| Vor deiner Tür | → Heimspiele → Songs |
Vor deiner Tür beginnen Felder vor deinem Fenster liegt das Land das Licht malt oben in den Himmel der gerne lächelt, wenn er kann Wind läßt die Bäume freundlich winken aus Angst mehr zittert das Gebüsch Staub wandert hin durch alle Furchen das Gras zischelt sein Kauderwelsch Motoren treiben sich herum hart mischen sie zur Stille Lärm es riecht mal viel, mal weniger nach Fäulnis oder Tod. Du gehst oft diese Wege, und dann bleibt der Horizont dir fern. |
#1201 of 1729 [Backlink] Posted at Sunday 26.08.2007 11:55 © by SuMuze
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| Heiliges Wochenende | → Heimspiele → Songs |
Ich reibe mir Verstand rund ums Gesäß und Coolness zwischen meine Lippen ich spanne harte Heels mir unter und spitze meine schmale Front ich streiche Lack entlang der Schenkel und schnalle Power vor den Schoß ich weine nachts wenn keiner schaut ich horche wie es in der Kehle tickt ich liege heulend vor dem Klo und stecke meine Finger rein - mein Körper pendelt zur Musik und meine Augen scannen quick ich bin belegt - spätestens ab Zwei. |
#1202 of 1729 [Backlink] Posted at Saturday 25.08.2007 21:40 © by SuMuze
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| 90° Misslaunigkeit | → Heimspiele → Songs |
Bin wieder müde Schlaf der meidet mich helfe dem Tag beim heller Werden und meiner Laune aus dem Bett bei 90° im Ofen back ich mir Leben neu auf's Brot nachtweicher Leib werfe mir Zorn in den Kaffee und schnappe nach dem Hund |
#1203 of 1729 [Backlink] Posted at Saturday 25.08.2007 15:45 © by SuMuze
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| Sonnenstrahlen abends | → Sommer → Songs |
Sie liegen auf den weichen für lau jetzt Sonnenstrahlen und warten auf wer weiß die Müdigkeit der Nacht ein Junge küßt ein Mädchen schweißnaß ihr Haar die Hand in ihrem Rock fast alle schauen fort so weiß das Fleisch nur einer lacht auch ich schau hin und würde er mich fragen ich säße da wie sie und schweißnaß wär mein Haar |
#1204 of 1729 [Backlink] Posted at Saturday 25.08.2007 12:29 © by SuMuze
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| Mittlerer Liebeskummer | → Innereien → Songs |
Das ist zu einfach und zu schwer - mein Herz rennt wütend gegen an - ich drehe mich verstört im Kreis trenne mir Licht von Dunkel nicht verliere Fäden aus der Hand spiele mir Schmerz und Abgesang ich drohe kraftlos ohne Faust gleite hinaus im Morgenlicht - Gülle schwappt schwer auf hartes Feld verpestet alles, mich und dich - ich krieche winzig klein verstohlen unter diese Welt |
#1205 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 24.08.2007 22:33 © by SuMuze
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| Kleiner Liebeskummer | → Liebe usw. → Songs |
Wenn ich den Worten, die nie kommen erlaube, tief in meinem Bauch zu sein - da graben sie und mauern als schüfen sie den Zikurrat - wenn ich den Worten das erlaube und meinen Traum an dich vergeb' dann zittern meine Lippen - wie ich dich hassen werde - und meine Bleichheit kennt kein Maß. |
#1206 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 24.08.2007 22:13 © by SuMuze
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| Non-U-Topic | → Worte → Songs |
Ich spräche gerne ach was ich hörte gerne wie eine sagt wie eine Welt wohl sei die ihr gefiele wo meistens alles gut und selten alles schlecht wie das denn ginge auszuhalten wenn wir uns mal enttäuschten und nicht so wären wie wir sein sollten weil wir nun mal so gar nicht sind und wie wir satt und warm und trocken dann blieben und dennoch froh das hörte ich so gerne mir selbst fällt dazu leider gar nichts ein |
#1207 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 23.08.2007 18:27 © by SuMuze
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| Rüstungen | → Ich → Songs |
Ich trüge gerne Rüstung: die eine für den Geist (das nennt sich wohl Verstand) und eine für's Gemüt (das heißt Erfahrung wohl) und dann vermutlich schwer zu tun auch welche für den Leib damit nichts schmerzt nichts unverhofft inmitten meiner Glieder und meines weichen Leib's auftreffen kann (das nennt sich Stärke, oder?) ja und die Rüstung sollte, wenn es geht nicht zu schwer sein ganz leicht daß niemand nicht von nah und nicht von fern erkennen kann da trüge eine Rüstung ich glaube ginge das dann wär mir wohl ja doch viel wohler wohl. |
#1208 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 23.08.2007 18:15 © by SuMuze
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| Eisenhut | → Spots → Songs |
Mein blau geschwenkter Eisenhut dem schwarzen Licht der Tänzer nur heller Fleck auf Augenhaut Schweiß trocknet mir dein Blumenleib bleich tropft dein Nektar blütennah |
