Genug gesehen. Dem Gesicht begegnet in allen Weisen. Genug gehabt. Lärm der Städte, abends, und in der Sonne, und immer. Genug erkannt. Die Haltestellen des Lebens. - O Lärm und Gesichte! Aufbruch voll Gefühl und Geschrei - neu!
A.Rimbaud: Leuchtende Bilder / Illuminations - Aufbruch / Départ (übers. von Reinhard Kiefer und Ulrich Prill)
Er Zählt Welt. Grenzt ab. Wirft. Ist. Wird. Wäre. War. Inzwischen zwei Häuser weiter.. Stockwerke aufeinander. Flächen. Felder. Raum. Ich Ein Tanz und Fortsetzung..
Ich lausche auf den nackten Fuß, der auf die blanken Dielen tritt. Naß klingt das, fern. Luft wird verdrängt, und Raum zwängt sich in Zwischenräume. Scharf schwingt es. Da reibt sich Haut an Molekülen, Konzepte aneinander, und dennoch höre ich. Licht von der Sonne, um zwei, drei Ecken mir gebrochen, blendet trotzdem. Kalt ist die Schleimhaut, immer weiter zuckt der Darm, die Kehle schwillt. In mir sind Gase, Fäulnis, Tod. Ich straffe meine Häute gegen an. Träume, daß du mir kehrst, zurück und ein und niemals ver! Ich schweige. Inmitten meiner Stimme bin ich still. Es ruft. Nicht laut. Ich bin nur zärtlich, Opferlamm. Horche dem Tapsen weißen Fleisches. Auf Holz gespannt. Hinaus. Ich bin das Licht und bin es nicht. Ich sei es. Bin!
An einem dunklen, langen Abend, um's Fest für Christus' Leben so herum Wir saßen hier in unserer warmen Küche, die duftete nach Majoran und Zimt Eng beieinander hockten wir, und dachten, lachten auch und sprachen An meiner Seite, da war einer, der mich glücklich machte, weil er da war Vor den Fenstern lag viel Schnee, es schneite weiter, ich freute mich daran Ich hatte meine Füße fest ins Fell des Hundes eingegraben, der grunzte sanft Der Wein war viel zu süß, ganz allgemein erhob sich grummelnder Protest Die üblichen Verdächtigen zerstörten wieder jeden Schleier um die Welt Ich habe mich bei meinem Nachbarn müde angelehnt, ich fühlte mich danach Jemand erzählte, wie er als kleiner Junge in der Kirche einmal dringend mußte Die Katzen husteten, vielleicht weil beide später nicht ins Kalte wollten Im Ofen leuchtete im gelben Licht der Ofenraumbeleuchtung helles Fleisch Ich hatte mitten auf den Tisch die Schüssel mit den Zweigen hin gestellt Die Kinder oben lärmten, eine Mutter ging hinauf und schimpfte lachend Andauernd meldete sich das Telefon, wir machten Witze über uns, zahnlos Ich wollte, daß er seine Hand nie wieder von mir nähme, ich träumte still davon Wenn draußen ein Motor erklang, dann schauten alle nach den Fenstern Ich dachte nach, ob ich mir meine Haare kürzen sollte, ich war gewillt, jedoch Die Tischplatte war übersät mit Schalen von den Nüssen, Asche und Papier Jemand sang leise vor sich hin, ein anderer fiel ein, ich nicht, der Text zu fremd Ich schaute kurz vor Mitternacht rasch aus dem Fenster, keine Sterne waren da Ich habe Angst, allein zu sein, ich fürchte mich, sind Menschen mir zu nah Wir lasen uns dann noch Geschichten vor, und alle lehnten irgendwie am Nachbarn Die Müdigkeit gewann am Ende, wie stets, der Hund schaute mich träge an Ich werde traurig, wenn ich froh bin, ich freue mich, wenn ich nicht weiß, warum Die Nacht schien gar keine Ende mehr zu nehmen, die Stunden endlos sanft Ich kann nicht immer haben, daß ein warmer Leib sich meinen nimmt Der Schnee ist nicht davon gegangen, er liegt wie unbeirrbar auf dem Land An einem dunklen, weichen Abend bin ich dem Winter nicht davon gerannt Frost holt uns ein, die Stille, wenn kein Wind mehr ist, unlesbar sind die Spuren Spät im Schnee, und Schlaf ist dann willkommen, der eine Trost der Nacht
Horchen. Sich ins Ferne beugen. Weich. Anschmiegsam. Bereit. Nach meinen Tasten tasten lassen. Zahm. Zart. Erfreut. Dem will ich meine Pforten öffnen, der daran zupft. Sich ihm zu öffnen! Wozu denn anderes wären sie gemacht? Das schließt die Kreise meiner Welt. Dem Abgrund noch einmal nur knapp entkommen. Perfekt! Wie bist du blöde! Wie leicht gestrickt! Und daran hängst du, was du bist? Komm nur, es kann so sein, ich trage dich durch jeden Regen, jeden Schnee. Ich bin, die dauert, du, der greint. Hab keine Angst, immer ist etwas, das uns eint. In meinen Träumen herrschst du stark. Ich liebe das, ich mag, wenn du der Fels bist, ich das Wasser, ich Brandung, und du Strand. Wie ungehalten ich erbebe, wäre da nicht deine Hand. Horchen, sich Stille schenken, ins Nirgendwo gezeigt. Ich gebe Haut, als Opfer Muskeln, was kümmert's dich, hätt' ich's bereut. Ich bin der Leib, der Lohn der deiner Ängste. Die immer Blutende, die bleibt.
