| Meine Liebe | → Liebe usw. → Songs |
Wenn ich dich liebe bist du gut und hast nichts mehr zu fürchten außer mir und jedes Wort und jeder Blick gilt dir und Wärme Fröhlichkeit und Stolz geb ich dir nur zu gerne wenn ich dich liebe und sonst nicht. |
#1361 of 1729 [Backlink] Posted at Saturday 30.06.2007 20:46 © by SuMuze
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| Mein Tod | → Tod → Songs |
Ganz früher habe ich gedacht mein Tod der wäre so: es käme einer sagte Suze, jetzt du und ich ich würde nicken denn irgendwann ist immer Schluß wieso nicht jetzt doch jetzt denk ich ich wäre stumm ich nickte nicht versteckte mich und macht' mich klein so etwa denk' ich heut wird mein Tod sein. |
#1362 of 1729 [Backlink] Posted at Saturday 30.06.2007 20:36 © by SuMuze
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| Nachts | → Tageszeiten → Songs |
Wie Wasser : klar tropft stetig : da hinein : herab das Gesicht : schlapp helles Licht : blau Schläuche : atmen weicher Bauch : weich schwaches Bein : schwach Hände : sticheln Füße : zupfen am Ende : einer Schicht : ein Tag. |
#1363 of 1729 [Backlink] Posted at Saturday 30.06.2007 16:30 © by SuMuze
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| Beruhigung | → Süden → Songs |
Und plötzlich hast du Zeit und alles scheint jetzt leicht du streckst dich, atmest aus die Arme werden weich und deine Haut wie Sand wenn morgens noch kein Mensch hineingetreten hat nur Wind vom Meer kämmt stetig gegen Land rührt auch an dir kühlt, fächelt Luft wie ein vertrauter Duft ein Lachen hier im Raum nicht deins doch dir willkommen wenn alles um dich seicht und sanft wird und verschwommen. |
#1364 of 1729 [Backlink] Posted at Saturday 30.06.2007 16:12 © by SuMuze
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| Big City Blues | → Stadt → Songs |
Der Schlaf in dieser Stadt ist dünn wie eine erste Haut die über Wunden sich gebildet hat und schon der erste Schritt an jedem lauten Morgen reißt sie mir wieder fort.
Das Licht in dieser Stadt ist grell wie Sonne vor Gewitter die bleiche Bilder malt an steile Häuserwände und auf den Dächern sich vergnügt.
Der Tod in dieser Stadt steht hinter einer schweren Tür die Klinke in der Hand kaum hörbar knarrendes Scharnier. |
#1365 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 29.06.2007 23:15 © by SuMuze
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| Asynchron | → Kurze Gefühle → Songs |
Ich kam zurück : sehr spät du schliefst sehr fest : wie gut ich zog mich aus : ganz leis dein Auge blinkt : ich weiß ich fühlte dich : du mich ich schlief sanft ein : du nicht. |
#1366 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 29.06.2007 22:35 © by SuMuze
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| Zweifel : Zorn | → Zweifel → Songs |
Er fragt : Sie sagt glaubt nicht : lacht laut droht ihr : verspricht ist still : schweigt auch er muß : sie will Zweifel : und Zorn er wird : sie nicht sich : blei : ben |
#1367 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 29.06.2007 16:22 © by SuMuze
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| Versorgt | → Liebhaber et al. → Songs |
Die Hand, nur sie zählt weicher Griff der Finger du folgst gebannt der deiner Welt die Grenzen zieht die Falten in den Laken dein Blick kämpft stundenlang dringt ein, zu tiefe Täler und Kühle kriecht nach dir die Hände willst du rufen rufst auch, kein Laut nur Luft auf deiner Haut und Schärfe an den Kanten wie Tiger kratzen sie bricht sich das Molekül an deiner Seele wund dann wieder Hand hastig riecht sie nach Sauberkeit ein wenig Scham dein Mund will, kann nicht sagen denn jeder Traum verließ den Raum in dir nur Warten. |
#1368 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 29.06.2007 11:09 © by SuMuze
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| Aufwachraum | → Tod → Songs |
Liegt am Tropf : schläft nun gelagert : leise trocken zählt : die Zeit die lächeln : Lippen Braunülen : reiben weißes Blut : weit weg in heller Hand : im Traum gegeben : hilflos Takt der Schicht : die Welt |
#1369 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 29.06.2007 10:44 © by SuMuze
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| Hinterher | → Tod → Songs |
