SuMuze

alice
Soaps Canzoni Algebra
Talks Songs
Achten Sie neben den → neuen Texten bitte auch auf die → Neuigkeiten!
Besuchen Sie die → Nachbarn oder hören Sie → Musik, die mir gefällt!
Genug gesehen. Dem Gesicht begegnet in allen Weisen.
Genug gehabt. Lärm der Städte, abends, und in der Sonne, und immer.
Genug erkannt. Die Haltestellen des Lebens.
- O Lärm und Gesichte!
Aufbruch voll Gefühl und Geschrei - neu!
A.Rimbaud: Leuchtende Bilder / Illuminations - Aufbruch / Départ
(übers. von Reinhard Kiefer und Ulrich Prill)
→ Alice oder → Sarah Miles,
→ Light at Two Lights oder → New York
anklicken und Bilder anschauen!
→ Impressum
→ Labels
→ Volltextsuche

←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 → p12 of 44    total of 1729 texts

Beschäftigung #19→ Beschäftigung  → Soaps

Der Tag schien mit jeder Minute heißer zu werden. Das Licht kam von allen Seiten, wie die fast glühende Luft, gegen die jeder Schritt nur mit heftiger Anstrengung zu gelingen schien. Sie hatte hinten eines der breiten Fenster angekippt und ließ die Tür zum Hof offen stehen, damit die beiden Ventilatoren, die im Café Florian die einzige Belüftung darstellten, etwas mehr Chancen bekamen, ihre Arbeit zu verrichten. Sie selbst tat die ihre mehr automatisch. Unter dem schwarzen Kleidchen fühlte sich ihre Haut an wie hartes Schmirgelpapier. Bei jedem Schritt rieben die Innenseiten ihrer Beine aneinander, als würden sie unter der Hitze aufgedunsen sein wie die dicken Brotlaibe, die vorne im Verkaufsraum nebeneinander in den Regalen auf ihre Käufer warteten. Den paar Alten,...
[weiterlesen]

#441 of 1729      [Backlink]      Posted at Sunday 21.12.2008 19:39 © by SuMuze
→ Navigation1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Klanggedicht #4→ Humming  → Songs

Das Knack-Geräusch
in gar nicht
geradeaus
gefällt mir nicht.
Das Krachen
in Krawall
Krawatte
macht mich klein.
Das Schlummern in
sanft Schlafen
Liebes
liebe ich.

#442 of 1729      [Backlink]      Posted at Sunday 21.12.2008 14:03 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
b dim n rst→ Tries  → Songs

bin dir
bist mir
bin mir
bist dir
dir bist
dir mir
mir bin
mir dir
dir bist
mir dir
mir bin
dir mir

#443 of 1729      [Backlink]      Posted at Friday 19.12.2008 21:07 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
d ein r s w→ Tries  → Songs

Wir sind nie wie

Nie sind wir
wie wir nie sind

Wie sind wir
sind wir
wie wir nie sind

Sind nie
sind wir
wie wir sind
nie

#444 of 1729      [Backlink]      Posted at Friday 19.12.2008 20:56 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Wasser #5→ Wasser  → Talks

Der alte Citroen ragte mit seiner mächtigen Schnauze über zwei andere, weniger imposante Wracks hinweg. Und hatte die Sitzbank vorne noch komplett. Tania brachte eine Decke aus dem Haus mit, um unsere Kleider zu schonen. Oder auch nicht, dann saßen wir in Unterwäsche da und schauten nach Westen. Zwischen zwei hohen Bergen gab es eine breite Lücke, in der um diese Jahreszeit die Sonne unterging. Oft sah das aus, als hätte das letzte Stündlein der Welt geschlagen. Und wenn nicht gerade das der Welt, dann doch zumindest unseres. An Tania war fast alles dunkel, die Haare, die Augen, ihre wilden Klamotten, sogar die Fingernägel und Fußnägel. Nur die Zähne schimmerten unverwüstlich weiß, sehr zu ihrem heimlichen Ärger, wie ich wußte. Aber auch diese noch zu schwärzen traute...
[weiterlesen]

#445 of 1729      [Backlink]      Posted at Friday 19.12.2008 17:50 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Süden wieder→ Süden  → Songs

Hall deiner Schritte mitten wegs
hart schrappt dir Sohle
Stein
Eidechsen huschen in der Sonne
Zikaden
Grillen unterm Mond
Hitze
immer wieder Hitze
über dir sind Sterne
bunt und frech
sie warten
lauern rufen locken
aus jedem Meter Erde zieht es dich
nach dir
nach was da in dir sei
du weißt es nicht
du möchtest
doch
nur Zittern ist dein Sein
zu klein
kalt dann am Morgen
eisig
auch wenn grell
die erste Sonne
erstes Wehen
um dich ist
immer noch
für immer und ein Tag
wenn aus dem Schwarz
dem Loch
dem Nichts
du dennoch bist
klein weich verloren
irgendwie
den Hang hinauf lebt wieder Licht
und unten
so als wäre es für dich
für immer ewig
wie das Blau
das Leuchten
Trockenheit
die trunken macht
und Schweben in den Ästen
wie fernes Leben
wie es lacht
wie jedes deiner Sehnsucht
Sehnsucht
wie sie will
und kann doch nicht
die leisen Schritte auf dem Kies
das ruhige sich Hinlegen
das Plätschern
Wasser weiß
was immer wird
für seine Wellen
immer Raum
Platz
das riecht herb
ist Ewigkeit
Geruch von Moder
Staub und Licht
grob auf der nassen Haut
auf Sehnen Muskeln
Haare
die sich kräuseln
im Norden lärmt ein Schiff
die Flügel tragen
Wasser schwillt
in dir Verlangen
länger
unendlich länger
mehr
viel mehr
als du je kannst.