Dort ist die Spur, die selbst der beste Köder durch das Wasser zieht. Ein Strich, unwillig auf Papier gemalter Laut, entborgt der Glätte Rührung, wie eine fremde Hand der Haut Gefühl.
Im Dunkel spielt der Blinker, sein Lächeln zeigt, die Zähne halb verdeckt, ein schwaches Licht, nach dem der Grund sich sehnt. Dort liegen matt Steine, die lange Zeit der Stille hat sie beschenkt mit einem weichen Pelz formloser Glitschigkeit.
Ein fetter Fisch reibt seinen Bauch daran. In seinen Augen flimmert Gier mit Vorsicht um die Wette. Er bläht wild seine Kiemen, stülpt das Maul zum Kuß und schlägt mit seinen Flossen in die Nacht.
Der schlanke Kiel des Bootes streicht lässig geradeaus. Ein leichter Wind kühlt, Sonne schaut ihm dabei zu. Das Warten auf das Zucken an der Leine. Dunst von den Bergen klettert feucht entlang der Ufer. Und manchmal auch ein Feld aus Wolkenfetzen, wie Packeis flink auf blauem Meer.
Dann hat es stumme Furcht in diesen Fingern, die in die Wellen fassen, und wollen nicht, und tauchen doch hinein. Wenn alles wartet, keine Stunde, die beginnt, nicht eine endlos noch hinaus gezögerte Minute.
In engen Kehlen dreht sich das Schweigen um sich selbst. Ast trocken. Bis atemlos die Jagd beginnt.
Being a good girl - always tried – and never was. There ain't no sunshine when he's gone. Having the sun right in my eyes. Clues are when clashes strictly are right by my side.
Ich spüre noch den Sand vom Spielplatz zwischen meinen Zähnen, wie den Zorn, der in mir war, als alles weit, weit weg mir schien.
Imposed eternity below your feet. I meant to be it all.
Halbseiden soll ich für dich sein, du Wicht, vollseiden wäre giftig.
They hold those truths to be self-evident: that all girls are subdued by equal means; that it's the right of every eager man to punish her und institute a government of good and bad.
Ich sitze Weihnachten nicht unter deinem Baum. Mein Puls ist nicht die Folge deiner Macht. Ich krieche nicht durch Schnee, den du nicht hast versäumt, davon zu fegen. Ich tanze stets für meine Pracht.
We all are true, we all are stoned. I am the one that you don't own. I may be beggar, lame and tame. I am the one who gets the fame.
Ich kann die Adern zucken sehen, das Leben in dir sehe ich. Doch kann ich deine Wege niemals gehen. Nur angenähert atme ich.
Those will be bad who counts the score. Those may be good, who knows for sure. Just gaining rubbish, not a sign of ore.
Und manchmal, wenn der Tag sich schließt, dann ist mir so, als kröche Glück herbei.
I want a lover, not a priest! Doch was auch immer, stets, ja, stest, das sei!
Es fragt sich, ob die Kraft, mit der die Hand, die fest auf deiner Haut aufprallt, was immer ein Geräusch ergibt, als fielen Gänse in die Brühe, gewandelt werden könnte, sagen wir: in Reue, oder auch, zur Weihnachtszeit zumal, in feierliches Angedenken, Andacht und Schweigsamkeit, und eine stille Ruhe, die beinah Besinnlichkeit erklingen ließe. Fragt sich. Jedoch: gefragt ist nicht gesagt! Und bis mir irgend jemand zweifelsfrei das Gegenteil benannte, bekannte ich mich eineindeutig zu dem Theorem, daß diese Kraft, auf meinen Leib, und sei es auch nur exemplarisch, angewendet, Schmerz mir machte. Zugegeben. Nur ein Beispiel, nur ein Fall. Das dürre Huhn gibt wenig Suppe, der Knochen sättigt niemand nicht. Kraft ist stets fern, und ist sie bei dir, erleidest du sie bloß, niemals Triumph, kein Staat zu machen ist mit ihr! Ergo - der Schluß: Kraft schadet meist. Und in der Tat, sie ist verzweifelt nur zum Lachen, die Kraft, die gerne Stärke heißt, von der du aber immer schon das Gegenteil ganz sicher weißt.