Frei ist, wer niemals schmerzt gut ist, wer nicht zerstört was nicht so gut gebaut um meine sehnsucht weiß kein mensch selbst der mich herzt mal hier mal dort wird nie erhört lallt immerfort wie ein idiot wer schaut dem licht denn hinterher? |
#1370 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 28.06.2007 23:44 © by SuMuze
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| Weisheit dann doch | → Lügen → Songs |
in meinem arm bin ich geborgen ihr seid nichts als ein wind, der will doch niemals kann und ich, ich wollte nur zu sehr, jedoch auch ich ging fehl und zaudere in die nacht. |
#1371 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 28.06.2007 23:11 © by SuMuze
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| In die Nacht | → Tageszeiten → Songs |
ich gehe die treppe hinunter die laterne brennt nur schwach ich reibe meine haut an dem stoff der meine kleidung ist ich weiß und weiß doch nicht fremde sehen mich deine augen nicht ich fühle die nacht das leere und das freie jeden moment und die blicke in augen in die ich sehe im bus in der bahn auf der straße ich halte mich an dir an deinem sanften geruch auch anderes wäre sollte sei ginge ich träume und atme in meine nacht und die schuld. |
#1372 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 28.06.2007 22:49 © by SuMuze
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| Schlechtwettersegler | → Wildes → Songs |
Knapp an der Reling scharf entlang die Augen hilflos leer beim Peilen bei jeder Böe erneut entsetzlich bang und dennoch wild drauf los mein Herz springt zwischen Bug und Heck die Hände zittern an den Seilen die Beine fürchten jeden Stoß das Boot reißt mich doch fort der Wind zerrt, läßt uns eilen kaum hier, schon sind wir dort und plötzlich fliegen wir ganz groß. |
#1373 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 28.06.2007 20:36 © by SuMuze
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| Kirchspiel | → Politik → Songs |
Das Kirchenschiff : mit Steuermann fast jeder kam : scharf über Riff auf langer Bank : man rudert hart der Chor sehr stark : am Wind entlang Glockengeläut : vom Krähennest im Glauben fest : sehr straff vertäut die Sünderschar : backbord geneigt die Kanzel schweigt : dem Hafen nah. |
#1374 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 27.06.2007 21:36 © by SuMuze
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| Flüchtendes Glück | → Kurze Gefühle → Songs |
Ich gab dir Macht, Gebieter, mehr, als du gedacht, Geliebter, Schneisen ins Gestrüpp. Auf blanker Erde, klares Licht, daß etwas werde. Wurde nicht, Versagen blieb zurück. Das Laub gewann, der Schatten, sich wieder nahm. Wir hatten flüchtendes Glück. |
#1375 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 27.06.2007 20:42 © by SuMuze
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| Worte | → Worte → Talks |
Manche Worte fließen nur zögernd ineinander. Scheinen fremd zu sein, wenn du sie nur kurz anschaust. Selbst wenn du sie sprichst, will sie nichts verbinden. Sie berühren sich noch nicht, stehen nebeneinander wie Wartende in einer Bahnhofshalle. Nur allmählich gehen sie aufeinander ein. Kurze Blicke, noch ohne Neugierde, nur Langeweile oder Zufall. Dann ein Schimmer von Aufmerksamkeit, vielleicht durch ein Detail hervorgerufen, irgend ein Haken, an den sich einhaken läßt. Das passiert nicht gleich, es dauert. Aber eine Ahnung davon beginnt in den Blicken zu liegen. Andeutungen von Gemeinsamkeit. Eine Bewegung hier, eine andere dort. Winzige Regelmäßigkeiten, die noch keine Verpflichtungen sind, aber doch leise Erwartungen schaffen. Häufiger dann diese sachten... [weiterlesen] |
#1376 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 27.06.2007 20:18 © by SuMuze
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| Platzgedicht | → Worte → Songs |
Wenn alles seinen Platz gefunden hat hat manches dann wohl Platz gemacht denn Platz ist immer knapp wo alles seinen Platz behauptet nur Leere räumt dann diesen und bleibt, wer weiß schon wo |
#1377 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 27.06.2007 18:36 © by SuMuze
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| Einfache Trauer | → Falten → Songs |
