus licht und wärme und drum herum ein kreis aus nichts und ich am rand fast in der ferne ich saug mich voll mit diesem licht. |
#1061 of 1729 [Backlink] Posted at Sunday 28.10.2007 20:11 © by SuMuze
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| am strand | → Meer → Songs |
am strand dem meere rand und auch dem land am strand also nur kaltes meer nichts schaute her wir waren froh hatten einander hand an po auge in aug lippengesaug am unbekannten rand genannten so begann der rand des lauen miteinanders dort nur gestrandet wie auch anders |
#1062 of 1729 [Backlink] Posted at Sunday 28.10.2007 11:04 © by SuMuze
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| Herbstmorgen 10-28-2007 | → Herbstmorgen 2007 → Songs |

Und wieder kommt der nächste Tag, nur eine Form aus Formbarkeit, die ich kaum richtig formen mag, zu sehr sind sie mir aufgereiht, die immer gleichen Tage, als daß ich ihnen trauen kann, als Reihe endlos langer Plage. Wünschte mir Pausen dann und wann, das Atemlose zu besiegen, die Angst vor trister Taggleichheit. Will mich in Schwingen wiegen, die mich auffangen alle Zeit, mal hell, mal dunkel, und mal grau, im Wechsel möcht ich leben, wäre zu gerne dumm und schlau, möcht schauern, zittern, beben, möcht wem gehören, Freie sein, Prinzessin sein und simple Magd, möcht Stimmen hören, einsam sein; Am Morgen bin ich nackt, daß Perlen fein aus Schweiß mir für den Tag die Haut geschönt, damit ich wie ein Traumkind weiß, wonach ich mich die Nacht gesehnt.
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#1063 of 1729 [Backlink] Posted at Sunday 28.10.2007 09:11 © by SuMuze
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| Bistro Teasing | → Teaser → Songs |
Ich seh das dunkle Auge blitzen knapp an dem Hinterkopf vorbei so wie wir hier in Reihe sitzen scheint mir zum Blitzen alles frei. Ich seh die weichen Lippen sprechen mit einem Lächeln auch zu mir laß mir in meine Augen stechen damit sein Lächeln mich verführ. Ich folge seinen flinken Fingern auf ihrem Weg durch Luft und Rauch als könnte ich den Weg verringen der Finger her zu meinem Bauch. Mein Blick lehnt schon an seiner Kehle die sich bei seiner Rede spannt vielleicht daß noch mein Finger fehle der seiner Kehle Bogen bannt. Mein Knie schiebt sich schon in die Höhe und meinen Rock gleich mit dazu daß er mein Knie auch richtig sehe und auch das Bein bis hin zum Schuh. Die Schultern ziehen sich nach hinten und meine Arme werden schwach als könnten sie Kraft nicht mehr finden und gäben ihm zu gerne nach. Mein Lächeln scheint ihn zu erfreuen nicht das seiner Begleiterin doch scheint er mir jetzt mehr zu scheuen als nur ein Lächeln zu mir hin. Ich zahle, sehe sein Bedauern und strecke meinen Leib für ihn laß ihm zurück ein vages Trauern und mir im Leib ein leises Ziehn. |
#1064 of 1729 [Backlink] Posted at Saturday 27.10.2007 12:33 © by SuMuze
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| Politisches Gedicht #4 | → Politik → Songs |
Bin ganz gespannt was aus der Welt noch werden wird daß ungebannt das große Geld stets mehr gebirt. |
#1065 of 1729 [Backlink] Posted at Saturday 27.10.2007 09:50 © by SuMuze
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| einfache liebe | → Liebe usw. → Songs |
ich will nicht in deine stirne sehen schon hinter meiner ist mir bang auch nicht in deinen schuhen stehen wo ich es kaum in meinen kann ich will nicht mit deinen augen sehen was ich erblicke reicht mit grad nicht stets auf deiner seite stehen um meine wär's mir doch zu schad ich will nicht auf deinen pfaden laufen ich suche mir wohin ich will nicht alle worte dir abkaufen du würdest mir sonst viel zu still ich lobe nicht, was schlecht gelaufen zu vieles geht daneben nichts habe ich dir zu verkaufen ich schenkte dir mein leben |