Stärke, ach, das wäre etwas ganz unerhört sehr anderes. Nur Kraft, das ist das sicher nicht. Das ist zu wenig, nur ein Zaudern, ein zahmes Zurren an den Zaumzeug, das den Zossen handweich macht. Einmal da wäre mehr gefordert, mehr verlangt, etwas, das zählt, wo and're flüstern, ein Ton der aushält, Nacht für Nacht. Ich wünschte mir die Kraft aus tausend solcher Kehlen, und den Verstand, der alle zähmt, gleich mit dazu. Das wäre Kraft, das wäre Klang, und ein Gesang, und noch viel mehr. Und wär's das nicht, dann bräucht' es mehr, als was es wär, denn was es ist, wär' nur der Ton, der jenen Klang erahnen ließe so, als wäre er gleich um mich schon, und ist doch nicht, ist nicht um mich, ist abgeschlafft, ist schwach und dünn, ist matt und fahl, ist ohne Sinn. Auf keinen Fall wäre das Kraft!
Ich bin den langen Weg gegangen, der hat an deinen Augen, deinen weichen Lippen angefangen, sie waren beide mir ein Licht an einer schwarzen Küste, arg zerklüftet, steinig, ausgedehnt und schön. Ich fühlte deine Haut, ich wiegte mich als sanfte Dünung gegen leeren Strand, in jedem Augenblick der Sehnsucht brach sich unser Wünschen an den Grenzen unseres Seins. Ich bin zu dir gekommen, mit der Zunge habe ich, mit meinen Fingerspitzen wahrgenommen, wie du seist und wie du, brächte ich Geduld nur auf, mir werden könntest. Ich hab' aus deinen Fenstern in den Tag geschaut. Ich habe dir den Rücken zuzudrehen mich getraut, auch wenn die Angst ihn leise zittern ließ. Ich kann dich spüren, rund herum, und dein Verführen ist wie meins, wir sind einander eingeschrieben, angeschmiegt, ich schmeckte, wie du meiner wurdest, tropfenweise, zahm.
Ich bin nicht, was du siehst in mir, bin nicht, was du dir weißt. Ich bin nicht, was du willst von mir, was du zu schnell nach mir hin schmeißt. Ich bin nicht Wand für deine Schreie, nicht Pfad für deinen Gang. Ich bin nicht Glied in deiner Reihe, nicht Limes deinem langen Drang. Ich bin nicht gut, nicht weiss, nicht edel. Ich bin nicht besser, nicht befreit. Ich bin für deine Songs nicht jener Pegel, der alle Peaks in sich vereint. Ich bin weit fort, im Eis das Klirren. Ich bin das Ferne und die Schuld. Ich bin dein Bangen und dein Wirren, ich bin der Grenzwert der Geduld. Ich, sage ich, und sag' es wieder, ich bin die Summe meiner Glieder, ich bin das, was nie eine And're ist. Ich bin die Eine, immer wieder, ich bin nur das, was du mir bist.
Abends, wenn die Sonne nur noch streichelt, nicht mehr peitscht, wenn all die feinen Härchen dir im Nacken ganz leicht aufstehen, wenn du bloß denkst an das, was dir dein Leben lang gefehlt.
Am Nachmittag, wenn deine Adern kräftig sind, und deine Haut fest wie ein Panzer, jede Pore schießt auf den, der dich bestürmt.
Mittags, wenn alles hart ist, nüchtern, blass, das grelle Licht der Klarheit schwindelt doch.
Am Morgen, Müdigkeit ist noch, ein langes Zögern, Zweifeln.
Der Stein ist kühl, glatt, hart, die Risse sind zu spüren, mein Fuß ertastet sich den Weg. Das Licht, zerschnitten von den Läden, verwittert, Farbe blättert ab, das Holz ermüdet, die Angeln rot vom Rost der vielen Zeit.
Wie einfach alles hier doch ist, ein weiter Tisch, die Stühle, fest und steil, der Herd, so groß, so schwer. Die Wände weiß getüncht, ein schwarzer Schrank, Geschirr, Bestecke, Tücher, Gläser. Der Ausguß nur ein ausgehöhlter Stein, kein warmes Wasser, kaum ein Licht.
Und dennoch bin ich gerne hier, die alte Frau, die kocht, den Tisch darf ich ihr decken, laufe flink um ihn herum, die weißen Teller in der Hand, ich hole, was sie braucht, plappere stolz laut alle Worte, die sie nennt, wohl keine Hilfe, aber gern gesehen. Fanciulla, bambina, ich wiege mich in jedem Wort, das ich versteh, noch mehr, erst recht, wenn nicht.
Einmal hockte ich mich neben sie, sie stand am Ausguß, spülte, ich zog den Kasten neben die Gestalt, setzte mich hin, legte den Kopf an ihre Hüften, ein kleiner Wurm, noch Erde im Gesicht und an den Knien, sie hielt ganz still und sah auf mich herunter, ein altes, hartes, müdes Angesicht mit dunklen Augen, trocknete die Hände, und fuhr mir durch die Haare, unendlich schmerzhaft sanft.
Ich tauche meine Füße gerne in den Schädelbach, sein Fingerfluß strömt meine Schläfen wie ein kühler Kuß eines Geliebten rein hinab und zeigt mir mit der Mündung seine Richtung.
Meine bleibt verschlossen wie der Mund der Ungeliebten, wenn das Wissen sie ereilt.