Als ihr Mann starb, in jenem Jahr, der Sommer kalt und ungemütlich, kaum Tage erst beerdigt war, sie trauerte, das war so üblich, nicht allzu lang, die Arbeit rief, der Garten wucherte wie wild, auch anderes ganz anders lief. Sie nahm sich abends dann sein Bild und schaute es sich lange an, als könnt's kein Bild von ihrem sein, vermißte ihren Ehemann, und schlief dann meistens ein. |
#1378 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 27.06.2007 13:55 © by SuMuze
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| mir mein mich | → Politik → Songs |
neulich bei poetens gab es einen knall wegen des betretens geistigen abfall s'war wie zunder man focht sehr flott wohl kein wunder keiner lebt von gott nicht mal der der's gern wär. |
#1379 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 27.06.2007 13:03 © by SuMuze
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| Abendgedicht #1 | → T97 → Songs |
Die bunten Lampen flackern wild wenn wieder Wind aufkommt und eingerollt in dicke Wolle will ich der Kühle trotzen weiter draußen sitzen die Sterne wandern sehn so weit verstreut da oben daß sie mir fast einsam scheinen von überall dringt Grillenlärm eifrig schnarren die Zikaden selbst pure Nacht kann summen mir wird nicht kalt wenn ich die Zeit anhalte und alles um mich her bleibt stehen nur für mich weich liegt mir Glück auf meinen Augen winzig bin ich und doch hier ganz warm und ganz in mir. |
#1380 of 1729 [Backlink] Posted at Monday 25.06.2007 23:39 © by SuMuze
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| Spaziergang mit Hund | → Leben auf dem Lande → Talks |
Der Hund rennt schon mal vor. Anfangs komme ich kaum nach. Er trabt hinaus auf den Weg und schlägt sofort die Richtung zu dem Hof ein, wo sein Intimfeind fürs gemeine Bellen bezahlt wird. Ich rufe ihn, mehrmals, zucke dann die Achseln und gehe in die Richtung, die ich mir vorgenommen hab. Biege auf den schmale Kuhweg ein und schlage meinen Marschieretritt an. Darin bin ich ziemlich schnell. Hinter mir bellt's, jault's, und dann kommt der Hund angerannt und wedelt entschuldigend mit dem Schwanz, guckt, ob das bei mir ankam, und rennt dann voraus. Wir passieren das offene Feld, von dem aus ich unser Haus, sogar meine Fenster sehen kann. Was mich immer freut. Ich gucke auch ab und an zurück. Dann kommen wir zur Brücke, mehr ein Wehr, über das der Weg führt. Der Hund... [weiterlesen] |
#1381 of 1729 [Backlink] Posted at Monday 25.06.2007 11:48 © by SuMuze
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| Nothing | → Me & You → Songs |
Out of the dark light seems all so bright into the silence each whisper is a shout in doubt it's easy telling wrong from right and fear thinks braveness to be proud. The cattle ask the shepherd where to go the children watch each step you take the coward swaying to and fro will call it love what you call hate and emptiness is but a manifold of richness made of stainless gold and early sun will end your dream and blow it off into a shapeless scattered steam. |
#1382 of 1729 [Backlink] Posted at Sunday 24.06.2007 21:07 © by SuMuze
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| Wasser #4 | → Wasser → Talks |
Ein feiner Pool. Schön groß, alles in zarten Blautönen, und die aus dem Fußboden heraus wachsende Fensterfront zeigt das ganze Talpanorama, als wäre sie eine Leinwand im Kino. Chris steht neben dem Wasser und grinst leicht unsicher. Mit einer kleinen Beimischung von Unverschämtheit, was mir den Mund trocken macht, wenn ich ihn ansehe. Sehr ansehnlich ist er zwar nicht, die Nase recht kurz und der Mund viel zu breit. Dafür dann aber wieder dunkle, wilde Haare, zwar im Zaum gehalten durch einen strengen Schnitt, aber fein aufmüpfig dagegen an sich kräuselnd. Und fast schwarz. Im Licht der vielen kleinen Strahler oben an der Decke glänzen sie jetzt, als hätte er sie mit Shellack behandelt. Was gut sein könnte, denn Chris ist ebenso eitel wie erfindungsreich. Und liebt... [weiterlesen] |
#1383 of 1729 [Backlink] Posted at Saturday 23.06.2007 12:52 © by SuMuze
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| Tausendschönchen | → Flowers → Songs |
In einem Meer aus Tausendschönchen hatt' ich mir eine ausgewählt, so schön wie tausend and're Blümchen ja, schöner noch mir vorgestellt. Die Blüten lachten mir im Abendlicht, ein feiner Duft lag über allem, die späte Sonne wärmte mein Gesicht. Fand sie an mir Gefallen? Auf tausend Blättern sah ich's nicht.