#1066 of 1729 [Backlink] Posted at Saturday 27.10.2007 09:37 © by SuMuze
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| Politisches Gedicht #3 | → Politik → Songs |
ich kotze auf die welt - hab sie, wie sie so ist, mir sicher nicht bestellt |
#1067 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 26.10.2007 23:02 © by SuMuze
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| nebelbahn | → Mannsbilder → Songs |
mit der bahn durch nebel fahren ist einsam und matt schön ganz gibt der körper sich den wogen zweier eisenschienen dem dumpfen laut des diesels dem sanften schweiß - er kleidet ihn mit leinen - und seinem schwachen sehnen wie einem alt geliebten hin. |
#1068 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 26.10.2007 15:29 © by SuMuze
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| Alltagsgedicht #1 | → Alltag → Songs |
Mein Schreibtisch ist zwei Meter lang, mein Bildschirm siebzehn Zoll in quer, mein Stuhl so, daß ich sitzen kann, die Brille bringt mir Sätze her. Die Tastatur und Leuchtspurmaus, sie fesseln meine Hände fast, der Drucker spuckt die Texte aus, ich lege ab, was mir nicht paßt. Ich horte vom Radiergummi bis hin zur weißen Klammer, vom Bleistiftstummeletui bis hin zum Stempelhammer, die Schätze hier aus dem Büro in meiner Schreibtischlade, selbst Handtuchhalter aus dem Klo sind mir als Müll zu schade. Am Telefon rede ich freundlich, es sei denn, dran wär' ein Spinner, dann bin ich nur noch höflich, das hilft zumeist, nicht immer. Zum Fenster schau ich gern hinaus, Männchen auf Unterlage, kauf' manchmal einen Blumenstrauß, Glas dient als Blumenvase. Ich schimpfe die Kaffeemaschine, die Personal vergiftet, und wünsche mir 'ne Guillotine, die manchen Tag vernichtet. Ich tippe manchmal Briefe, da möcht' ich nur noch weinen, und spür' das ewig Schiefe zu Lasten nur der Einen. Gerate dann in Zorn, renn' einmal um den Block, den Blick ganz stur nach vorn, im Rücken einen Stock. Dann find' ich mich wie alle, wieder ins Leben drein, das heißt in diesem Falle: ich laß das Wüten sein. Wenn ich zum Bahnhof gehe, vorbei an hellen Fensterscheiben, in denen ich mich sehe, kann ich's mir in die Nase reiben: wie wild ich mich aufrege, hier draußen bin ich still und scheu, naja, was soll's, ich lebe, und morgen ist der Tag dann neu. |
#1069 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 26.10.2007 12:45 © by SuMuze
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| Chess In The Afternoon | → Lago → Talks |
Er sitzt immer steif aufgerichtet in dem schäbigen Sessel neben dem einzigen Fenster seiner Kammer, als wollte er die Risse des verschlissenen Polsters mit seinem schmächtigen Körper verdecken. Eine fest gebundene Krawatte scheint ihm kaum Luft zum Atmen zu lassen, für ihn wohl die Erklärung des seinen dünnen Lippen entweichenden Pfeifens, die er leichter akzeptieren kann als die andere, genauere. Immer trägt er ein sauberes Hemd, mit großem Kragen, dessen Spitzen so steif und scharf auf seine Brust herunter stechen, daß mir Angst und Bange wird, wenn ich nur hinschaue. Und einen dunklen Anzug, der sich sicher einmal straff um seine Schultern spannte. Seine Augen sind schlecht geworden, deswegen sieht er nicht das Wasser in meinen, wenn ich... [weiterlesen] |
#1070 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 25.10.2007 22:39 © by SuMuze
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| nun denn | → Mannsbilder → Songs |
schon wieder streckt sich deine hand weit in mein zartes leben ich spür das bauschen vom gewand als angstvoll kaltes beben niemals gibst du mir ruh du schaust mir ewig zu mit deinem blick, dem harten als könntest du gut warten nur ich, ich kann das nicht lösch's endlich aus, das licht und ziehe an den schnüren ich kann es immer spüren dein arm strafft sich bereits die gier in dir wird heftig genug des blöden leids sei endlich endlich mächtig |