Ich prüfe mit dem Stundenblick das Zeitenschloß, sein Brückengeld liegt mir im Magen, reißt Lücken in die Wände für die Ewigkeit, die meinen Seiten jeden Ausblick nimmt.
Ich singe nur für mich. Ich flüstere. Der Zungenstrom verzweigt sich unterwegs. Ein kleines Stück vom Großen verkürzt die Wartezeit. Und bleibt.
Vom alten Windkraftwerk am Hang hinauf zum Katerberg schwingt mir das Dröhnen der Rotoren in den Ohren, und das Winseln, das die marode Einspritzpumpe seines Diesels von sich gab, wenn er im fünften Gang den steilen Weg entlang der ausgebrannten Trafohäuser nahm.
Dann war er stolz auf seine Welt, die hellen Augen, und auch mir gefällt noch jeder Schimmer von den mächtig im Osten durch die Sonne gelb getünchten Hallen, aus deren Stahlskeletten Drähte in den Himmel zeigten, dessen weicher Bauch doch am Ende alles nieder warf.
Ich höre wieder Blech auf Asphalt schrappen, naß war der, mein Fuß versank bis an den Knöchel im Zementstaub, und wir lachten los, wir dachten beide nur an uns, sein Hemd hing aus der Hose, denn meine Hand hatte die Knöpfe noch im Wagen schnell geöffnet für den ersten Kuss.
Ich schaute auf die Lasche seines Gürtels, die wie die Zunge einer lauernden Eidechse vor seinem Schoß verwegen wippte. Ich rieb sie, zwischen Daumen, Zeigefingern, die Beine bloß vom Windstoß eines Schleppers, aus dem Fenster rief uns der Fahrer Zoten zu.
Ich schmecke wieder seine Lippen, die Majonnaise aus dem Döner bei der stillgelegten Molkerei, wir zwei die einzigen, der Junge oben in dem Wagen einsam, wir nicht, wir aßen, zahlten, sprangen in die Sitze, und horchten, bis der Anlasser sein Spiel gewann.
Jetzt steht kaum noch etwas dort. Ein paar Reihen in dem Weiß der Industriegebäude von der Stange, brauner Rasen da, wo der Beton gewichen ist. Wo nicht, wächst namenlos Gebüsch aus jeder Ritze, dringt ans Kupferlicht, so schöne Farben, dünn wie Haut, damals, für uns.
Nur ein gestammelter Parameter, kaum angedeutet, angenähert, ein enges Intervall, vermutet und umrissen, aus beinah' nichts extrapoliert, geschätzt, geprüft, verworfen, nachgebessert, robust nach allen Seiten verfahrenstreu zertifiziert.
Auf weißer Haut liegt bleiche Ewigkeit.
Marschieren in Kolonnen. Der Störfaktor bedient den Wunsch nach Fehler, nach Lebendigkeit. Residuen, ein farbenmattes Rauschen. Am Pegel zeigt sich, was Frequenz verbirgt. Die Phase leicht verschoben, Impuls und Spin vertauscht, ins Rote hin und siebenfach die Eins.
Es bleiben immer Schatten auf der Netzhaut.
An Metrik zweifelnd, zählt herunter, was die Furcht numerisch schlank vergaß. Die ganzen Zahlen halten singulär in ihren festen Reihen aus. Axiome tragen, Stetigkeit vorausgesetzt, den Raum. Die achte Eins verdirbt den Spaß.
Am frühen Nachmittag, der Staub kam aus Osten, erwischten sie ihn. Ein Satter! Bewegung wie Gleiten, dünn, schwach, so schnell schied er hin, daß seine Augen noch glänzten, und seine Haut noch straff schien.
Ich hörte ihr Schreien, ich hörte nicht d'rauf. Ich mag es nicht leiden, das Bersten der Knochen, das Zerren und Reißen. letzter Laut, und die Hast.
Wir schliefen nicht gut. Niemand fragte warum. Am Fuße der Treppe saß ein einsamer Gast.
Ich zitterte leicht. Wind war und ein Flüstern. Es raschelte oft. Ich träume zu häufig, zu vieles erhofft.
Am Morgen ist Sammeln, jeder Fuß scharrt im Dreck. Wir zählen die Stunden, und die Zeit geht nicht weg. Sie machten viel Lärm, ihr Triumph fast perfekt. Nur vorsichtig wurden die Hälse gereckt.
Sehr bleich kam die Sonne am Rande der Welt in die Höhe gekrochen. Ich denke nicht mehr. Bin zu müde, zu schwer. Meine Hände durchstoßen. Bloß Feder im Teer.
Nur im Finsterwald wohnen, Doubletten im Schacht. Fast Makulatur. Das Rosenöl kocht. Atomkraft und Gold, und weichwarme Arme, der Mißgunst geopfert. Ich stöhne dem Morgen das Licht aus dem Mund. Ein jeder für sich, ich bin schön und gesund. Almabtrieb. Neid. Stardust, der Ozean ist. Tief unten sind Wolken, dawischen ist nichts.
Immer brav korrelieren, für Kausalität, das Zweifeln vermählt sich dem Telos zuletzt. Stark sind die Hosen, die Stirn, ein prächtiger Bart. Als Lob eines Zentrums der Maske vernarrt.