#1209 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 23.08.2007 11:00 © by SuMuze
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| In den Abend | → G96 → Talks |
Als sie sich auf den freien Platz neben ihm setzte, als sie dann merkte, wie er immer mehr sich ihr zu wandte und die anderen ignorierte, als er dann, während allgemeine Auflösung die Runde erfaßte, nicht weg ging, und immer noch um sie herum war, sich umständlich beschäftigte, und dann endlich, als er, nachdem sie fast allein waren und es nicht mehr so auffallen würde, sie ansah, geradewegs, okay, von oben herab, das lag aber an ihrer und seiner Länge - nach all dem blieb ihr doch fast das Herz stehen, als seine Stimme leise und überredend zu ihr herüber drang: "Wollen Sie mich noch ein Stück begleiten?" Ja, diese Frage war nun doch deutlich komplizierter, als auf den ersten Blick ersichtlich. Sie schaute ihn sich... [weiterlesen] |
#1210 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 22.08.2007 21:36 © by SuMuze
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| Atempausen | → Trennungen → Songs |
Du klagst die Ferne an, Liebster, die trenne und dir wie siedend heißes Öl die Seele brenne. Die Sehnsucht, die uns stets zueinander ziehe, sagst du, macht, daß dich alle Klarheit fliehe. Dein Denken treibe ein ums andere Mal dich aus dir selbst und werde selbst so dir zur Qual. Die Gier nach meinen weichen Lippen drohe stets voll Schmerz in Trübsal umzukippen. Du weinst mit süßen Worten voller tiefem Leid, machst mir bei dir bereits den Ort bereit, an dem du, mein Geliebter, ganz für dich allein, fern aller Kälte dieser Zeit mit mir willst sein. Du findest Kleinheit überall in deiner Welt, die eitel nur auf Schnelles, Hartes, Falsches hält. Du träumst mir vor den Traum aus deiner Lust, den du, wie schwer's dir fällt, aufschieben mußt bis du mich mit den Spitzen deiner zarten Finger spürst und mich voll heißer Liebe dann verführst. Du lobst mich in den wärmsten schönsten Farben, den bunten Korb aus meinen reichen Gaben aus dem du dich bedienen wirst, bin ich nur da, in deinem Bett, an deiner Seite - endlich nah.
Auch ich kann's kaum erwarten, Schatz, das Wetter hier ist grausig, für die Katz ist jeder Tag, wir hocken dumm nur da, ach deine Worte bringen dich so nah, und unsere Zimmer sind die reinste Qual, einzig vielleicht der Blick ins Tal, darin erschöpft sich schon die ganze Freud, gestern kaufte ich mir dann das Kleid von dem ich dir die Tage schrieb, dir wird's gefallen, alles Gute, hab dich lieb. |
#1211 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 22.08.2007 17:16 © by SuMuze
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| Ausstieg | → Tod → Songs |
Aus dem glänzenden Schwarz der Limousine stieg das matte Anthrazit des Smokings stieg das gebräunte Weiß der Haut stieg das rostige Braun des Blutes stieg uralter Geruch der nach den Fliegen ruft. |
#1212 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 22.08.2007 10:09 © by SuMuze
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| Küsse Blumen Scham | → Kurze Gefühle → Songs |
Kuss über Kuss: für meine Küsse keine Blumen; für meine Blumen nie ein Kuss; Nur Überdruss: im Blühen bleiben keine Küsse; im Küssen bleibt nur der Verdruss; Kein Blühen gilt: im Kuss verborgen wilde Blumen; bleibst ungeküßt, verblümte Welt. |
#1213 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 22.08.2007 02:16 © by SuMuze
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| Das Püppchen | → Love & Affection → Songs |
Du warst nicht Nummer Eins geblieben - zumindest dir nicht lang genug; der auf dich Folgende hat dich vertrieben - zeitlich versetzt, dennoch Betrug. So spieltet ihr mit meinem Leib euch Bälle zu zum Zeitvertreib. |
#1214 of 1729 [Backlink] Posted at Tuesday 21.08.2007 07:35 © by SuMuze
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| Mein Freund der Dunst | → Tageszeiten → Songs |
Mein Freund der Dunst reibt alles rund verbirgt verspricht und nuschelt nass von Dunkelheit im Unterholz von glatter Rinde Käfertraum und Würmerglück und Moder auch so viel du willst sein langer Kuss kennt Ekel nicht sein Sündentuch ist sanft. |
#1215 of 1729 [Backlink] Posted at Monday 20.08.2007 23:39 © by SuMuze
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| Spot #5 | → Spots → Songs |
Spannst mich zu viel wie eine Mähre vor den Wagen zäum ich dich mir zornig und prompt vom Schwanz her auf gleich hinterher |
#1216 of 1729 [Backlink] Posted at Monday 20.08.2007 23:39 © by SuMuze
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| Reiten (back stage) | → Me → Songs |
Gebiß in deinem Nacken, Atem, der dich antreibt, Gezerr in deinen Flanken, Zwang, der dir Kruppe reibt.
