| supermarktflirt | → Flirts → Songs |
beim fleisch traf sein blick mein fleisch voll geschick neben getränken wollten sich augen in mich versenken bei kasse die hand mir schwand der verstand neben der meinen ich mußte meine feste anleinen am auto dann chance ich folgte seinen schritten elegance mein schoß pure gier vorm supermakt hier |
#1081 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 18.10.2007 22:35 © by SuMuze
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| Herbstmorgen 10-18-2007 | → Herbstmorgen 2007 → Songs |

Ich habe ihn gesehen, sein dunkel bitteres Kleid, er schlug es um die Dürre, die ihm alleine bleibt, wenn er im stolzen Gehen führt jeden in die Irre. Ich sah den süßen Kuß, der Leben nimmt aus Lippen, Reste noch dort von Fleisch, im Triumph die Hacken wippen, weil alles weichen muß, und ihn nicht einer täuscht. Ich sah die krumme Hand, die nach der Wärme greift, mit ihren scharfen Krallen die Haut vom Körper schleift, und die Organe bannt, daß sie zu Klump sich ballen. Ich sah in seine Augen, ich sah in sein Gesicht, für einmal will ich glauben: heut holt er mich noch nicht.
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#1082 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 18.10.2007 09:17 © by SuMuze
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| Die Dame an der Käsetheke | → Alltag → Songs |
Die Dame an der Käsetheke fällt manchmal fast in den Salat wenn sie sich weit nach vorne beugt und lächelt dann so ungeschickt daß jeder ihr verzeihen würde fiel eines Tages sie im Ernst hinein; doch den Salat zu kaufen der sie so magisch anzieht läßt keiner ihrer Kunden sein. |
#1083 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 18.10.2007 08:53 © by SuMuze
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| Ein Edelstein | → Politik → Songs |
Dem Einen hat, was zuvor Vielen nicht gefiel, gefallen, was diesen gut, schien jenem nicht das Beste wohl, trotz allem. Er nahm sich, was bereits zurück gewiesen, stolz als Seines und setzte sich, im Miteinander einzig eins, als Eines. Gunst wurde ihm, weil er dem Trauten nicht getraut, gekündigt als jemand der, trotz frommer Einsicht und Begleitung, sündigt. Denn ach, das Heulen mit den Wölfen, kunstreich zelebriert, hat immer schon, seit Jahr und Tag, als Edelstein fungiert. Er aber kann, sich spiegelnd in dem Licht der Leere, meinen, gekrönt zu sein als der, der auch bei Dunkelheit wird scheinen, und lauthals lärmend sich als einzig feiern auf der Welt, als der, der mehr für viel und viel mehr für am meisten hält. |
#1084 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 17.10.2007 15:49 © by SuMuze
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| Herbstmorgen 10-17-2007 | → Herbstmorgen 2007 → Songs |

Zu früh, das Denken nur dahingeschmiertes Tasten, in meinen Armen noch die Plagen tiefer Nacht, im Funktionieren aufgereihter Schalterrasten mit Summen, Klicken, Rauschen aufgewacht. Hab in die endlos ausgebreitet scharfen Sinne das Licht, es schien mir heute wohlgesonnen, damit das Salz auf meiner Zunge sich verdünne, dem Ton des Tages leise fordernd eingesponnen.
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#1085 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 17.10.2007 09:09 © by SuMuze
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| Morgenspaziergang im Oktober | → Morgen → Songs |
Wie Zucker liegt der Tau verstreut die Schritte knirschen süß mich friert am Kopf am Hals klamm sind mir beide Hände die Augen tränen schon da ist kein Rand zu weit und viel zu offen streckt sich das Land hier aus das mit eiskalter Hand faßt mir Verstand faßt meinen Leib voll Hohn mein Atem wirbelt auf als wäre er so froh daß er die Lippen meiden kann die ihn gerade küßten mein Blick fällt in die Gräben ins gläsern lauernde Unkraut verliert darin das Leben. |
#1086 of 1729 [Backlink] Posted at Tuesday 16.10.2007 10:42 © by SuMuze
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| Herbstmorgen 10-16-2007 | → Herbstmorgen 2007 → Songs |

Der Tag reißt erste Wunden in die Nacht als Morgen scheint er sanft und gnädig als Mittag aber schneidet er mit Macht was dann der Abend schwer beschädigt so daß es wieder Nacht nicht heilen kann
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#1087 of 1729 [Backlink] Posted at Tuesday 16.10.2007 08:53 © by SuMuze
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| Herbstmorgen 10-15-2007 | → Herbstmorgen 2007 → Songs |

Und in die Eise deiner Himmel stürmt auf mein erstes Wort ein aufgebäumter Schimmel zum strahlend blauen Ort ich schärfe meine Klarheit den Kopf weit im Genick die Trensen meiner Freiheit schleife ich deinem Blick.