#446 of 1729      [Backlink]      Posted at Friday 19.12.2008 01:06 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Nebenher→ Outskirts  → Songs

Als Ausgräberdenken angesagt war,
dunkle Höhlen heimzusuchen hilfreich,
unter Geröll zu wühlen wirksam, hinter
die Wand zu blicken vielversprechend.

Als nochmals zu fragen Art der Wahl war,
den zweiten Blick zu werfen zählte,
genaues Hinsehen hochgehalten wurde,
das Nachschaun als das Schlaue galt.

Als das Gehör sehr förderlich war,
der Finger unter jede Zeile fühlte,
die Nase sich in alles steckte,
der Augenschein allein nichts zeigte.

Als zwei Punkte mehr als nur die Strecke band,
als mehr als Nebenher das war: Hand in Hand.

#447 of 1729      [Backlink]      Posted at Thursday 18.12.2008 16:20 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Ob sich reimt→ Humming  → Songs

Ob sich wohl aus der knappen Frage,
ob sich auf 'ob sich' etwas reimt,
etwas, das man gewöhnlich sage,
das nicht zu unwahrscheinlich scheint,
wenn man ihr nur mit Macht nach ginge,
viel mehr als nur ein Reim ergibt,
weil Reimen heute nicht viel bringe,
es ist nicht mehr so sehr beliebt.
Vielmehr gilt's, Form zu sprengen,
mit einem Knall, mit dem Florett,
weil Formen uns beengen,
das Wort will frei sein und nicht nett.
Obacht gegeben also jetzt, ob zwar,
wenn ich genauer mich besinne,
mir jetzt so ist, als wär mir nicht mehr klar
die Absicht, die mein Reimen eint,
und ob sie nicht verloren ginge,
als ob sich 'ob sich' doch schlecht reimt.

#448 of 1729      [Backlink]      Posted at Wednesday 17.12.2008 21:51 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Kleines Lob→ Lügen  → Songs

Kaltmond
du Seelenquäler
Trügerlicht
verschaffst dir Arg
zerschellst mein Selbst.

Tollhand
du Himmelsreißer.

Grob faßt du nach
beim Fingerfall
im Taumelbett.

Du Klinge
wie du mich erregst
umkehrst
verdrehst
schon innen
mir im Nacken.

Sturzmund
fall in dich ein
umgarnt
ein Opfer
bloß.

Du Lügensand.

Hast unter Daunen
Knochen
wartest
schwillst.

Im Tränenlicht
glänzt du
mit mir.

#449 of 1729      [Backlink]      Posted at Wednesday 17.12.2008 10:38 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Unhumble→ Me & You  → Songs

A plain conclusion
strange seduction
a simple twist of fate
a mere intrusion
strong reduction
a triggered sight
something
to be aroused
be taken care of
get it straight
involved
and just to die for
supposed you can
would be
what I will want you
to donate
me and myself
but all in all
alone

#450 of 1729      [Backlink]      Posted at Monday 15.12.2008 23:38 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Gebet in C2H5OH→ Teaser  → Songs

Ich bin dem Kater keine Frau,
der Katze weder Herr,
noch Weib dem Hund,
und meiner Stute nicht der Hengst.
Sie dulden mich,
wie Welt, wie Macht,
bin nur ein Sandkorn, keine Düne,
nur Tropfen und nicht Gischt.
Ich bin dem Nachbarn nicht der Staat,
dem Amt nicht die Gemeinde,
den Autofahrern nur die Last,
Verkäufern nur ein Übel.
Der Mond sieht meine Tränen nicht,
die Sonne nicht mein Lachen,
die Sterne leuchten ohne mich,
die Erde dreht sich, wenn ich steh,
ich bin nicht einsam,
nicht verloren,
der Zweifel plagt mich,
wie auch dich.
Ich bin ins Irgendwo hinein geboren,
am Ende habe ich doch mich.

#451 of 1729      [Backlink]      Posted at Monday 15.12.2008 22:17 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
In der Kirche #2→ Kirchen  → Talks

Er wäre hier der Pastor, sagte der Mann in dem etwas schmuddeligen und nicht allzu gut sitzenden Anzug, und was ich da machte. Es klang, als würde er es selbst kaum glauben, daß er hier der Pastor wäre. Ich setzte mich wieder auf die Stufen, die zu der kleinen Kanzel hoch führten. Er schien mir nicht gefährlich, und auch nicht bibelfest genug, um mich fortzujagen. Dazu bräuchte es an diesem Abend schon einen starken Glauben. Er solle sich doch zu mir hersetzen, sagte ich leise. Er zögerte, zuckte dann die Schultern und setzte sich her. Auch Pastoren haben so ihre Neigungen. Darauf, murmelte er, als er sich neben mich setzte, käme es jetzt wohl auch nicht mehr an. Was denn wäre, fragte ich. Er schüttelte den Kopf. Das würde mich sicherlich nicht interessieren. Also...
[weiterlesen]

#452 of 1729      [Backlink]      Posted at Monday 15.12.2008 20:14 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Fühlen: Rachsucht→ Innereien  → Songs

Das ist nicht Laune
Ärger oder Wut
kein Zorn nicht
nicht Erregung
die
in meiner Stimme
darin
wie die Augen
blicken
wie die Lippen
aufeinander stoßen
wie die Stirn
hart wird und weiß
wie meine Finger
in den Haaren
meine Hand
auf meinen Beinen
herum fahren
wie bei jedem Atemzug
mir stark wird
Haut mir straff
wie sich das Kinn
anhebt
wie auf den Wangen
Feuer glimmt
und meine Nase sich
zum Schluß
scharf rümpft.
Mein Blut bleibt dabei kalt.
In meiner Kehle stockt kein Laut.
In meinem Bauch bewegt sich nichts.
Und meine Zunge steht nur
wie mein Herz
für eine kleine leise Weile einfach still.