Schmerz beißt in deine Lippen, Nüstern mit Schaum verklebt, Pranken in deinen Rippen, Untier, das auf dir lebt.
Schwer wird dir langer Rücken, Hart wird dir rascher Tritt, wenn allen deinen Blicken der Feind sich nie teilt mit.
Kannst seine Hand ertragen, hast seinen Klang gehört, dein Blick sucht Gras, sucht Wasser, gelassen, du bist Pferd |
#1217 of 1729 [Backlink] Posted at Sunday 19.08.2007 09:50 © by SuMuze
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| Spot #4 | → Spots → Songs |
Satt lag die Hand auf meinem Arm mein Hunger nahm den festen Griff für Speise |
#1218 of 1729 [Backlink] Posted at Saturday 18.08.2007 19:50 © by SuMuze
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| Schönheit | → Schönheit → Songs |
Ich nahm mir Lust heraus aus deinem Blick polierte mir die Kanten auf Heller Pfennig abgesetzt gab ich zurück Haut meine Münze jetzt nur noch Staub wie Puder unter Tränen eiskalte Seide dehnt den Strich im Spitzennest nicht flügge roh nur ausgestellt und bleich |
#1219 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 17.08.2007 19:59 © by SuMuze
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| My Ambiguous Mind | → Me → Songs |
wäre ich dümmer, würden mich die schlauen mehr beeindrucken wäre ich schlauer kränkte mich das nicht so sehr wäre ich jünger hätte ich mehr angst vor der zukunft wäre ich älter kennte ich das nur zu gut wäre ich stolzer gäbe ich das nicht zu wäre ich demütiger machte es mir weniger aus wäre ich eine andere beneidete ich mich |
#1220 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 17.08.2007 18:31 © by SuMuze
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| Spot #3 | → Spots → Songs |
Im Liebesakt zählst du bis drei und ich bin nackt wirst du fertig ich werde weich erreichst du dich während ich flieh gib daß wir treffen uns bei Pi |
#1221 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 17.08.2007 17:31 © by SuMuze
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| Spot #2 | → Spots → Songs |
Wie wünschte ich, die Härte deiner Hand wie ich sie spüre fände sich da wo du ihn spürst deinen Verstand |
#1222 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 17.08.2007 17:10 © by SuMuze
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| Spot #1 | → Spots → Songs |
Das Licht der Bühne ging fremd mit deinen Haaren das stand dir gut du solltest immer fremde Bühne tragen. |
#1223 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 17.08.2007 15:18 © by SuMuze
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| Über dem Meer | → Meer → Talks |
Auf der Veranda, weit oberhalb von da, wo die Wellen gegen Steine und Sand an rannten, saß der alte Mann und verfluchte das Meer. Den blauen Himmel auch, und die Schiffe, die es befuhren. Sogar die junge Frau, die ihm den Kaffee oder ein Glas Wein - am Abend - brachte, verfluchte er, aber nicht so laut wie das Meer. Das brachte ihm nichts ein, nur das dumpfe Trommeln des Wassers, wenn es sich selbst überholte. Und den Geruch nach Fisch und Öl. Den nahm er jedoch nicht mehr wahr, er nahm die Erinnerung daran für die Wahrheit. Wie er das auch mit vielen anderen Dingen machte. Die junge Frau etwa, ihren Namen wußte er nicht, oder gab es doch geschickt vor, ihn nicht zu wissen. Er nannte sie Pia, und sie hörte darauf. Lächelte ihn freundlich an, wenn sie das Tablett mit... [weiterlesen] |
#1224 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 16.08.2007 22:59 © by SuMuze
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| Im Stau | → Alltag → Songs |