Out of a thousand daisies one daisy I did choose like thousand other beauties, I liked her more than those. In evening light all blossoms shone, a fair smell roamed all over, to warm my face late sun was prone. Did I with him find favor? A thousand leaves won't tell me none. |
#1384 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 22.06.2007 16:52 © by SuMuze
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| Ausgehfein | → Blaupause → Soaps |
Ich werfe noch einen Blick in den Spiegel. Bin soweit zufrieden, auch wenn die Schuhe vielleicht eine Nummer zu elegant sind. Aber mir ist heute danach. Ich strecke mir kurz die Zunge raus - blöde Angewohnheit -, ergreife meine Handtasche und will gehen. Da sehe ich ihn. Er steht unter der offenen Tür, schweigend. Schaut mir zu, ich weiß nicht, wie lange schon. Das ist unheimlich. Ich werde rot und fühle mich zugleich beklommen. Und auch ein wenig schuldig. In seinen Augen ist zu viel Traurigkeit, als daß ich das ganz vermeiden könnte. "Du willst dich also ficken lassen," stellt er fest. Schön, damit wäre der Tenor unserer Unterhaltung geklärt. Wozu noch irgendwelche Rücksichten nehmen. Gemeine Fragen stellen kann ich auch. "Hat es dir Spaß... [weiterlesen] |
#1385 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 21.06.2007 13:50 © by SuMuze
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| Ich und Ich | → Innereien → Songs |
Kleine Spuren Pfade Sichten Verweise Mahnmale man sieht man? wer ist das? ich? du? er? sie? es? ich wäre gerne nicht ich du nein, du! ach wer? wäre ich dich irgendwer ich wäre ich weiß nicht es wäre wohler mir wäre ich nicht ich woanders wieanders weranders ich will nicht sein wie ich nur anders will ich sein wer tauscht? Nimm meine Hand den Arm halt fest ganz fest halt immer fest ich bleibe wie ich bin es kitzelt früher Morgen es lähmt die Nacht es bleibt es geht nur ich gehalten und doch nicht ich will gehn in tiefer Nacht will gehn und geh doch nicht will sein und bin doch nicht will werden werden was ich will im Licht dann früh am Morgen schläft Ich ein müde meist. |
#1386 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 20.06.2007 22:19 © by SuMuze
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| Gespräch | → Kurze Gefühle → Songs |
Im Schein deiner Zigarette lauert die Nacht |
#1387 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 20.06.2007 21:46 © by SuMuze
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| Gastronomisch #1 | → Heimspiele → Songs |
Du drehst dein Bierglas und machst dran deine Finger naß. Ich suche den Blick hinter der Brille. Du schaust auf den Tisch, nicht nach mir. Deine Frage liegt dort, ich kann sie sehen, als wäre sie mit einem Messer hinein geritzt in die zernarbte Holzplatte auf der Hunderte von Fingern und Gläsern und Aschenbechern geruht haben, vor uns, vor dir und deinem Bier, und vor mir und meiner Angst, dich zu verlieren. Wie könnte ich da die Antwort finden die gewinnt? |
#1388 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 20.06.2007 21:23 © by SuMuze
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| Abend am Wasser | → Wasser → Songs |