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#1088 of 1729 [Backlink] Posted at Monday 15.10.2007 09:00 © by SuMuze
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| fauler sonntagmorgen | → Love & Affection → Songs |
die weißen harten flächen auf die sonne scheint darüber weit entfernt wie leerer hintergrund ein blau das milch und erde kühl vereint das rauhe rot der tausend kleinen ziegel die auf den dächern hocken wie betäubt zuckendes licht wenn glas es spiegelt schaumlinien die ein fernes flugzeug schreibt von wind und lärm verdecktes kinderrufen ein langes summen auf den wegen irgendwo im haus das knarren auf den treppenstufen die wasserspülung schnaubend auf dem klo die härte deiner schulter unter meinem kopf dein feuchtes glied an meinem bloßen bein ungeschickt flechten deine finger einen zopf in meine haare du willst wieder in mir sein ich lasse meine müden augenlider nieder bis alles um mich doppelt dreifach scheint wie endlos ferne sterne sind mir meine glieder als wären tag und nacht in meinem schoß vereint wenn wimmernd meine leise stimme dann sprachlose worte ziellos für sich spricht die niemand jemals ganz verstehen kann auch mein geist - so wie deiner - weiß sie nicht rolle ich brav unter den eifrig starken armen und lache in die weiße haut aus schierer lust jammere voll gier nach immer mehr erbarmen am endlos langen weißen sonntagmorgen mit meinem endlos frohen weichen mund. |
#1089 of 1729 [Backlink] Posted at Sunday 14.10.2007 15:09 © by SuMuze
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| Tagesbraut | → Frühling → Songs |
Mein Lachen wenn das Blau der Adern durch die Haut den Himmel schimmernd grüßt und seine Wolken weich mir in die Seele blicken voller Stolz ich springe nur ein Ball aus Freude auf dem Gras der duftend weichen warmen Erde wie ein Traum noch will ich nichts als endlos weiter trudeln Stöckchen auf dem Spiegel eines kalten Bachs das heimlich nach den stillen Buchten schaut trink von dem klaren Äther dieses Tages seine tanzend wanderlustig hingetupfte Braut. |
#1090 of 1729 [Backlink] Posted at Sunday 14.10.2007 13:19 © by SuMuze
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| mädchen im spiegel | → Innereien → Songs |
das ist ein kleines mädchen das seine arme kratzt mit seinen beinen reibt und seine weichen augen geblendet von dem licht.
das ist ein kleiner junge der seine nase kraust mit seinen händen spielt und seine weichen lippen geborsten von dem lärm.
das ist ein wildes wollen das an den häuten zerrt mit seiner hitze sengt und seine weichen wogen verborgen in der nacht.
das ist ein schrei aus weit gespannter kehle der unter decken bricht und seine weichen worte verwaschen wie der tag.
das sind die kichertränen die über poren springen und trällern wie ein chor und ihre weichen ränder verrieben in die gier.
das ist ein vogel der wenn seine krallen scheitern mit seinen schwingen schlägt im kühlen wind gebrochen schon für den flug zu spät.
das ist ein alter spiegel der noch am mittag lügt und seine matten silber mit einem weichen kuß dem blick des mädchens fügt. |
#1091 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 12.10.2007 08:54 © by SuMuze
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| Friteuse | → Alltag → Songs |
Sie wirft die Fritten in das Öl ein buntes Tuch schont ihre Haare der Kittel zeigt von ihr nicht viel nur nackte Arme und darunter ein dünner kleiner flinker Leib auf geraden Beinen wie auf Stangen die Füße dick in Wolle eingepackt so steht sie jeden Abend und ihre Augen schwarz wie zwei Raben sehn durch das Fett und durch den Dunst vorbei an Trinkern vor der Theke und auch am Stein der Häuserzeile gegenüber wie schwarzer Samt nach Edelsteinen in der Nacht. |
#1092 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 12.10.2007 07:53 © by SuMuze
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| im stammelbett | → wet → Songs |
versank im schlick im schwarzen bett schleim schlang mich ver schmiert brüste schwer schoß schmiegt sich wund schlamm küßt den mund sperrt lippen süß spreizt schenkel bis spießt auf ein nein stöhnt in den schein stiert starr genick steißbein im blick im stammelbett im winselgriff. |
#1093 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 11.10.2007 14:08 © by SuMuze
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| wär'st du bei mir | → Liebhaber et al. → Songs |
wär'st du bei mir wenn ich aus grauen bildern fliehe wenn wie nach fliegendem galopp mein atmen nach entlastung giert hand fest in hand den laken hingebogen im schweiß der nacht einsames winseln weht davon?