Sie steigen zögernd aus, im Stau laufen herum, umkreisen ihre Wagen meiden den Stillstand, handeln schauen nach vorn, selten zurück Ladebordwand, steht auf der Wand die nicht, niemals mehr, weichen will rot-grau (da war doch früher Weiß!) Gegenverkehr rollt gegenan, verhaßt wir schauen gar nicht hin Wut schlägt Autotüren auf und zu Verkehrsfunk wird sehr unbeliebt Wind macht sich Wolken schnell vorwärts, rückwärts, rührt euch, halt Hoffnung faßt aneinander, treibt vorbei zurück zur letzten Ausfahrt, Rettung fette Männer zeigen helle Wäsche hagere Frauen Vorwurf leere Hände suchen unruhig nach der Zeit die Kinder nörgeln gnadenlos auch Polen sind hier unter uns der Stau macht alle gleich. |
#1225 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 16.08.2007 19:49 © by SuMuze
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| Mein Arbeitsplatz | → Arbeiten → Songs |
Dies ist mein Schreibtisch. Ich nehme an ihm zur Arbeit Platz. Dies ist mein Telefon. Ich nehme an ihm Mandantengespräche an. Dies ist mein Schreibblock. Ich schreibe auf ihm Notizen oder 4-letter-words oder male Kringel und Ähnliches. Dies ist mein Computer. Ich schreibe auf ihm Briefe und gebe Mandantendaten oder Termine ein. Dies ist der Bildschirm meines Computers. Ist er dunkel, kann ich mich darin sehen. Ich mag mich oft nicht. Dies sind die Schubladen links unter meinem Schreibtisch. Sie enthalten alles Material, was ich zum Arbeiten brauche. Dies sind die Schubladen rechts unter meinem Schreibtisch. Sie enthalten Hängeordner und ein Telefonbuch und ein Branchenverzeichnis. Das ist meine Kollegin. Wenn ich nicht konzentriert arbeite, kann ich sie anschauen. Ich mag sie meistens. Das ist einer meiner Chefs. Er kommt manchmal herein, um zuzuschauen, wie wir arbeiten. Wenn ich konzentriert arbeite, kann er mich anschauen. Vielleicht mag er mich dann. Das ist unsere Küche. Ich koche oft Kaffee für alle darin. Ich befinde mich auf der zweit-untersten Stufe unserer internen Hierarchie. Nur die Teilzeitkräfte vom Empfang sind noch unter mir. Aber sie kochen schlechteren Kaffee als ich. Das ist einer der Teilzeitkräfte vom Empfang. Er schaut oft herein, wenn wir konzentriert arbeiten. Er schaut mich oder meine Kollegin an. Meine Kollegin ist viel älter als ich. Daher schaut er meistens mich an. Das ist eine Pinnwand. Dort hängt ein Plan der Fluchtwege aus dem Haus heraus und eine Liste mit Notrufnummern. Wer in Urlaub fährt oder krank ist oder aus einem anderen Grund lange fort, schreibt eine Karte, die dann an der Pinnwand aufgehängt wird. Dort hängt auch ein Gedicht von mir. Ich darf es nicht wieder abnehmen. Angeblich, weil es allen gefällt. Das macht mich zur meist gelesenen Lyrikern unseres Viertels. Und eine Karikatur unserer Chefs hängt dort, die unser Notariatsangestellter gezeichnet hat. Er genießt den Schutz des Senioritätsprinzips. Das bedeutet, bevor er fliegt, fliege ich. Deswegen hängt dort auch keine von mir gezeichnete Karikatur. Das ist ein Lieferant. Er hat gute Laune, weil wir seine Rechnungen immer rasch begleichen. Und weil ich stets über seine Witze lache. Meine Kollegin täuscht oft Arbeit vor, wenn er kommt. Er bringt Papier und Toner für die Drucker und Wasser für die Wassermaschine. Bei uns kommt das Wasser aus einem Glasgefäß, das er herauf bringt. Ich weiß nicht warum, niemand konnte es mir bisher erklären. Zum Kaffeekochen verwende ich das einfache Leitungswasser. Das ist das Fenster auf die Straße. Aus dem schaue ich oft hinaus, wenn ich nicht konzentriert arbeiten muß. Die Innenstadt ist sehr alt und sehr schön. Ich würde jedoch auch hinaus schauen, wäre sie neu und häßlich. Gegenüber ist ein Bistro. Dort verbringen wir manchmal unsere Mittagspause. Dann muß ich keinen Kaffee kochen. Der Kaffee dort schmeckt so lala. Aber es sind immer eine