Das Wasser kommt fast bis an die Füße, die ich ihm lang entgegen strecke, die Beine dafür ganz weit recke, die Zehen zucken, da ich's oft grüße, doch ziehe ich sie stets zurück. Nun kriecht es Stück für Stück mir immer näher, lächelnd seh' ich's an. Das Sonnenlicht mir gegenüber verdunkelt sich und wird trüber. Ich warte, bis ich nichts mehr sehen kann. Ich laß das Wasser nun gewinnen und zwischen meine Zehen rinnen, steh endlich auf und geh nach Haus, den Weg weiß ich auch ohne Licht. Ein wenig halte ich mein Angesicht hinein in diesen Abend, noch. Ich hielt' ihn gern für immer aus. |
#1389 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 20.06.2007 17:08 © by SuMuze
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| Die Katzte fragt mich nicht | → Katzen → Songs |
Die Katze fragt mich nicht auch nicht wen anders, vielleicht das Tageslicht, die Katze kann das. |
#1390 of 1729 [Backlink] Posted at Tuesday 19.06.2007 23:54 © by SuMuze
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| Unglücklich verlaufendes Sommerabendliches Rendezvous | → Kurze Gefühle → Songs |
Weil Ventilator Wendig wirbelt Schenkt Schenkel Schweren Schweiß Lang lahmte Leeres Leben Abschied Schied da - Nachher |
#1391 of 1729 [Backlink] Posted at Tuesday 19.06.2007 22:54 © by SuMuze
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| Hotelroom Blues | → H95 → Talks |
Ich halte die Augen geschlossen, als schliefe ich. Weiß nicht, warum. Aber mir ist danach. Von der breiten Straße unten drängeln sich heiße Luft und Lärm herein, und er liegt neben mir und beobachtet mich. Ich spüre seine Augen auf mir wie die winzigen Füße von Insekten. Zärtliche Berührung, auch wenn eine Spur Rauheit darin liegen mag. Jetzt schiebt seine Hand langsam die Decke von mir fort. Was denkt er jetzt? Alles ist so neu für mich. Seine Nähe, die fast kindliche Gier, mit der er mich nahm, seine süßen Worte in einer Sprache, die ich kaum verstehe. Seine harte Haut, die vielen Haare auf seinen Armen und seinem Rücken, die Kraft, die er hat. Seltsam dosiert, freundlich zumeist, ich kann mich wohlig hinein legen. Dann aber plötzlich wieder voller Gewalt, die mich... [weiterlesen] |
#1392 of 1729 [Backlink] Posted at Monday 18.06.2007 23:43 © by SuMuze
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| Kaffeedepression | → Verlorenheiten → Songs |
Ich hab den becher kaffee umgestoßen es hat mich nicht erfreut ich war auch ohne kaffeeflecken auf meinen büchern und meiner hose und meiner seele unzufrieden der kater grinste das katzenfutter wird rationiert aber meine seele rettet das nicht und den abend ich fühle so schwach kaum ja ich fühle kaum nur der geruch des lappens mit dem ich kaffee wischte völlig unnütz klebt an meiner hand wie schwefel und draußen kein schöner abend ich hab den kaffeebecher nicht mehr gern und er mich auch nicht mehr der letzte der mich mochte nun ist auch er leer. |
#1393 of 1729 [Backlink] Posted at Monday 18.06.2007 22:14 © by SuMuze
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| Arbeitstag (triple version) | → Arbeiten → Songs |
Version 1: naturalistisch konkret Tausendmal Tasten gedürückt, wertzu nehmend asdfgh amatisch opü sd abald feierabn dend wirt? myde pü we wie müde wird mir bnm yder asd wer zuiop en lö m! muss weinen püro yx! nbnmd! qw as qwert as zu mchn nun.