wär'st du bei mir wenn übermut die augen packt das lachen trägt ein karrusell und arme schenkel wangen rufen hell glühend alle haut dem kühlen blick weit öffnen sich die lippen für mein lautes schrein?
wär'st du bei mir wenn langsamkeit hier liegt die trübnis träger stunden die augen zählen dunkelheit stumpf jeder finger weich der hals lautloser wunsch nach namenlosen schönen worten?
wär'st du bei mir wenn die kolonnen straff und zielbewußt marschieren wenn schlanke beine tanzen ziel folgt auf ziel die griffe rasch die freude springt in hundert allerkleinsten dingen?
wär'st du bei mir wenn nur noch leere bleibt nicht mal ein staunen blank staubtrocken wird der mund weit bliebe weit kein schritt mehr nicht ein ungewußtes stolpern auf zarten flanken der verletzlichkeit?
wär'st du bei mir - und blieb'st bei mir? |
#1094 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 11.10.2007 12:05 © by SuMuze
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| herbsttraum | → Herbst → Songs |
ins nebelgrau taucht tag hinab mein kalter atem matt im haar die nacht noch starr stirn aufgerauhtes naß hand nur ein ast im zittern meiner lippen am dünnen glas ein vages blatt herbstbraun kraftlos der lauf aus altem kindertraum |
#1095 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 10.10.2007 09:33 © by SuMuze
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| bildnis | → Me & You → Songs |
die nacht hat wilde ränder mein traum zäunt sie mir ein in weidenharte bänder faßt er mein bildnis ein legt mich zu deinen füßen senktest du nicht den blick mein leib müßte es büßen zerträte mich dein tritt die immer kalten tränen auf hilflos weicher haut verloren zwischen zähnen das bildnis nie geschaut |
#1096 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 10.10.2007 00:57 © by SuMuze
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| abendwiese | → Liebhaber et al. → Songs |
ich lag an deiner seite die lippen tief in dich gesunken die augen in dich eingekehrt die hände dir gebunden leib dir ein weiches liebchen bauch dir ein froher kuß arm dir ein sanftes streicheln schoß dir ein weites schloß ich lud herbei nachtkalte luft auf meiner haut zu tanzen lockte uns her den wehen schimmer des langen nachmittags auf meiner stirn uns froh zu winken und meine stimme klagend wimmernd wilde flöte spielte uns auf mit festmusik auf dunkler abendwiese an langer abend zeit |
#1097 of 1729 [Backlink] Posted at Tuesday 09.10.2007 16:40 © by SuMuze
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| verlangen | → Kurze Gefühle → Songs |
siehst du die finger dort im laken hörst du die stimme unter mir ahnst du den blick der bricht und wieder nicht riechst du den schweiß der trieft aus aufgesperrten poren wenn deine hitze meine wird und dein verlangen meins und gibt sich dann wie ich verloren? |
#1098 of 1729 [Backlink] Posted at Tuesday 09.10.2007 16:28 © by SuMuze
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| gründe | → Lügen → Songs |
wie die wellen seinen leib nachlässig wiegen wenn das boot im wasser treibt wiegt mich dein leib wie nebenbei wenn mir mein geist im nirgends treibt und meine arme weiß und schier nach gründen suchen hell im wasser unter mir |
#1099 of 1729 [Backlink] Posted at Tuesday 09.10.2007 16:15 © by SuMuze
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| Sehnsucht immer wieder | → Sehnsucht → Songs |
Ich schrieb mir Tränen fort aus dem Gesicht, ließ mir den flinken Stift die Wangen röten, eiskalte Tinten rannen meinen Leib, Papier umhüllte seidenhart das Bein, auf Bücherrücken wiegte sich mein Herz.