#1071 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 25.10.2007 21:32 © by SuMuze
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| kleine vergeblichkeit | → Kurze Gefühle → Songs |
ich preßte an die weißen hüften die kalte hand im abendlicht das leere in mir zu vernichten das leere blieb die wärme nicht |
#1072 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 25.10.2007 21:17 © by SuMuze
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| Abend auf der Weide | → Abend → Songs |
Wasser steigt jetzt aus der Erde mit grauer weicher kalter Schwere das müde Sehen läßt sich folgsam voller Trauer darin gehen als wollte es nie wieder schauen sondern der Erinnerung trauen die ihm der Tag am hellen Mittag gab. Die Formen aller Bäume dort am Rand verwischen wie von sanfter Hand mit einem alten Pinsel zaghaft in die Welt hinein getupft und Kühle kriecht durch alle Ritzen meiner Jacke, nimmt mein Schwitzen wie das der stummen Tiere in sich auf. Lebendig scheinen nur die Schatten die auf die Nacht gewartet hatten sie raunen sich mit Murmeln zu daß Stille wird und klamme Ruh daß Licht am Himmel schlafen geht und matter Wind darüber weht der alles mächtig auseinander treibt. Ich spüre noch in meinem Rücken den Rest des Tages auf mich drücken und lasse heimlich noch der Sonne Lachen ein wenig in mir weiter machen das mir die Freude in das Leben gab bevor sie mit dem Abend starb der wieder heimkommt jetzt vom Horizont. Ich höre auf das trockne Schnauben und schaue nach den großen Augen die schwärzlich glänzend vor mir blinken und gönne ihnen noch ein Winken ich weiß, es kümmert sie wohl nicht, mein Handeln ist zu klein im Licht das uns verläßt wie Mut, wie Frohsinn und wie Kraft. Ich warte daß mich einer nimmt, mich heimwärts trägt, ein Findelkind das sich nach Wärme sehnt und Schutz, nur keiner kommt, nicht einer tut's ich müßte mich wohl selbst bemühen und durch die Dunkelheit hin ziehen die jeden Schritt mir mühsam werden läßt. Ich spüre Nässe frisch auf meiner Haut, rede mit mir, mehr leis als laut erinnere mich an jede Mahnung, such mein Gedächtnis ab nach Ahnung von Heimkehr, herzlichem Willkommen, als wär mir alles weggenommen und niemals mehr fänd ich zurück. Ich tauche trübe in die Schwärze ein und wäre gerne nicht allein sehne mich bitter nach den Menschen, will mir voll Hoffnung wünschen daß alles um mich tapfer sei, und wünsche mir das Haus herbei das viel zu fern liegt jetzt im Nebel. Ich bin ein Geist im Niemandsland der niemals aus der Leere fand ein winzig kleines Sternenkind, wo Sterne ungern nur gesehen sind ich fühl mich überall verloren, als wäre ich ein Nichts geboren das rastlos durch das Grau zu wandern hat und bin doch über alle Maßen kläglich matt. |
#1073 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 25.10.2007 19:13 © by SuMuze
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| belanglosigkeit | → Humming → Songs |
belanglos lang lag arm ganz lose nur gelegt als winzigkeiten langsam ihn entlang geglitten kamen winzig belassen mir gelassen in leisen zeiten losen leidens lag lange bloß an seinen seiten belanglos lässigkeiten in meine langsamkeit versenkt zum streit belangter losigkeit |
#1074 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 25.10.2007 09:36 © by SuMuze
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| Tischgespräch | → Worte → Songs |
Sie trug ihm Fischbein statt Vergebung in Alabasterwut gleich her zerstach ihm Tischtuch auf Bestellung Schmerzensbett halber schwer.
Er stieß ihr auf in erster Näh'rung Prokrustes coram publicum verlieh ihr Kleinmut in Vollendung Tischdeckleindeckchen stumm.