Troubadour, Zögerkrieger, mein ältester Freund, zwischendurch, und entlang, mißliebiger Anfang beschönigt Dein Tun. Du Runen gut Lesender, Du Rudel, Du Rotte, Du Bündel, das Heu! Winters eifrig Frierender - das Eis macht dich neu!
Und am Ende ist Wohlsein, ein Ameisenheer. Ich verspreche Gehorsam, viel Geld, und noch mehr!
Ihm gefiel, wie ich saß. Wie ich die Brille absetzte, wie ich Mandelkuchen aufaß. Beim Treppensteigen nicht hetzte. Und meine Haut sei so blaß, als ob viel mich verletzte. Er mochte mein Grinsen, wenn mir Kluges einfiel, und er tat gerne hin seh'n, weil mein Reden hätte Stil, mein Schweigen und Linsen.
Dabei lachte er gerne, und ich lache gern mit, und er sagte, ich wär 'ne Bildhübsche und nett, so aus der Ferne. Ach, das schmeichelte mir, warum sollte es nicht, ich lebe im Hier, darauf bin ich erpicht, eine Lanze dem Wir, nur Zusammen ist Licht!
Er war gar nicht schlecht.
Er stand zu dicht bei mir.
Wie ein Tal in den Bergen, Erholung am Hang, nie wird was d'raus werden, d'rum ist mir nicht bang, inmitten der Herden zieht er nur am Strang, an dem alle schon ziehen, und ist glücklich dabei, weil ihm Kräfte verliehen sind, die mir einerlei sind, ihm nicht, wie mir schien.
Mehr Raum wäre schön. Ich kann and're Leute von fern besser seh'n. Aus der Nähe bereute ich schon bald meine Weh'n, die doch jedermann scheute, der für sich bleiben kann, bequem Liegen im Steh'n, wildes Lügen statt Flehen, und Klappern alsdann.
Kalt, das war es sehr in Deinen Hallen, es zischte Luft als weiße Fahne neben uns aus blauem Stahl, ein Grinsen matt von Silber, und Schwere wie von Ungefähr.
Du sahst kaum hin zu dem Display. Ich konnte deine Adern ahnen, die Kompetenz des Regulären, der glatte Stoff straff über Haut, von Weitem war ein Laut zu hören, ein Donnern, Dröhnen, unbekannt.
Wie leicht fiel dir, mich zu verwirren. Ich fror, und fremd war mir, und Angst. Ich sah nicht einen von den Sternen, nur weißes Licht und Eis und Rauch. Der Boden unter meinen Füßen bog sich wie ein weiter Trog dahin.
Ich wollte weinen, wollte schlafen, das Summen der Maschinen ließ mich nicht.
Vor uns stand wartend wie ein Drachen ein Wurm aus Aluminium und Kraft. Aus seinen Kiemen kämpfte sich ein wenig warme Luft ins Freie, verschwand wie kaum gesehen schon im Dunkel, gegen das kein Licht ankam.
Ich fühlte nach der Hand, ich stand und ging nicht weiter, tastete, als würde, wenn du mich berührtest, alles um mich her sich bessern. Nichts geschah. Ein rotes Glühen kam zu mir von der Seite her, ich schrie.
Du gabst mir fast ein Lächeln. Mit deinen Fingern auf der Tastatur, und deine Augen blickten mild, die weiße Stirn, das dünne Haar, mir war, als wäre mehr in dir als nur ein Mann am Ende seiner Schicht.
Ich stolperte, als ich zum ersten Mal die Differenz der Schwerkraft spürte, stumm. Der Wagen glitt über Frost und Kabelstränge wie ein Cherubin mit seiner noch voll Hoffnung pochenden, doch schon verloren, nur das Wissen weiter vor sich hin geschobenen Fracht dahin. Das Leder seiner Sitze schmatzte satt.
Und über mir war Flackern bunter Lichter, Musik, und Stimmen, Schatten, Schritte, metallisch scharf war der Geruch von Sterben hinter allem, von Tod am Ende eines langen Tages, Frost, von Starre in den glasig dünnen Wänden.
Ich stieg die Treppe hoch, wohl ein Defekt, der sie bewegungslos beließ, daß ich mit einem Fuß dem anderen folgend, zum Licht aufstieg. Es roch nach Fleisch. Es roch nach Schweiß und wilden Körpern, nach Öl und Haut, die sich gesehen weiß.
Ich drehte meine Finger umeinander, und meine Beine blieben schwach, ich war nicht ich.
Blau schimmerte ein Strahler über gelber, breit sich gegen mich erhebender Begrenzung, und schrieb mir einen Text ins Auge, dessen Sinn ich nicht verstand. Ich sah, ich schaute nach den krummen Rücken, dem Pelz, Handschuhen, Stiefeln, Stoff.
Ich fühlte mich hier nicht willkommen. Man äugte zu mir her, wie zu dem Gast, den keiner will, und keiner wird ihn nehmen, und seine Lippen bleiben stumm, das Kinn hart kämpferisch gereckt, doch nichts nimmt ihm die Fehde auf, alles verpufft!