Menge angenehmer Leute dort, so daß wir das hinnehmen. Ich schreibe gerne Gedichte im Bistro. Komme aber selten dazu, eines gleich an Ort und Stelle vorzulesen. Das macht mich zur meist ignorierten Lyrikerin des Viertels. Das ist eine meiner Chefinnen. Sie widerspricht gerne meinem Chef. Und der Meinung, Frauen seien die angenehmeren Vorgesetzten. Ihre Diktate aber sind besser zu verstehen als seine. Er raucht zu viel. Aber nicht in der Kanzlei. Hier herrscht striktes Rauchverbot. Wenn ich rauche, habe ich daher stets ein schlechtes Gewissen. Das hätte ich jedoch auch ohne Rauchverbot. Das ist meine Gehaltsabrechnung. Dazu möchte ich hier nicht Stellung nehmen. Das ist ein kleines Stofftier, das mir ein Mandant geschenkt hat. Auch dazu möchte ich nicht Stellung nehmen. Das ist ein Stofftier, das mir die Kollegen zum Einstand geschenkt haben. Es sieht munter aus und häßlicher, als ich denke, daß ich es bin. Daher steht es direkt neben dem Bildschirm, so daß ich vergleichen kann. Wenn mein Bildschirm dunkel ist. Jetzt aber wird er gerade hell, weil ich gleich wieder konzentriert arbeiten muß. Das ist ein Mandant. Er sieht wütend aus. Das ist gut und schlecht. Gut, weil es vermutlich zur Klageerhebung kommt. Schlecht, weil er auch wütend sein wird, wenn er die Honorarforderung liest. Begliche er sie nicht, käme es zu einem weiteren Prozeß. Was auch wiederum gut und schlecht wäre. Insgesamt sind gelassene Mandanten das sicherere Geschäft. Auch wenn sie nicht ganz so einträglich sein mögen. Das ist die Wanduhr. Sie zeigt, daß gleich Feierabend sein wird. Sie ist funkgesteuert. |
#1226 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 16.08.2007 19:36 © by SuMuze
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| In seinem Bett | → Innereien → Songs |
In seinem Bett, ich schiebe Decken auf mir her, die Zehen rutschen zwischen Schlitze, ich zerre, lache, er lacht auch, steht neben mir und schaut, wie ich sein Bett erkunde, die Tasse in der Hand, fern läuft Musik, nicht allzu schön, und über mir, dumpf, fremde Schritte, auch seine waren anders, ich hatte mich verloren, da entlang der Wellen seiner Laken und auf der Weichheit unter mir, erst als er ging, in seine Küche, und ich allein, die Nase tief ins Kissen eingetaucht, die Arme weit gebreitet, all seine Luft auf meiner Haut, mich wieder fand, fast schon vertraut, fast frei, bin ich, zurück, gekommen. |
#1227 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 15.08.2007 17:10 © by SuMuze
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| Im Parkhaus | → Stadt → Songs |
Betongraue Parkhausstufen - will nicht wissen, woher die Flecken - rissig wie die rauhen Wände, der Anstrich des Geländers blättert ab, Abgase steigen auf wie im Kamin, nass quietschen Reifen irgendwo, ich geh nicht weiter, warte. Worauf? Weiß nicht. Hier wartet sich recht gut. Bequem dahingekauert. Langsam vertrauter Raum. Nicht Stille - die wird es nie hier geben, die Stadt, sie lebt für immer - Kalk klebt an meinem Arm, Schweiß, Staub, flach streicht mir fette Luft, warm, eklig feucht quer über Haut und Haar, ich sitze still, als könnte meine Stille mir den Raum aushebeln, das triste Mauerwerk - kann sie natürlich nicht. |
#1228 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 15.08.2007 09:28 © by SuMuze
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| Arbeitswege | → Arbeiten → Songs |