Ich flocht mir schlanke Worte in das Haar, ließ mir mit Reimen scharf die Wunden reiben, verhärmte Sätze schufen mir mit Striemen die Lieder, die mir in der Kehle brannten, Vers fiel für Vers hinab in meinen Schlund.
Ich sang mit leiser Stimme meine Angst, rief stumm nach Licht inmitten lauter Nacht, mein Murmeln rannte quer durch den Tumult aus eingestürzten Zeilen auf den Linien weißer Seiten voller leergefegter Qual.
Ich trank den Wein verlegter Strophen und schmeckte sein vergorenes Holz, ich aß vom Brot der hundert Schimmel, die Hufe gegen mich erhoben in meinem fest gestampften Hof.
Ich gäbe jede meiner wilden Tränen für nur ein Lachen unter blauem Tuch, und beugte fröhlich meinen weißen Nacken streifte dein Atem leicht nur meinen Hals; ich nähm's, und wäre mir für mich genug. |
#1100 of 1729 [Backlink] Posted at Saturday 06.10.2007 20:46 © by SuMuze
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| Freitag Abend | → Stadt → Songs |
Im grauen Niederschlag des Tages kriecht schon die Nacht als Spur herum, das Licht, verschmäht von Stein, Beton, küßt einmal noch, schon ohne Kraft, die müde ausgestreckten Blätter in den Bäumen und zieht sich seinen blauen Mantel an, im Himmelszelt allein zu träumen. Und alle Linien führen heim, und leise jetzt, von Stein zu Stein, kehrt alles langsam in sich ein. |
#1101 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 05.10.2007 19:55 © by SuMuze
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| Ein Gesicht | → Sie → Songs |
Vor ihren Augen blitzen Jahre ziehen Gräben bleiche Zeit, um ihren Mund kämpft Härte mit dem Tonfall ihrer Worte. In den Ritzen ihrer Lippen dämpft Sprödigkeit den Mut der Kanten ihrer Wangen, und leere Hoffnung überall. Nur das Licht, das die Pupillen abends sich aus allem nehmen, und als Zorn scharf widerspiegeln, legt einen letzten Schimmer alter Nacht streng lastend weit auf jede Farbe ihres Angesichts. |
#1102 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 05.10.2007 17:12 © by SuMuze
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| Leben | → Me → Songs |
Die Stimme kann ich hören, die Laute auch, den Schall. Ich kann die Lippen sehen, das Rot, das Weiß der Zähne. Ich sehe Augen, ihren Blick, geradeaus und wild und starr. Und die Gestalt, den Leib, die Glieder, immer diesen Kopf. Ich rieche Staub und feuchte Erde, den Wind, den Kalk, der aus den Mauern fällt, das Licht, den Tag, den Himmel. Ich fühle Hitze auf der Haut, und feinen Schweiß auf mir, die Müdigkeit der Glieder, das Steife dort im Nacken, den Schmerz, das leise Zittern meiner Hände, der Finger. Mein Herz spüre ich schlagen und meine Bronchien sich weit blähn, und in den Adern drückt sich Blut wie Leben gierig durch mich hin. |
#1103 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 05.10.2007 07:47 © by SuMuze
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| Whodunnit | → Me & You → Songs |
Ich war voll Dreck mein Arm tat weh ich konnte mich kaum rühren. Ich weinte. Und deine Hand nahm meine Hand ich konnte dich nah spüren. Ich lachte. Und meine Hand ließ deine Hand mich deinen Arm verführen. |
#1104 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 03.10.2007 22:39 © by SuMuze
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| Lebenskreis | → Kind → Songs |
Das Knie kann sich nur beugen viel Spiel hatte mein Knie wohl nie. Der Fuß kann sich nur wölben am Kreis ganz eng mein Fuß sein muß. Das Herz kann nur pulsieren das Leben pumpt mein Herz einwärts. Die Hand aber kann greifen und faßt nach meinem Herz, hebt das gebeugte Knie und stellt mich auf den Fuß. Mein Leben nur ein Spiel im Kreis. Mein Leben. |
#1105 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 03.10.2007 22:18 © by SuMuze