#453 of 1729      [Backlink]      Posted at Monday 15.12.2008 20:13 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Ein Dezembermorgen→ Morgen  → Songs

Das träge Grau aus dem Dezembermorgen
läßt deine Augen Diamanten werden,
malt deine Lippen wie zwei schlanke Bögen
einer Pforte hin zu fernen Bergen,
es schimmert auf der Haut wie Sonnenlicht,
versteckt in deinen Haaren viel,
um das ich ahne, wissen kann ich's nicht,
erst wenn ich dir so ganz verfiel,
mit meiner Sehnsucht, meiner Angst,
damit, zu zart zu sein
und doch zu hart. Du kannst
nicht stets für mich allein
mit deinen Händen meine Glieder halten,
ich weiß es, und ich wollte doch,
du könntest immer für mich walten,
und zögest mich sanft zu dir hoch.
Die Glätte auf den Straßen wandelt dich in Fracht,
die ich mit Umsicht an ihr Ziel begleite,
bis mir dein Herz am Ende wieder fröhlich lacht,
dann zeig' ich dir, wie sehr mich freute,
daß du in mir und um mich warst, heut Nacht,
wenn ich kurz halte auf der falschen Seite,
mit meinen Finger rasch in deinen Haaren,
wenn meine Lippen leicht auf deinen sind,
nur noch ein Echo, wie sie vorher waren,
zu flüchtig jetzt und zu geschwind.
Der kalte Morgen macht dein Herz mir warm,
legt meine Wange fest auf deine Brust,
beschützt mich sicher unter deinem Arm,
und rührt erneut an meine Lust,
ich spüre, wie ich in dich krieche,
als wärst du eine Bettstatt mir,
in der ich weich geborgen liege
und träume, du wärst immer hier.
Der neue Tag macht dich zum Abenteuer
und meinen Schweiß zu seinem Ozean,
macht meine Gier zu unserm Lagerfeuer,
das noch ein wenig weiter glimmt,
wenn uns das Licht nun endlich nimmt,
was uns die Nacht nicht nahm.
Du steigst hinein in diese frühe Kühle,
vor einem fremden Haus,
ich fühle heimlich, was ich in mir fühle,
und lasse dich hinaus,
ich schau' dir nach, du tauchst in das Gewühle,
ich halte es kaum aus,
für einen Augenblick,
mag sein, guckst du zurück,
doch dann bin ich schon losgefahren,
nur noch ein Blinzeln für die Zeit,
die wir uns nah und einzig waren,
als täte nichts davon mir Leid.

#454 of 1729      [Backlink]      Posted at Monday 15.12.2008 15:22 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Aus dem Arbeitsleben #1→ Arbeiten  → Songs

Der Büroleiter rügte seine Untergebene,
die dem morgendlichen Anrufer,
der sich am späten Vormittag
über sie
beim Büroleiter beschwerte,
nicht freundlich Auskunft darüber gegeben hatte,
welche Form der Erziehung sie genossen habe
und
welche körperlichen und geistigen Eigenschaften aus derselben resultiert hätten,
sondern
dem Anrufer den wohlmeinenden Ratschlag angedeihen gelassen hatte,
seine Äußerungen
sich in eine Region seines Körpers hinein zu schieben,
deren genauere Nennung für ein berufliches Telefonat
ihr nicht opportun erschienen war,
was ihr später aber,
nach der durch den Büroleiter erfolgten Ermahnung,
dann doch
als durchaus angebracht gewesen zu sein
erschien,
was wiederum
ihr einen heftigen emotionalen Anstoß gab,
in dessen Folge sie
der Rüge des Büroleiters
lautstark und
in seiner nach der Rüge noch andauernden Anwesenheit
sowie
in Gegenwart verschiedener Mitarbeiter
eine ähnliche Endlagerung
wünschte.

Das tut ihr jetzt sehr Leid.

#455 of 1729      [Backlink]      Posted at Friday 12.12.2008 14:55 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Spa then→ Spots  → Songs

Im Blut einer Stadt
rollt sich Trost erst am Abend
kein Mut brannte mehr

#456 of 1729      [Backlink]      Posted at Friday 12.12.2008 00:57 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Dem kindlichen Meer→ Meer  → Songs

Sie zahlen Sternentaler für mein Kleid
aus Daunen, die ich fing als Kind,
das fegte Wasser durch die Werkstatt,
tief gebückt, ob niemand sah,
wenn seine Tränen Reisig zünden,
barfuß viel bequemer als in Glas.
Sie wollen wölfisch sein, ihr Flunkern
sei ein Grollen, dem ich weiche,
Seide ist mir lieber, Wolle nahm
den grausen Dreck vom Bischof,
nur der springt zur Seite weg
und dennoch munter vor.
Sie gießen Öl in meine Wunden,
daß ich sanfter brenne,
tief im Wald und
hintendrein.
Sie sprechen,
Fische schweigen,
unter der Schürze
ist ein Meer.