Der Boden zitterte, ein dumpfer Leib aus weißer, sich geschmeidig jeder seiner Bahnen gebender, sich dehnender, sich streckender, dann wieder schlafend träumender - Haut, Hülle, Panzer, Schutz und Schild.
Und einsam war ich, winzig, lose. Um mich herum die Welt war mir zu groß.
Wie liebe ich den Lebemann, mal einer, der mich lieben kann, im Leben und nicht irgendwann. Vom Tod spricht nur, wer lebt. Es giert nur, wer sich sehnt. Das kühne, scharfe Trachten, der Hunger und der Mangel, wie gleich sie alles machten. Der Reichtum machte klug. Wahrhaftigkeit Betrug, das Licht wirft Schatten, die Liebe Haß und Leben – Tod. Darum geb' ich dem Lebemann, was ich dem Leben geben kann, und lache meine Tränen wie Kerzenlicht ins Abendrot. Ich liebe nur den Lebemann, weil der mir alles geben kann, und nehmen tu ich's obendrein. Das soll mir Leben sein, und Leben - das tut gut!
Der war wacker, der den wilden Wein weg wedelte, wintertags. Wir waren willens, weiter zu ignorieren, was das Laub an Wildwuchs uns zumuten würde. Der wackere Mann war davor, gottseidank! Man murmelte, frau lächelte, ein einig Land. Am Horizont querten Cruise Missiles die Formation wütender Krähen, ein unnützes Volk. Man und Frau schauten einander. Als die Nachricht eintraf, und das Piano auf sang. Ein gottsanfter Ton, anbetend, weil der Wein endlich weg war, und nun Winter begann.
Unter dem Sand ist das Pflaster, sie fegen ihn weg mit den riesigen Wagen, die Bürsten aus Stahl. Ein Morgen, so kalt wie die Sonne. Glasfaser erhellt!
In der Steppe die Ketten, sie glitzern nach Gold, mit den blutigen Händen im Dickicht gesucht. Ein Tag wie der Staub auf den Meeren. Satellitenempfang!
Am Ausgang steht Schuld, selbst unmündig gemacht. Mit den Tasten gehämmert wird Wasser zu Wort. Eine Nacht, in der Katzen entspringen. Es siegt Alamo!
Im Schritt mit der Zunge den Rand naß geleckt, kontradiktorisch, ganz egalitär. Ein Atmen am Ende. Der Blick android!
Flußaufwärts! Pioniere! Wenn Flut ist, geht heim! Der Beelze belebt den flennenden Bub.
Der junge Morgen hatte sich lange nicht entschließen können, was er mit seinem Quantum Tageslicht anfangen sollte. Gegen Westen kroch der verschwommene Nachthimmel nur zögerlich davon. Direkt über ihr mischten sich ein paar erste, freundliche Aufhellungen ins triste Grau, und aus Osten drängte sich golden schimmernd ein breiter Lichtstreifen mit wild gezacktem Rand heran. Wie ein riesiger, brennender Kamm kam er ihr vor, der allen Mist der Nacht aus dem Tag hinaus schieben und nur reine, stahlblaue Leere übrig lassen würde. Dazu passend faßte ein kühler Wind nach ihrem Rücken und beschleunigte ihre Schritte. Max rannte ohnehin, von seiner Wut beflügelt, wie ein Sprinter immer einen halben Schritt vor ihr her. Es war sehr knapp geworden, zu knapp mittlerweile. Das Auto... [weiterlesen]
An der Küste eines lang gestreckten, nach unten zu recht mächtig breit werdenden Sees
At the shore of one long laid out lake that broadened itself very much at the bottom
(Unten, das wäre etwa da, wo der Tisch dann endet, auf dem der aufgeschlagene Atlant - der Atlas? - ruht, in welchem, klar, der See nicht wirklich liegt, nur seine Form - ein Ausschnitt, um genau zu sein - in Draufsicht gut zu sehen ist, so wie ein Vogel ihn mit seinen scharfen Äuglein sähe, flöge er hoch über ihn hinweg, was so ein Vogel aber niemals täte, sie flögen alle um den See herum, weil andernfalls und würden sie dann müde, sie in den See hinunter fielen statt an sein Ufer, wo es Nistplatz mehr als genug für alle gibt, den sie nur früh genug aufsuchen müssten, wenn sie spürten, daß sie müde werden könnten, oder schwach)
(bottom, that would be where the table will end on which the wide spread atlas - the book - is resting, in which, of course, the lake actually doesn't dwell, but its shape - a piece of it, to be real precise - is easy to be seen by topview, like a beady-eyed bird would catch sight of it if it flew right across it high up in the air, something a bird nearly ever would do, all birds would fly well around that lake because if not and in case they got tired they would plunge into the water and not onto the strand where there is more than enough room for nesting which they just had to be heading for early if they sensed they might get tired or weak)
befindet sich
there is
(Nicht direkt am Ufer, sondern ein wenig schon von ihm entfernt, es geht dort leicht und sanft die Berge hoch, die um den See herum gelegen seinen Hals sehr eng zusammen pferchend - wo der Tisch am Rande oben des Atlanten endet - so schwer dir auf der Welt zu lasten scheinen, daß du gern glaubst, ein wilder Gletscher aus der Vorzeit habe ihn, ein frecher, plumper Gärtner, der eine Furche übermütig durch den weichen Mutterboden zog, direkt in das Gestein der Berge tief hinein gebohrt, rasch einer Laune folgend, wie ein Kind, die Erde war noch jung)