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| Bürgerbegehren | → Moderne Zeiten → Songs |
Ich gehe keine Brücken und schwimme keinen Fluß, ich steige keine Berge und setze meinen Fuß in keine finst're Höhle, es sei denn daß ich muß. Ich lasse immer Lücken und bremse bis zum Schluß, ich halte auch für Zwerge, schaff damit viel Verdruß, ernte mir viel Gegröle aus Nachbars Denkernuß. Ich kaufe in der Nähe und grüße jeden bald, ich lache in der Sonne und mache auch nicht Halt vor regenfrische Pfützen, es sei man braucht Gewalt. Ich mag gern zarte Rehe, sind sie noch nicht zu alt ich liebe auch mit Wonne, Wildschweine aus dem Wald als Mahlzeit schnell zu nützen, wer mag schon Wild ganz kalt. Ich hasse alte Pfründe und wünscht' sie wären mein, ich fülle mir den Magen, und wär er noch so klein, nicht nur mit neuen Worten, es dürfen alte sein. Ich tauche keine Gründe und sinke keinen Stein, ich werfe keine Klagen und breche keines Bein, sitze vor allen Pforten, ich sitze gern allein. |
#1106 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 03.10.2007 18:18 © by SuMuze
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| Nebeltag | → Heimspiele → Songs |
Die Menschen haben Nebel in den Stimmen, und grau und trist ist jeder Schritt ich laße die Minuten zäh verrinnen im endlos langsam müden Tritt. Das Leben floh aus Augen und Gesichtern als nähme Sonne Leben mit als warte alles, daß mit ihren Lichtern die Abendstadt uns bald umgibt. Dann wälzen träge sich die Glitzerwürmer auf beinah leuchtendem Asphalt und mir wird langsam froh und endlich wärmer geruhsam wird der Tag dann alt. Mich trägt sanft gleitend leiser Diesel brummend heim im Traum bin ich schon dort zu Haus und nicht allein. |
#1107 of 1729 [Backlink] Posted at Tuesday 02.10.2007 16:35 © by SuMuze
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| Büroalltag (grau) | → Arbeiten → Songs |
Ich kann auf Sonnenschein verzichten, der durch die Fenster zu mir käme, das sanfte Wehen kühler Luft, das mir den Schweiß fort nähme, auf all die Worte der Kollegen, die zwischen Tür und Angel reden, ihr lautes Lästern zwischendurch - irgendwann trifft es doch jeden. Mir fehlt das Piepsen der Computer, der Klingelton der Telefone, das Keyboardklappern sicher nicht. Dein Herz, in dem ich wohne, vermisse ich - und dich. |
#1108 of 1729 [Backlink] Posted at Monday 01.10.2007 15:35 © by SuMuze
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| Kleiner Liebestaumel | → Liebe usw. → Songs |
Ich halte meine Hand vor deine Stirn damit die Welt sie nie verletzt ich lege meinen Arm um deinen Kopf damit dein Weinen ihn benetzt ich biege meinen Leib in deinen Schoß damit dein Sehnen ihn berührt ich schmiege meinen Geist dem deinen an damit dein Denken mich verführt ich presse meine Lippen an dein Ohr und atme deiner Augen Licht leis summt dir meine Stimme vor was du schon weißt: ich liebe dich. |
#1109 of 1729 [Backlink] Posted at Monday 01.10.2007 09:36 © by SuMuze
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| An einem Sonntag Morgen | → Mäander → Songs |
An einem nassen Sonntag Morgen in einem kalten trüben Jahr früh schon die Stunden an den Tag verloren bevor noch Licht am Himmel war.
Wir malten Einsamkeit in Bildern mit Farbe in den Nebel schwach blass dann als fahles Zeichen sie zu mildern entlassen aus dem Schlafgemach.
Wir strömten Wärme aus den Stoffen und luden unsere Hitze ein schroff uns von allem Fremden abzustoßen damit wir enger füreinander seien.
Wir hielten Hände zwischen Glieder die Lippen saugten Zungen fest voll Eifer murmelten wir Formeln wieder damit in uns kein Zweifel wächst.
Wir rührten durch den Schlick mit Löffeln als suchten wir nach einem Grund süß legten wir in weichen Tiefen offen kraftlose Worte für den Mund.