#457 of 1729      [Backlink]      Posted at Thursday 11.12.2008 22:32 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Alltag auf dem Lande #5→ Alltag auf dem Lande  → Talks

Was die Einrichtung des neuen Diners an der Hauptstraße am Rande unseres kleinen Städtchens angeht, so haben die dafür Verantwortlichen sich offenbar nicht recht entscheiden können, ob sie nun einem klassischen Diner an der Route 66 aus den 50ern nacheifern wollten oder einem Hamburger Stand aus den späten 90ern. Oder ob nicht doch auch ein wenig Bistro-Atmosphäre aus den 80ern hinein gemischt werden müsste, zusammen mit einigen Accessoires, die einer Fischerkneipe auf Key Largo während der Prohibition oder dem Tearoom eines Flugfeldes der Royal Air Force während des Blitz gut angestanden hätten. Am Ende überwog dann jedoch die Ästhetik eines Drive-in des frühen 21.Jahrhunderts, nur daß du aus dem Auto klettern und in den Gastraum gehen mußt, wenn du hier etwas...
[weiterlesen]

#458 of 1729      [Backlink]      Posted at Thursday 11.12.2008 22:28 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Leere Linie→ Sie  → Songs

Mit der Hand über den Tasten
dem Papier
es schwebt dir davon
flüchtig
nur Leere
leise zarte lange kalte Leere.

Warum hörst du nicht?

Ich spüre deine Finger
deine Wut
das Zittern
weil Innen etwas ist
es soll heraus
und hinein in das Blau des Tages
laut und...

Warm war es
und Licht
aber die Linien
leer.

#459 of 1729      [Backlink]      Posted at Wednesday 10.12.2008 19:01 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Übernacht→ Leute  → Songs

Übernacht und müde
weich ein
perlengrauer Fingernagel
matt
das Lispeln auf den Lippen
zart
in sich zu sehen
Sanftmut
Licht.

Zu Butterdosen, Brotaufstrich
kaum Wind, nicht Sonne, Wolkendecke
fremdes
Knarren ferner Türen
kalt das
dunkel ausgekachelt hohe Bad
ein Zögern
schnelle Reue hinterm Spiegel, Trotz und
stumm
ein Blick auf Leben an der Straße
frage mich und
finde nichts
in rundem Fleisch an langen Knochen
Schönheit unter Halogen.

Zwei weiße Füße
Lachen
glatt
und auch die Augen:
wissen
langsam
ich muß gehen.

#460 of 1729      [Backlink]      Posted at Wednesday 10.12.2008 13:53 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Klanggedicht #3→ Humming  → Songs

fragt - sagt
trägt - fällt
hört - schwört
sieht - steht
geht - kommt
ist - wird
hat - soll
kann - muß
träumt - wartet
schweigt:
nur Laut
und Klang
- einander.

#461 of 1729      [Backlink]      Posted at Monday 08.12.2008 22:18 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Schönheit→ Mannsbilder  → Talks

Er sieht gut aus und weiß das. Und er zeigt, daß er es weiß, und daß er nicht verstecken muß, es zu wissen. Wenn er lacht, lachst du mit, du hast keine Wahl. Wenn er ernst wird, räusperst du dich in Gedanken und beugst dich vor und ziehst dir den Rock gerade. Und dann lacht er dich plötzlich an und du fühlst dich veralbert und wirst für eine winzige Sekunde ärgerlich, aber die Sekunden verschwinden, als hätte es sie nie gegeben, und dann beugt er sich zu dir vor und läßt seine Augen über deinen Rocksaum huschen und du wünscht dir, daß der für ein Mal gerade wäre. Aber schon im gleichen Moment denkst du, daß es darauf doch wohl absolut nicht ankäme, und sein Blick ist genau dann wieder an dir hoch gekommen und trifft deinen und sagt dir das, was du auch denkst. Daß du...
[weiterlesen]

#462 of 1729      [Backlink]      Posted at Sunday 07.12.2008 23:36 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Wenn ich will→ Ich  → Songs

Lärm ohne Pausen ist Stille,
Tag ohne Nacht Ewigkeit,
ohne Gehorsam kein Wille,
ohne die Enge nichts weit.

Form ohne Rand fehlte Mitte,
Berg ohne Gipfel der Fuß,
Kein Fordern ohne die Bitte,
Kein Dürfen ohne das Muß.

Im Fehlen erst zeigt sich die Kunst,
Weiß ohne Schwarz wäre Grau,
der Hass ohne Liebe nur Gunst,
kalt ohne warm wäre lau.

Gehst du, bist du mir näher,
kommst du, dann bin ich allein.
Ich bin, bin nicht, bin doch schon wieder,
war, werde, war nie, werde sein.

Im eiligen Trab steh ich still,
bin atemlos starr,
mir ist wunderbar,
wenn ich will, wenn ich will, wenn ich will!

#463 of 1729      [Backlink]      Posted at Sunday 07.12.2008 16:30 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Fremd→ Trennungen  → Songs

Ich fragte, ob ich bleiben dürfe.
Du mußt jetzt gehen, sagte er.
Ich sagte, daß ich gehen würde.
Du sollst noch bleiben, bat er mich.
Ich blieb, er schwieg mit mir.
Du bist so still, bemerkte er.
Ich schwieg, er hat mich gehen lassen.
Du kommst nicht wieder, wußte er.
Ich sah ihn jüngst, er war mir fremd.

#464 of 1729      [Backlink]      Posted at Sunday 07.12.2008 16:29 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Vorstadtblues→ Stadt  → Songs

Ich fahre die Straßen der Vorstädte,
biege in Wege und Sackgassen ein.
Ich zähle, was keiner gezählt hätte,
sollte das Ununterscheidbare,
wie das alleine nur Greifbare,
zählbar nur als sich Vereinzeltes sein.