(not exactly at the strand, but a little bit away from it, the banks are ascending slightly up into the hills around there which surrounding the lake and throttling its neck very tight - just where the desk ends at the atlas' top margin - seem to last that heavy onto this world that you like to believe a wild glacier out of prehistoric times, a naughty crude gardener who has jauntily cutted a furrow through soft mould, has drilled it deep out of the rocks of the mountains, obeyeing some swift fancy like a child, earth still was young, then)
ein Haus inmitten eines Gartens, und aus dem Haus schaust du
a house amidst a garden and out of the house you do look
(Nur wenn nicht gar zu viele von den Bäumen, die unterhalb des Hauses in dem Garten stehen, zu hoch gewachsen sind, versteht sich, man pflanzt seit kurzem dort jetzt Bäume an, die sehr hoch wachsen, doch früher waren es stets Bäume, die niedrig nur aufragen würden, wenn sie einmal ins Alter kämen, wo Bäume nach dem Himmel greifen, und über die hinweg der Blick frei schweifen sollte, er ist sehr schön, der Blick)
(only if not too many of the trees that are standing in the garden beneath the house have grown up too high, of course, lately they are planting trees around there that will grow very tall but in earlier times there had always been trees that would only grow low when coming of age trees will fetch for the skies and above which the eye should be able to sweep freely out, a very nice look it is, indeed)
auf deinen See hinaus,
across your lake
(Der deiner gar nicht ist, du denkst es nur, weil du ihm angehörst)
(that actually isn't yours, you just think it is because you feel you are)
er liegt da unten, ruhig und gelassen, du störst ihn selten, wenn du ihn dir, zumeist sehr stumm, im Licht beschaust.
it is lying there steady and calm you rarely bother it if watching it, mostly mute, when well lighted.
Auch er stört dich niemals. Und Tag ist dort für immer.
It never doesn't bother you too. And there day lasts for ever.
Die Menschen haben die Steine eng aneinander gepackt. Haben sie aufgeschichtet, die Zwischenräume verschmiert und sie zu schmalen, hohen Wänden, zu Mauern gemacht, oder verteilt zu flachen Ebenen, Wellen aus Pflaster, auf sich bäumendem Grund dicht versammelt.
Jemand anderes hat all die Felsen hierher geworfen, aufgetürmt, sie ins Wasser hinab stürzen lassen, als würde es ihm nie mangeln an mehr und noch mehr Gestein, das er hinterher werfen könnte, wenn nicht reicht, was er die Hänge bereits hinunter warf im Übermut.
Die Menschen haben die Pfade gebahnt, sind sie gegangen, wieder und wieder. Sind den Tieren gefolgt. Haben sie imitiert. Haben das Gras nieder getreten und ringsum die Zweige von den Büschen gerissen und das Holz der Bäume gehackt und die Knochen der Erde ins Freie gezerrt.
Ein ganz anderer Fuß hat die Schluchten gestampft, tief in das Herz dieser Welt, oben zwischen den Gipfeln und unten, wo die Sonne nicht reicht, das Dunkel zu erschrecken am Morgen, wenn der Lehm unter den Wurzeln noch feucht ist wie die Luft, die darüber schwebt.
Die Menschen haben die Laute gefunden, die von einem zum anderen springen, die innerhalb der Mauern schrillen, die auf den Plätzen prasseln, und dann in den Ecken verstummen und in der Nacht leise wispern von einem wilderen Klang.
Ein ganz anderer Ton liegt über all dem. Er schweigt. Seine Stimme ist einsam. Seine Silben sind eins. Seine Spur führt zurück. Sein Echo ist still. Ein Tanz, dessen Ziel erst versiegt, wenn der Fuß ihn beschließt.
Da meine Fahrkünste nicht anderweitig gebraucht wurden, nahm ich am Ende Henk statt meines ursprünglich vorgesehenen Fahrgastes mit nach Hause. Wir waren schließlich in einem gewissen Sinne Schicksalsgenossen. Seine Verführungskünste lagen brach wie meine. Mit dem feinen Unterschied, daß das Objekt der seinen entschwunden war, nachdem es meine in gewisser Weise überhaupt erst angestachelt hatte. Was ich heute im Nachhinein deutlich sehen kann, aber an jenem Sommerabend vor - wie es mir jetzt vorkommt - einer Millionen Jahren natürlich auf keinen Fall wahrhaben wollte. Zuerst dachte ich daran, Henk rasch bei sich abzusetzen und dann alleine weiter zu mir nach Hause zu fahren, um mir dort in aller Ruhe Leid zu tun oder mein Zimmer aufzuräumen oder eine andere gute Tat... [weiterlesen]
It is a bright and sounding day I lay under the leaves the apple trees give to my pleasure not a measure to the joy I feel the one beloved the one adored I swear I've never felt another way.