Wir strömen aus dem Zug und atmen Morgen ein der Bahnsteig wie ein Heim, die Unterführung hell und kalt und alle Schritte klingen eilig der gleiche Weg, fast jeden Tag, so langsam wechseln Einzelheiten, als wüchsen sie aus sich fast freut es mich, wenn hinter Scheiben ich begrüßen kann, was neu, und auch, was alt geblieben, was schon da war, den Tag zuvor oder schon lang. Um manches tut's mir Leid ein Bild, ein Kleid, ein wild verwegener Schuh manchmal da schau ich zu, bald wundert's mich sehe ich das Ändern, sehe ich die Puppen tanzen dann merke ich, für nachher, mir das Fenster und grinse leis erfreut, wenn der Nachhauseweg mit Spannung glänzt, ein aufgeregtes Trippeln von Füßen die sich kennen, hier und da ein Blick wir strömen dann zurück und atmen Abend ein. |
#1229 of 1729 [Backlink] Posted at Tuesday 14.08.2007 11:55 © by SuMuze
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| Ein Wir | → Sie → Songs |
Dann schlag ich meine Augen auf um mich nur Wärme Helligkeit und flink bin ich, ich lache noch jedes Haar auf meinem Arm wiegt sich im Wind des Tages wie eingesponnen in ein Netz das um mich ist und doch auch nicht ich greife hin ich schreite aus ich weiß mich zu bewegen auf Steinen tausend Jahre alt mein Was nur eins in Vielen ich weiß mich dort ich schwebe zusammen und im Rudel seh mich noch an der Pforte dort die weißen Holzgebeine und bin schon wieder endlos fort im Traum im Traum ach Kleine |
#1230 of 1729 [Backlink] Posted at Monday 13.08.2007 23:56 © by SuMuze
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| Daisy Love | → Humming → Songs |
His love for daisies frail like dew was solid like a rock Alas! the daisies did'nt stand approaches fierce like his so now he's fond of wood or things akin the daisies won't share in |
#1231 of 1729 [Backlink] Posted at Monday 13.08.2007 22:47 © by SuMuze
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| Verschiedenes abends | → Abend → Songs |
Am Abend bin ich müde was denn sonst doch wenn noch immer Licht da draußen spielt gelb weich und angenehm geh ich hinaus und fühle - am Tag war Arbeit angesagt - ich werfe Stöcker für den Hund und mich ich grüße fremde Menschen ich achte auf den Sonnenstand den Wasserstand die Straße ich lehne an Geländern betrachte Licht auf Wasser ich höre in die Ferne - Mähdrescherdieseldonner - ich grinse wenn die Kids an mir vorüber jagen ich wackel mit den Hüften wenn jemand kommt hallo wie geht's ich rauche mit und rede nicht zu viel um mich herum geht dann der Tag zur Neige gut. |
#1232 of 1729 [Backlink] Posted at Monday 13.08.2007 19:52 © by SuMuze
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| Verschiedenes früh am Morgen | → Morgen → Songs |
Ich sehe früh am Morgen nach dem Hund und lausche auf den Wasserstrahl wenn ich den Wasserkocher fülle. Ich setze mich in meiner Ecke dann zurecht und denke an den Tag und an die Nacht und an mich selbst. Ich kaue langsam trinke träume warte bis auch die Katzen kamen und sich ihr Futter nahmen. Ich freue mich scheint draußen Sonne und atme frische Luft und Kaffeeduft. Ich singe vor mich hin, bin ich allein, und lache manchmal, oder weine schaut doch kein Mensch herein. Ist es dann Zeit, so stell' ich meine Tasse vom Tisch, so soll es sein und gehe fort, zur Arbeit. Ich spüre früh am Morgen neue Luft auf meiner Haut, ganz mein die Luft ist mir vertraut. |
#1233 of 1729 [Backlink] Posted at Monday 13.08.2007 19:51 © by SuMuze
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| Sommerfrische | → B07 → Songs |
Vorbei an vielen Schultern Gesichtern Lippen Augen sucht mein Blick ihren im Wasser paddeln Hunde ich fing ein Blinzeln klatschend sterben Mücken hier so rasch wir waren abgelenkt die Sonne Wolken Lärm beschau mir meine Finger die Knöchel Nägel Lack zu mir gewandt ein Rücken breit Haarstoppeln Nacken voller Ringe sie war so blaß nur kurz zu sehen Schatten auf Sand und hastendes Gedränge sie schaute her Kindergeschrei auf Wasser springt über das Geländer er jetzt neben ihr und ihre Augen lachen strahlen ihm mein feiner Neid ich rede mich daran vorbei an Augen Lippen und einer bleichen Stirn im Wasser Menschen es riecht verbrannt geölte Haut wir reden stockend ich träume weg er weckt am Himmel Zuckerwatte und auf den Tellern Fleisch Brot rote Sauce Blut |