Ich suche die Schatten der Hauswände,
lege die Augen auf Pflaster und Stein.
Ich verfolge das Licht bis zum Ende,
bis mir alles Erleuchtete scheint,
wie zu fest mit dem Schatten vereint,
hell nur als Helles im Hellen allein.

Früh morgens ist alles noch flau,
das Licht ist wie Zufall nur da,
am Horizont immer noch Grau,
Tag macht die Nacht endlich wahr.

#465 of 1729      [Backlink]      Posted at Saturday 06.12.2008 16:52 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Beschäftigung #18→ Beschäftigung  → Soaps

Die blauen Augen, die ihr dabei zuschauten, wie sie die Folgen des Regengusses auf ihrem Kopf hektisch zu beseitigen versuchte, guckten nicht nur sorgenvoll. Im Moment aber war ihr das gleichgültig. Ihre Haare sahen aus wie das Fell eines Straßenköters, der drei Tage lang im Wasser gelegen hatte, und rund um ihre Augen schien der Inhalt eines ganzen Tuschkastens ausgelaufen zu sein. Auch ihre Nasenspitze glänzte natürlich wieder einmal, vor Zorn oder einfach nur so. Zum Glück hatte sie ihr Kleid und die Schuhe in eine Plastiktüte gestopft, bevor sie los geradelt war, und sich nur den kurzen Anorak über die Jeans gezogen. Beide hingen jetzt wie eine ausgepumpte Wasserleiche über einer Stuhllehne am Fenster. Bruno, der nervös in der kleinen Werkstatt seiner Galerie...
[weiterlesen]

#466 of 1729      [Backlink]      Posted at Saturday 06.12.2008 16:36 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Gedicht #21→ Worte  → Songs

zwei einsamkeit zweifel gemach katastrophen
vereinfacht das alltags nur weiter nur leben
bemüßigt barfüßig voran sich zu schleppen
trotz aufrecht doch stolz weil schon bald
aufgegeben genügend gewandert vorbei
unter blick nach den seiten am ende gib auf

#467 of 1729      [Backlink]      Posted at Friday 05.12.2008 19:57 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Mittelklasse→ Großstadt  → Songs

Der kleine Junge lehnt am Auto,
wo sein Rad den Lack verkratzte,
jeder kann es deutlich sehen, wie er
schuldig nur mit Spucke seine Untat
hat versucht weg zu polieren.
Neben ihm steht still ein Kind,
ein Mädchen, schaut ihm zu,
die großen Augen, kleiner Mund,
die Haare fliegen lang und wild.
Und ein paar Meter weiter
warten Jungs mit ihren Rädern,
Schadenfreude, Angst
in aufgeregten Gesten,
in den Worten, die sie rufen,
zu dem Jungen, dessen Schmieren nur
den Makel vor ihm mehrt.
Zwei Mütter schieben Babies,
aufgebahrt in Technikwunder,
durch die Sonne, Luft, vorbei
an Junge, Mädchen, Fahrzeug,
tasten flink mit hellen Augen
dunkle Haut, die weißen Hälse
drehen sich den Babies und
einander emsig redend wieder zu.
Ein Mann bleibt stehen, lacht,
geht weiter, und der Junge
faßt sich Mut, er nimmt sein Rad,
das Mädchen folgt ihm, rasch
zusammen fliehen, und ich schaue,
nur ein winzig kleiner Kratzer
auf dem Blech der Mittelklasse
blieb als Zeichen noch zurück.

#468 of 1729      [Backlink]      Posted at Friday 05.12.2008 19:53 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Advent im 2.Stock→ Politik  → Songs

Welt schlurft weiter,
nichts wird gerächt.
Wetter bleibt heiter,
Luftwerte schlecht,
Erwartungshorizont
verhangen. Bangen
Herzens grüßten
sich, die nächst dir
wohnen. Wüßten,
sagen aber nicht.
Nicht dir und deinem
Angesicht.

#469 of 1729      [Backlink]      Posted at Thursday 04.12.2008 22:49 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Frühabendliche Unbill→ Abend  → Songs

An einem eisig kalten Nachmittag,
vom Tag noch etwas Licht
weit hinten hinter Bäumen lag,
war mir, als käme mir zu dicht,
was mich betrübt. Was ich nicht mag.
Wär' lieber froh, trauerte nicht,
weil Trauer mir den Tag verdarb,
von dem noch Rest von Tageslicht,
wie schon gesagt,
da hinten in den Bäumen lag,
schwach und verzagt,
was ebenfalls ich gar nicht mag.

#470 of 1729      [Backlink]      Posted at Wednesday 03.12.2008 19:56 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
He Wishes For The Clothes Of Heaven→ William Butler Yeats  → Canzoni

Had I the heavens' embroidered cloths,
Enwrought with golden and silver light,
The blue and the dim and the dark cloths
Of night and light and the half-light,
I would spread the cloths under your feet:
But I, being poor, have only my dreams;
I have spread my dreams under your feet;
Tread softly because you tread on my dreams.
Hätte ich des Himmels besticktes Tuch,
hineingewebt golden silbernes Licht,
das blaue, das graue und das dunkle Tuch
aus Nacht und Licht und schwindendem Licht,
ich legte das Tuch dir unter den Fuß:
doch ich, da arm, habe nur meinen Traum;
Ich legte den Traum dir unter den Fuß;
Tritt zart, denn schau, du betrittst meinen Traum.