Wenn ich der Sonne unterliege mich weich und schattig wiege in dem Laub der Apfelbäume und ich träume von der Freude die Geliebte die Gewollte schwöre ich niemals hab ich was anderes gewollt.
Wir sind noch nicht zwei ganze Tage hier, aber die Zeit kommt mir vor wie eine bis zum Platzen prall gefüllte Ewigkeit. Erst heute kommen wir dazu, uns alles anzuschauen, was es an Einrichtung hier gibt. Hinter dem Haus hat es einen kleinen Verschlag, den ich überhaupt noch nicht wahr genommen haben. Jetzt gucke ich beim Aufräumen neugierig hinein und finde darin neben allerlei Gerümpel vier sehr solide aussehende Klappstühle mit Sitzen aus Holzlatten und einen dazu passenden, runden Tisch. In einer Ecke lehnt ein bunter Sonnenschirm, der mir riesig groß und ausgesprochen unhandlich vorkommt. Aber gegen die nachmittägliche Sonne womöglich gut helfen könnte. Ich zerre dran und er rührt sich kaum. Männerarbeit, sage ich mir mit einem Augenzwinkern, und pfeife Henk... [weiterlesen]
Ich wäre so gern bunt! Dann würden ihre Lippen zucken, die braunen Augen bögen sich entlang der Nasenspitze, wo ein kleiner, roter Spritzer frech aus Weiß aufschaut.
Ich wäre auch gern laut! Dann würden ihr Ohren horchen, die klugen Augen schauten zu, was ich zu rufen hätte, mitten in den Lärm der Worte, Gischt in ihrem Haar.
Ich wäre ihr gern nah! Dann würden ihre Finger fliegen, die sanften Augen glitten an den Händen hin, mit denen ich auf ihren Wangen riebe, daß ihr Blut sich freut.
Wie es mich reut, das eine nicht und nicht das andere zu sein.
Der Tulpenmann hat seine Stulpen unter die Hacken eingeklappt, aus seinem Stiefel schwappt der messerscharfe Regen.
Der Brotbefeuchter leuchtet in den Ofen mit der Lampe tief hinein. Im Teig gärt Furcht. Der Linguist erzählt, korrekt, doch keiner hört ihm zu.
Die Frau am Nebentisch heißt Miriam, ein herzensguter Mensch, sie trägt verbissen ihre Stiefel ein, die sie ganz unwiderstehlich machen.
Gleich vorn am Eingang sitzt ein Mensch, der Steffen heißt, harmlos, sei denn, man läßt ihn nicht in seiner Welt, dort tötet er die Gegner stumm im Geiste.
Die Drogerie liegt gegenüber, macht sicherlich in Kürze zu, das Mädchen an der Kasse, hübsch, es findet sich ganz sicher einer, und sie will, sie würde gerne.
Das Streichholzwunder an der Theke trinkt nur Tee, das erste Bier verfällt. Am Tresen tut das Knie mir weh. Der Arbeiter bewacht sein Glas, zählt Stunden, lächelt auch, um seinen Arm ein Tuch gebunden, und unten dran ein strammer Bauch voll Wunden.
Im Handyshop ist Anzugzwang, das sieht seriöser aus, der Kundenstamm trägt Wintertracht, er schwitzt im Sommer bös, im Frühjahr sind Tarife.
Ein Teufel kreist um den Altar, es dröhnt die Hupe seiner Macht durchs Kirchenschiff, der Glaube leiht ihm Kerosin für seinen Unheilsgleiter.
Ich hatte meine Liebe hier suchte nach Platz zu stehen, fiel die Treppe hoch zur Kanzel, wo herunter sah ein strenger Blick, Gebet spendet mir Gnade, Vergebung gibt der Gottesdienst.
Ich will nicht jede Woche sterben.
Ich häufe nähere Bestimmungen auf vage Sehnsucht hin, verschraube meine Ängste mit dem Glück. Kein Tropenhelm hilft gegen Sturm.
Das Ganze ist kaum nur ein Stück. Das Waldhorn schlägt die Orgel.
Komm, laß uns spielen, Sohn. Du lachst und ich bin glücklich. Ich küsse jeden Spann auf deinen Füßen beuge mich für dich der Nacken weiß und zart.
Komm, laß uns träumen, Sohn. Du zeigst und ich kann sehen. Ich schildere die Welt mit meinen Worten spreize mich für dich die Stirn ist bleich und hart.
Komm, laß uns tanzen, Sohn. Du führst und ich bin biegsam. Ich folge deiner Spur durch alle Räume schmiege mich an dich die Kehle straff gespannt.
Komm, laß uns lieben, Sohn. Du drängst und ich bin willig. Ich nehme deinen Saft aus deiner Mitte winde mich für dich die Glieder heiß bewehrt.
Komm in mein Zelt, du Fremder. Ich sterbe, wenn du gehst.
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