Gemeinsam kanabanalierten vereinsamt Seelen sich im Nu Glühwein straff unter Glühstrumpfseide Verreißverschluss stimmt zu.
Zerwühlten As und Falt und Sumpf im Drittelstündchen Vierteleins. Sie schrie aus Anstand bis zum Anschlag Tropenbehelmten Seins. |
#1075 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 24.10.2007 22:04 © by SuMuze
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| Einsamkeit | → Love & Affection → Songs |
Ich würde in den Kissen schmelzen, mich zwischen Decken schadlos halten, ich tanzte hart auf bleichen Beinen, und rief herbei die Nacht am Tag. Ich könnte um den Handlauf liegen, stieg stufenweis dem Himmel zu, ich rollte unter Puderwolken, und schlug dich in mein Wünschen ein. Ich spannte mich wie Schiffstauwerk, hielt Mast und Segel wie nur eins, ich teilte Wogen blank als Messer, und atmete die pure Gischt. Ich läge einsam kalt am Strand, mein Leib ein Spiel des müden Meer's, gäb'st du mir nicht von deiner Wärme, und nähmst nicht an was du mir wär'st. |
#1076 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 24.10.2007 16:02 © by SuMuze
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| mittagspause | → Kurze Gefühle → Songs |
wie milch die kleine träne wasser die zögernd deinen rücken quert entlang der striche meine nägel rissen dir lust in weiße haut mit brennen gab dein lachen tränen mir dafür und stolz zurück |
#1077 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 24.10.2007 14:15 © by SuMuze
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| Frühe Wanderung | → Innereien → Songs |
Sanft wie ein weich begrünter Hang, in dessen Linien sich das Auge windet, schwer wie ein langer Hügelkamm, auf dessen Schwüngen meine Blicke ruhen, fest wie der blanke Stein weit oben, an dessen Schärfe sich der Wind versucht; mir wie ein Tal, in dessen Dunkelheit ich meine Stirne nieder halten kann, dann wieder weit wie flaches Land, auf das ich meine Läufe eilig werfe; ich atme weich hinein geschmiegt, spüre in jedem Grat und jedem Fluß, was tief in meiner Seele durstig liegt, voll Gier aus jeder Quelle trinken muß. |
#1078 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 24.10.2007 10:29 © by SuMuze
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| jetleck | → Schlaf → Songs |
ich bin müde, müde bin ich, müde roll ich mich im bett und müde sinken mir die lider wie scham so schwer in meinen blick nur winzig klein ich spür es schwach zuckt mir der mund im winkel zuckt's wie lachen fast ein käferleichtes lächeln von müden lippen liebessatt den deinen abgeleckt. |
#1079 of 1729 [Backlink] Posted at Tuesday 23.10.2007 13:41 © by SuMuze
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| Spaziergang | → Heimspiele → Songs |
Im Gehen schwingt mein Blick als Kreisel um mich her, kein Schatten drängt mich jetzt zum Laufen oder mehr. Ins Schauen leg' ich Kraft, dring immer weiter vor, mit Hören schließ' ich auf, was fest verschlossen war. Die Beine sind nicht lahm die Arme tanzen mit die Augen bleiben flink bei diesem schnellen Ritt. Mein Rücken trägt mich gut mein Bauch schwebt sanft und weich, ein jeder Schritt führt weit nicht Zweie sind sich gleich. Auf Stein, auf Lehm, auf Holz singt sanft ein jeder Fuß und meine Lippe summt den Weg bis hin zum Fluß; und weiter noch hinaus, als fände ich kein Ziel, ich lauf der Sonne nach, die schräg durch Wimpern schielt. Ringsum atmet Gebüsch das Gras winkt trocken mir, grau wirbelt Dreck um Dreck, kriecht irgendwo Getier, das leise wispernd lebt, im Unterholz versteckt, wie ich nach Schutz sich sehnt. Ich atme klare Luft ich rieche meinen Schweiß, im Gehen ahnt mein Blick, wie wenig ich doch weiß - grad' dann kehr ich zurück. |
#1080 of 1729 [Backlink] Posted at Tuesday 23.10.2007 13:18 © by SuMuze
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