#471 of 1729      [Backlink]      Posted at Wednesday 03.12.2008 19:25 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Früher Morgen→ Mannsbilder  → Talks

Er nannte sich Janni. Oder Jannis, genau hatte sie das nicht mitbekommen und es spielte auch nicht eine solch große Rolle, daß sie geglaubt hätte, nochmals nachfragen zu müssen. Auf Janni reagierte er, und das reichte ihr. Er war klein, beim Tanzen hatte sie fast über seinen Scheitel hinweg schauen und die Stellen ahnen können, wo seine Haare das Wachstum in letzter Zeit eingestellt hatten. Aber er tanzte weich und gut, so daß sie an anderes als an seinen Haarverfall hatte denken können, ohne sich allzu sehr dabei anzustrengen. Jetzt war er wieder so weich wie auf der Tanzfläche, lag neben ihr und schaute auf das Licht, das irgendeine Reklametafel ins Zimmer hinein warf. Gegen das glatte Holz der Schränke an der Innenwand des Zimmers, dessen Maserung dabei immer neue...
[weiterlesen]

#472 of 1729      [Backlink]      Posted at Tuesday 02.12.2008 16:45 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Zero Testified→ Avantgarde  → Songs

Tagesschuld ist
Tränenspur aus
Minze
ist Turbulenz
am Firmament
ist
Sündenfall im
Traubenmost
ein Brosam
Ungemach
ist Fehlerfall für
Automaten
Reifegrad
geprüft
bis Null.



In der mimischen Vorwegnahme
äußersten Mitleids
entfaltet sich einseitig
und damit seine sinnhafte Reflexion
vorbereitend
die Hinwendung zum Anderen
als Rücknahme
spezialsierter Aufmerksamkeit
in sich selbst.

Dezemberfreund kommt
lobesam getrollt
im Leasingcar
aus Buntmetall
das Tor zu weiten
hoch damit
es regnet.
Die Geste selbst
ist ihrer sich gewiß nur,
findet sie ein Gleiches vor.

Bleib, sanfter Freund,
mit deiner Bängnis still
ein Atmen ohne Worte,
mein Warten sei dir Kleid,
ein Echo in der Weite,
die dich will,
du zögerst noch für eine kleine Weile.

#473 of 1729      [Backlink]      Posted at Tuesday 02.12.2008 10:27 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Im Zimmer abends→ Heimspiele  → Songs

Im Osten sammelt sich ein Schwarz
Reste vom Tag übrig geblieben
ein schwacher Schimmer Silber
Gold dazwischen bleibt
etwas Gewaltiges schiebt sich heran
ich friere meine Hände zittern
unter mir rotiert die Erde unberührt
kaum daß die rechten Winkel
rechte bleiben und die Geraden
küssen sich am Horizont
ein Tropfen Wein auf meiner Haut
und Striche auf Papier die niemand kennt
mit Schritten so als wären sie ein Trost
von Tür zu Bett zum Fenster und zurück
Staub rieselt Licht läßt ihn mich sehen
unter den Sohlen knarrt das Holz
die Fingernägel kratzen Putz
der Bauch drückt die Matratze wie
nur den, den fest zu drücken er sich sehnt
mein Bleistift spielt Stakkato und der lächelt
Weiß wartet geduldig, nur ich nicht
die Zehen tasten wie die Augen wie das Hirn
der Abend kommt die Nacht und wieder
Wochenanfang wie zuvor
ich tanze in der Sicherheit von Wänden
ich drehe mich und lache keiner siehts
da hinten da wo alle meine Blicke enden
das ist da hin wo meine Sehnsucht mich jetzt zieht
nur Rollen ist hier hilflos Treiben
ist Warten ist wie Dasein ohne Sinn
inmitten aller Zirkel zeigen Linien
ich weiß nicht wo doch sicher zeigen sie wohin.

#474 of 1729      [Backlink]      Posted at Sunday 30.11.2008 21:19 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Schwache Wechselwirkung→ Me & You  → Songs

Ich gab dir Rechte auf mein Geben,
du nahmst mir Gaben mit dem Recht.
Ich nahm dir Rechte mit den Gaben,
du gabst mir Gaben auf mein Recht.

Ich sehe nicht mehr, was du bist.

Ich stand den Rücken stur zum Fenster,
du schautest aus dem Fenster stumm.
Ich schaute deinen sturen Rücken,
du rücktest stumm zum Fenster hin.

Ich hab vergessen, wann es war.

Ich wisperte im Dunklen Worte,
du hörtest auf den Morgen hin.
Du wispertest mir dunkle Worte,
ich hörte wie der Morgen kam.

Ich will nicht fühlen, wie es war.
Ich gab dir Raum und nahm mir Nähe,
du räumtest mir die Nähe ein.
Ich räumte aus mir deine Nähe,
du gabst mir Nähe ohne Raum.

Ich spüre, wie du kleiner wirst.

Ich bin ein Dieb und du ein Mörder,
ich morde, was du mir geraubt.
Du mordest, daß ich Diebin werde,
die ihren Mörder noch beraubt.

Ich kann dich nennen jederzeit.

Ich trinke deinen Namen wieder,
du leckst ihn mir quer auf den Mund.
Ich lecke deiner Lippen Klänge,
du trinkst aus meinem Lippenrund.

Ich schmecke immer noch das Du.


Ich wache auf und kann dich ahnen,
ich falte das Papier für dich.
Ich setze neben deinen Namen
meinen eng und leserlich.