Wir tranken Schweiß statt fader Sorgen so trüb auch unser Brunnen war durstig an einem nassen Sonntag Morgen, in einem kalten trüben Jahr. |
#1110 of 1729 [Backlink] Posted at Sunday 30.09.2007 10:30 © by SuMuze
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| Travelling | → Affäre Rosenlicht → Soaps |
Rosenlicht war nicht begeistert über ihre Idee gewesen, mit dem Wagen zu fahren. Gegen das Fahren an sich hatte er nichts, nicht, wenn er selbst am Steuer saß. Aber sie war ganz wild darauf, zu fahren, und das mißbehagte ihm deutlich. Er erinnerte sich nur ungern an die wenigen Male, die sie ihn mit einem Wagen aus der für ihn verwirrenden Auswahl an Fahrzeugen, derer sie sich bediente, chauffiert hatte. Sie fuhr zu schnell und zu rücksichtslos und seiner Meinung nach viel zu riskant. Andererseits kannte er das britische Eisenbahnwesen zu gut, um nicht von der Idee, mit einem bequemen Wagen zu reisen, mehr als verlockt zu werden. Und die Aussicht, ihre zornige Enttäuschung ausbaden zu müssen, sollte er ihr diesen Wunsch abschlagen, hatte schließlich den Ausschlag... [weiterlesen] |
#1111 of 1729 [Backlink] Posted at Saturday 29.09.2007 13:55 © by SuMuze
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| Am Wasser | → Wasser → Songs |
Am Wasser läßt sie nach, die bange Hast, kriecht weg, versteckt sich irgendwo, sein Fließen, Treiben trägt die Last leicht zwischen Ufern. Frei und froh tauchte ich ein, die Arme ausgestreckt schwebte ich fort wie Dreck und Schaum, und bliebe, atmend, unentdeckt, gewärmt, geborgen tief im Traum. Am Morgen dann, wenn meine Sehnsucht fast, mich endlich zu sich nehmen kann. |
#1112 of 1729 [Backlink] Posted at Saturday 29.09.2007 09:26 © by SuMuze
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| Nebelmorgen | → Tageszeiten → Talks |
Ich sehe aus dem Fenster und sehe Nebel. Er sieht aus wie Nebel und riecht vermutlich auch wie Nebel. Mit Wasser übersättigte Luft. Da sie über dem Feld in der Luft herum hängt, wird diese nasse Luft heute nach Erde und den letzten Resten der Gülle vom Frühjahr riechen. Und dem ganzen Dreck, der im Laufe des Sommers dazu gekommen ist. Auf dem Feld, und auch woanders. Ihn kann ich nicht sehen, wenn ich aus dem Fenster sehe, aber ich weiß um ihn. Wie um die kleinen Tiere, die in der Erde herum kriechen und sich jetzt langsam daran machen werden, ihre Verstecke aufzusuchen. Der Nebel verschwindet nämlich bald, und dann kommen andere Tiere, die den Nebel nicht mögen, um nach den Tieren zu schauen, die den Nebel mögen, oder die Nacht. Ich mag beides... [weiterlesen] |
#1113 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 27.09.2007 12:49 © by SuMuze
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| Ich weiß dich | → Me & You → Songs |
Ich weiß dich von dem harten Tuckern auf dem Hof und weiß dich vom dem Schlurfen auf den Stufen.
Ich weiß dich wenn dein Pfeifen zu mir kommt mit dem du deinen Hund aus unserer Küche jagst.
Ich weiß dich von dem harten Tritt der Stiefel wenn du die Klumpen aus den Sohlen schlägst und weiß dich von dem wilden Klopfen da in mir wenn meine Füße auf der Treppe Kindheit spielen.
Ich weiß dich wenn ich neben dir den warmen Becher in der Hand an deiner Schulter lehne und dann in Ruh uns alle Stimmen miteinander ganz eng umkreisen immerzu.
Ich weiß dich wenn dein Arm mich schiebt und hält und meine Nase sich an deiner reibt und meine Hüfte auch.