Version 2: romantisch Als wenn nach tausend Tastenschlägen und dutzenden Tassen Kaffee noch Tausende jetzt vor mir lägen so ist mir in der Seele weh.
Version 3: moderat zeitnah Rente mit 29? Ich bin dabei! |
#1394 of 1729 [Backlink] Posted at Monday 18.06.2007 12:08 © by SuMuze
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| Sanftmut | → Traum → Songs |
Als mir der Wind noch neu war, der leise meine Arme nahm und über mein Gesicht hin strich und meine Haare tanzen ließ.
Als mir das Licht noch hell war, wenn mich der Schlaf entließ mit seinen wilden Wünschen nach meinen Beinen rief.
Als mir der Tag noch lang war, wenn seine zähen Stunden mit Lachen, Weinen angefüllt ich niemals fertig zählte.
Als mir die Augen tränten, von Schatten und von mehr, was meine Sinne wußten und vieles war noch leer.
Als mir die Lippen waren wie feine, harte Riegel damit ich nicht zu laut nach meiner Freude rief.
Als mir das Herz zersprang wenn doch die Worte mir ins Freie dann entkamen und mich verschreckten.
Als mir der Duft der Gräser in meine Träume drang mit seiner rauhen Wärme mein Leben lang. |
#1395 of 1729 [Backlink] Posted at Saturday 16.06.2007 11:06 © by SuMuze
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| Lineatur | → Wildes → Songs |
Manchmal kann sie die Worte nicht stoppen, die über den Rand hinaus wollen immer weiter, ungebärdig übereinander stolpern wie eine panische Masse hinaus ins Leere, als wäre da draußen die Rettung irgend ein Unbegreifliches, Besseres, Wunderbares
das
mit einer einzigen eleganten Bewegung seiner Hand sie heraushebt
aus den Fesseln der Lineatur ihre Augen sanft anhebt weit fort von der Leere eines Blattes Papier und seiner flachen Stummheit. |
#1396 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 15.06.2007 23:49 © by SuMuze
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| Wortscharf | → Worte → Songs |
Sein Wort voll Zorn geschärft im Vorwurf warf das Ziel der Worte viel zu scharf nach vorn. |
#1397 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 15.06.2007 23:23 © by SuMuze
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| Erstgeburtsleid | → Family Days → Songs |
Dem Nächsten fiele es unendlich leichter fast leicht wenn vorderhand bereits die Kraft vom Ersten aufgewandt dem Zweiten viel ersparte und so weiter so daß dem Letzten unversehrt beizeiten lacht Glück ganz unverdient. |
#1398 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 15.06.2007 23:07 © by SuMuze
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| Kompromiss | → Innereien → Songs |
Die Nacht greift in mein Leben und zieht sich Fäden her, will wieder fest umweben, was heute war - und mehr! Ich ziehe Mauern um den Schlaf, gieße Beton in jede Ritze, damit nichts fallen darf, bis ich am Morgen schwitze! Im Grau werden wir uns finden wenn Nacht und Mauern schwinden. |
#1399 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 15.06.2007 00:14 © by SuMuze
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| Part 7 | → Die Wärterin → Talks |
Wenn sie in dem großen, über und über beschnitzten Himmelbett liegt, ist ihr oft, als höre sie leise seine Stimme. Verrückt wie er endlich war, würde er sicherlich fast unentwegt vor sich hin geredet haben. Vielleicht in einem gebetsartigen Singsang. Dazu mit den kantigen Kiefern gemahlt haben. Die Augen werden fixiert haben, womit er sich gerade beschäftigte. Ein Bild, oder eine Schnitzarbeit. Auf beiden Gebieten war er Autodidakt. Weshalb er durch Eifer wird versucht haben müssen wett zu machen, was ihm an handwerklichem Geschick fehlte. Auch das war ihm niemals gelungen. Sie stellt sich vor, daß er mit seiner Angebeteten gesprochen hat. Ihr erklärt hat, was er gerade macht. Welches Bild, welche Farbe er aufträgt. Oder welchen Schnitt er... [weiterlesen] |
#1400 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 14.06.2007 21:52 © by SuMuze
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