#475 of 1729      [Backlink]      Posted at Sunday 30.11.2008 11:25 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Inzwischen→ Zwischenräume  → Songs

Inzwischen bin ich eingenickt,
habe mich verträumt
als eines, das zu mir her blickt,
das meinen Anblick nicht versäumt;
inzwischen bin ich aufgewacht,
habe mich erschreckt,
die Augen wieder zu gemacht,
zu schaun, was sich in mir erstreckt;
inzwischen ging der Tag vorbei,
Himmel liegt nieder,
die Stunden sind mir einerlei,
sie bringt kein Kirchspiel wieder.
Inzwischen ist die Haut mir hart
auf meiner Spur geworden.

#476 of 1729      [Backlink]      Posted at Sunday 30.11.2008 10:14 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Der Die Das→ Worte  → Songs

Die der das nahm
die das der gab
der das damit
das dieses war
das selbe wie
das dieser nicht
der anderen gab
das diese nahm
die war im Recht!

#477 of 1729      [Backlink]      Posted at Sunday 30.11.2008 09:58 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Damit→ Humming  → Songs

Blind unter Hand und Auge
weich in der Decke Wolle
eingerollt in alles
leise froh
damit
wenn offen liegend
grundlos nicht
der Boden ist.

#478 of 1729      [Backlink]      Posted at Saturday 29.11.2008 16:23 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Dafür→ Humming  → Songs

Sollst nicht kannst nicht darfst nicht
zu lang treiben saugt dich voll
du sinkst ein Stein ein Holz
bist glitschig dann geworden
faulig dümpelnd trostlos grau
das rottet schon im Mark am Leben
wälzt dich träge breit im Fluß
das stockt nicht kreuzt
nimmt Kurs nicht quer
dafür
die Sonnenlippen lecken
bleich lindernd
lachen
hell

#479 of 1729      [Backlink]      Posted at Saturday 29.11.2008 16:22 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Dagegen→ Winter  → Songs

Daß in den Winter sich die Kälte zieht.
Daß in die Nacht das Licht sich flieht.
Daß in das Schweigen Worte.
Daß in die Leere Blick.
Daß Innen auch.
Dagegen
nur Danach.
Und dauert noch.

#480 of 1729      [Backlink]      Posted at Saturday 29.11.2008 16:21 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 
→ Labels

Volltextsuche

Kategorie
Sprache
Label
Titel
Text
Groß/Kleinschreibung
beachten
ignorieren


Labels

Algebra
Avantgarde
Matrix
Permutation
Politik
Reihen
Tries
Canzoni
Anna Dabosh [Englisch+Deutsch]
E.E. Cummings [Englisch+Deutsch]
Edward Lear [Englisch+Deutsch]
Emily Dickinson [Englisch+Deutsch]
Erich Meier [Englisch+Deutsch]
Firebird Landing [Englisch+Deutsch]
Jenny Allen [Englisch+Deutsch]
Schadenfrauleins [Englisch+Deutsch]
Stefan George [Englisch+Deutsch]
Stefan List [Englisch+Deutsch]
William Butler Yeats [Englisch+Deutsch]
William Shakespeare [Englisch+Deutsch]
Fotografie
Ignazio Buttita
Projects
Soaps
Affäre Rosenlicht
Beschäftigung
Blaupause
Fontane
Liebe usw.
Local Hero
Steilküste
Südlicher Regen
Songs
Flowers [Englisch+Deutsch]
Fluß [Englisch+Deutsch]
Herbst [Englisch+Deutsch]
Ich [Englisch+Deutsch]
Initial [Englisch+Deutsch]
Innereien [Englisch+Deutsch]
Katzen [Englisch+Deutsch]
Lago [Englisch+Deutsch]
Love & Affection [Englisch+Deutsch]
Me [Englisch+Deutsch]
Politik [Englisch+Deutsch]
Secrets [Englisch+Deutsch]
Sie [Englisch+Deutsch]
Spitzfindiges [Englisch+Deutsch]
T98 [Englisch+Deutsch]
Tries [Englisch+Deutsch]
Humming [English]
Me [English]
Me & You [English]
Sir [English]
Worte [English]
Abend
Algebra
Alltag
Alltag auf dem Lande
Angst
Arbeiten
Attraktionen
Avantgarde
B02
B03
B07
Bahnhof
Bitten
Dialoge
Draußen
Dunkelheit
Falten
Family Days
Flirts
Fluß
Frühling
Gier
Großstadt
H95
Haiku
Heimspiele
Herbst
Herbstmorgen 2007
Humming
Häuser
Ich
Initial
Innereien
Katzen
Katzencontent
Kind
Kirchen
Kompression
Kurze Gefühle
Küche
Lachen
Lago
Landschaft
Leute
Liebe usw.
Liebhaber et al.
Love & Affection
Lügen
Mannsbilder
Maschineninduziert
Matrix
Me
Me & You
Meer
Minipoem
Moderne Zeiten
Morgen
Mäander
Nacht
Norden
Nur so
Outskirts
paese
Politik
Schlaf
Schuhe
Schuld
Schönheit
SciFi
Secrets
Sehnsucht
Sie
Sommer
Spitzfindiges
Spots
Stadt
Sternenstaub
Süden
T92
T97
T98
Tageszeiten
Tanz
Teaser
Teiche
Tod
Traum
Trennungen
Tries
Ungewisses
Verführung
Verlorenheiten
Versöhnungen
Von Rändern
Wasser
wet
Wetter
Wildes
Winde
Winter
Wolken
Worte
Zorn
Zweifel
Zwischenräume
Talks
Me [Englisch+Deutsch]
Sie [Englisch+Deutsch]
T98 [Englisch+Deutsch]
Initial [English]
Alltag
Alltag auf dem Lande
Attraktionen
B00
B01
B02
B03
Die Wärterin
Falten
Family Days
Flirts
Fluß
G96
Großstadt
H95
Heimspiele
Herbstmorgen 2007
Humming
Katzencontent
Kettle
Kirchen
Klara
Lago
Leben auf dem Lande
Leute
Mannsbilder
Me
Me & You
Meer
Moderne Zeiten
Mäander
Outskirts
Schach
Spitzfindiges
Stadt
Straßen
T97
T98
Tageszeiten
Talltales
Tolchok
Ungewisses
Unterwegs
Wachsende Texte
Wasser
wet
Winter
Worte