Ich weiß dich wenn dann deine Hand um meine faßt du läßt nicht los und bist bei mir. |
#1114 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 26.09.2007 14:17 © by SuMuze
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| Tod liegt in meinem Bett | → B03 → Songs |
Tod liegt in meinem Bett sein Kopf ruht neben mir das kalte Knie spreizt meine Schenkel die harten Hände halten mir den Leib sein Atmen schenkt mir Melodie und seine Gier das Ende. |
#1115 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 26.09.2007 13:16 © by SuMuze
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| Wärst du ein Stein | → Wildes → Songs |
Wärst du ein Stein, dann wär' ich Moos, und wüchse überall auf deinem Rücken. Wärst du ein Bach, ich querte dich, nie müde, mich nach deinem Grund zu bücken. Wärst du ein Haus mit steilem Dach, ich kletterte hinauf, hoch auf den Giebel, ich wählte mir mein Traumgemach, und meine Füße küssten jede Diele. Wärst du ein Ross mit stolzem Schweif, schmiegte ich eng als Sattel mich dir an, ich tränkte deinen warmen Schweiß in alle Leder meines Schoßes dann. Wärst du ein Vogel, klein und zart, der an den Stäben seines Käfigs noch den Schnabel wetzt und leise zirpt, ich ließ dich gehn, und liebte doch, säh lang dir nach, und bliebe hier, schickte nur meine Worte dir. |
#1116 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 26.09.2007 09:50 © by SuMuze
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| Kindertraum | → Traum → Songs |
Ich wollte meine Seele schreiben, damit du endlich sie dann siehst, ich wollte deine Blicke bannen, damit du nie verloren gehst. Ich wollte mir die Stärke leihen, damit ich sie verwenden kann, ich wollte allen dann verzeihen, dir und der Welt und jedermann. Wenn allen Recht geschehen ist, und jeder Schwache bliebe heil, wollte ich, daß auch du so bist, darum bot ich mich feil. Ich wollte Schönes in dir sehn, und sehe jetzt: es wird nicht gehn. |
#1117 of 1729 [Backlink] Posted at Tuesday 25.09.2007 21:41 © by SuMuze
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| Working | → Local Hero → Soaps |
Der Wind weht angenehm bei der Arbeit. Dennoch schwitze ich mächtig. Ich könnte natürlich ihn alle Löcher bohren lassen, denn Kraft hilft dabei. Du mußt den Erdbohrer irgendwo ansetzen, wo du denkst, daß nicht gleich nach zehn oder zwanzig Zentimetern eine Stein kommt - in der Regel kommt er nach vierzig Zentimetern - und dann drücken und drehen, damit das Ding sich wie ein Korkenzieher in den Boden schraubt. Und da ist Größe gut, und auch Kraft, obwohl die nicht ausreicht. Ein wenig Geschick und Glück gehören auch dazu - den Erdbohrer gibt es noch nicht, der durch einen Stein hindurch bohren würde, wieviel Kraft du auch immer aufbringst. Also bohre ich viele der anstehenden Löcher. Und damit ist es noch lange nicht getan. Danach kommen die Pfähle hinein, sie liegen... [weiterlesen] |
#1118 of 1729 [Backlink] Posted at Tuesday 25.09.2007 17:14 © by SuMuze
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| Mißliebige Annäherung | → Teaser → Songs |
Mein Knie streift unter meinem Rock umher wie Fäuste in den Taschen eingesteckte Wut mit Chorgesang dankbarer Kehlen Sekt fließt Ströme Schweiß rinnt heimlich hinterher vorher hält meine Hand nachher verbittert reiben Schenkel mir einander Zorn nicht mehr genug |
#1119 of 1729 [Backlink] Posted at Tuesday 25.09.2007 15:46 © by SuMuze
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| Zur Arbeit fahren | → Leben auf dem Lande → Talks |
Wenn ich die Abkürzung durch die Felder nehme - morgens früh, wieder einmal zu spät aufgestanden und den Kaffee zu hastig herunter geschüttet und im Spiegel sehe ich, wie meine Haare zustehen - wenn ich die schmale Straße runter zum Fluß nehme und darüber hinweg, scharf nach rechts, da, wo Väter so gerne mit ihren Söhnen Flugzeuge fliegen lassen - was lassen Mütter mit ihren Töchtern fliegen, Glühwürmchen? - und dann wieder nach links, und mitten drin dann bin, rundum nur Felder und Bäume und Zäune - dann halte ich manchmal an. Da gibt es eine kleine Ausbuchtung, wo der Wagen so gerade noch hinein paßt. Damit ich niemanden störe, das würde ich nicht wollen: jemanden zu stören, der rasch zur Arbeit fahren will, es eilig hat und jede Störung verfluchen würde. Ich sitze... [weiterlesen] |
#1120 of 1729 [Backlink] Posted at Tuesday 25.09.2007 09:48 © by SuMuze
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