#1234 of 1729 [Backlink] Posted at Monday 13.08.2007 13:04 © by SuMuze
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| Im Schlaf | → Schlaf → Songs |
| Im Schlaf | : | erzähle ich mir Welt | | nur mir | : | Schweißperlen auf der Haut | | Leben | : | erwähne ich mir her | | zu mir | : | Hemdfetzen eng auf mir | | Decke | : | spreize mich ihr | | in mir | : | verdichtet hart | | im Schritt | : | verfließe ich dem Schlaf |
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#1235 of 1729 [Backlink] Posted at Sunday 12.08.2007 21:32 © by SuMuze
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| Im Traumland | → B07 → Songs |
Im Traumland ging mein Traum verloren verloren wie ein Schlag aus Zeit Zeit Lebens blieb er ungeboren gebar sich heimlich Leid zu Freud Dort, wo die Zeit sich rückverwandelt zu einwärts heimgekehrtem Glück im Schlaf scheint alles angebandelt ich hol ihn mir, Stück für Stück. |
#1236 of 1729 [Backlink] Posted at Sunday 12.08.2007 17:36 © by SuMuze
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| Lippen nachziehen | → B07 → Songs |
Mein Haar wirkt dunkel da im Spiegel und matt, und meine Augen auch der Glanz scheint fort für diesen Abend aus allem, selbst aus diesen Lippen die ich gerade frisch bemale ein neuer Zug am Mund, ich prüfe die Linien, beide, ganz genau ob ich so bin, wie ich gern wäre ein Bild für dich, für mich was nur Erinnern uns erlaubt als scheiterte am Ende Farbe wo mein Gesicht schon nicht gekonnt. |
#1237 of 1729 [Backlink] Posted at Sunday 12.08.2007 17:27 © by SuMuze
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| Strandbar Mitte | → B07 → Songs |
Im Dämmerlicht gedämpfte Stimmen vom Wasser weht der Abend her das harte Holz hell abgewetzt inmitten anderer Gesichter mir deins nicht fremd nur fern weiß leuchten Zähne da manchmal auch Augen kenne deine lernte sie genau eng tanzen unsere Worte Finger auf Finger Hand sucht nach Arm Erinnerung nach Jetzt |
#1238 of 1729 [Backlink] Posted at Sunday 12.08.2007 17:11 © by SuMuze
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| Traumhochzeitstraum | → Traum → Songs |
Wurd' ich in meinem Traumhochzeitstraum im wunderhübschen Kleid zum Traumhochzeitsaltar von meinem Pa nur zögernd hingeführt. Warf ich auf meinen Traumhochzeitstraummann im schwarzen Frack Traumfrauenblicke und habe ihn damit schon fast verführt. Sagte dann der Traumhochzeitstraumpastor im schwärzesten Talar zum Traumhochzeitstraumpaar etwas von ew'ger Treue durchzuckte ihn wie mich - Traumhochzeitsalptraumreue. |
#1239 of 1729 [Backlink] Posted at Tuesday 07.08.2007 19:23 © by SuMuze
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| Dann eben nicht | → Liebe usw. → Songs |
Ich wollte Deine sein für immer nie zögern, wenn du nach mir riefst ich wollte Alles sein ein Schild den tausend Nöten die da in dir sind unausgesöhnt und scharf ich wollt weich dir sein und warm und jede Kränkung von dir nehmen und jeden Schmerz willfährig tilgen und nur das Gute Allerbeste bliebe bestehn das Alles wollte ich so sehr und mehr noch viel viel mehr und mehr und muß doch in der Schürze meiner Gaben bescheiden weichen dummen Mißverstand und meine Tränen still verstecken und meine Sehnsucht auch nach deiner Hand |
#1240 of 1729 [Backlink] Posted at Tuesday 07.08.2007 19:18 © by SuMuze
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