songs

Nachbarn
Änderblog (zusammen mit Dirk Schröder)
Jenny Allen - Intermittent Voices
AmarettazuBlaue - Augenblick
Gabriele Brunsch - LadyArts Geschichten
Gabriele Brunsch - Haiku and non-Haiku
Miroslav Dušanić - Miro Leone: Lyrik
Susanne Englmayer - Over the Bones
Frau Musika
Alban Nikolai Herbst - Die Dschungel
Claudia Kilian - Sammelmappe
Claudia Klinger - Digital Diary
Stefan List- Kollaps der Wellenfunktion
Erich Meier - Verdichtetes
Mock Turtle
Alexander Nicolai - chronochrom
Diether Petter - Schreibman's Kultbuch
Anna Rinn-Schad - Schmollfisch
Dirk Schröder - hor.de
Franziska Schröder - Thoitsch
Helmut Schulze - parallalie
Paul Spinger - Lyrik und Germanistik
Zakkinen's Blog
Bjoern Ziegert - Wortgebrauch


Musik
The Corrs - Summerwine
Ani DiFranco - 32 Flavors
Ani DiFranco - Swan Dive
Ani DiFranco - Half Assed
Nancy Griffith - Boots of Spanish Leather
Mazzy Star - Fade Into You
Montana Skies - House of the Rising Sun / Devil went down to GA
Joanna Newsom - Sawdust and Diamonds
Joanna Newsom - Peach, Plum, Pear
Maura O'Connell - Blue Train
Maura O'Connell - Trouble In The Fields
Maura O'Connell - Down By The Salley Gardens
Joan Osborne - Sara Smile
Joan Osborne - Midnight Train To Georgia
Joan Osborne - To Make You Feel My Love
Portishead - Hummiung
Cat Power - Crying, Waiting, Hoping
Cat Power - Love & Communication
Cat Power - Remenber Me
Cat Power - House Of The Rising Sun
REM - Eberybody hurts
Sea Wolf - The Garden That You Planted
Smog - I Feel Like The Mother Of The World
Smog - Rock Bottom Riser
Smog - Dress Sexy At My Funeral


af_newyork

Labels

Rechts werden alle vorkommmenden Labels aufgelistet. Durch Anklicken eines Labels werden nur die ihm zugeordneten Texte angezeigt.

Anzeigemodus

Standard ist nunmehr der Blogmodus, d.h. es werden die neuesten Texten untereinander angezeigt (ggf. in gekürzter Fassung). Mit dem Schalter Anzeigemodus kann zwischen Blog- und Archivmodus umgeschaltet werden.

Compilations

Sind eine Erweiterung des Booklet-Konzeptes. Registrierte Benutzer können beliebig viele Zusammenstellungen von Texten unter beliebigen Titeln anlegen. Diese können auch öffentlich gemacht werden.

Bookmarks

Registrierte Benutzer können sich privaten Lesezeichen einrichten. Diese werden auf der Startseite und den Textseiten angezeigt.

Booklet

Eine der erweiterten Möglichkeiten für registrierte Benutzer ist das Booklet. Dieses ist eine private Auswahl von Texten, die zusammen unter einer von Ihnen bestimmten Überschrift ausgedruckt werden können.
Um einen Text in Ihr Booklet aufzunehmen, klicken Sie beim Betrachten des Textes auf den entsprechenden Schaltknopf.

Registrierung

Um erweiterte Möglichkeiten dieser Website (z.B. das Booklet) zu nutzen, können Sie sich als Benutzer registrieren lassen. Falls Sie das möchten, senden Sie mir eine entsprechende E-Mail mit dem gewünschten Benutzernamen. Das für den Login benötigte Passwort erhalten Sie via E-Mail, sobald ich unter diesem Namen einen Benutzer angelegt habe.

PIN für Kommentare

Um vor den lästigen Spam-Kommentaren zu schützen, erhalten Sie beim Eintreffen auf dieser Seite eine PIN (eine 4-stellige Zahl), die Sie, falls Sie einen Kommentar hinterlassen wollen, eingeben müssen. Die PIN steht rechts oben auf der Startseite.

Volltextsuche

Sie können anhand bestimmter Kriterien nach Einträgen suchen. In Überschriften und Texten kann dabei auf die Groß/Kleinschreibung wahlweise geachtet oder nicht geachtet werden.
Ihre Kriterien werden zusätzlich oberhalb und unterhalb der Texte in lesbarer Form angezeigt.

Kommentieren

Sie können alle Einträge kommentieren. HTML-Code wird zwar gespeichert, jedoch werden die Tag-Klammern in eckige Klammern umgewandelt.
Sie müssen Ihre Kommentare namentlich kennzeichnen, damit diese gespeichert werden. Eine Überprüfung der Namen findet nicht statt.
Was mir nicht gefällt, lösche ich nach Gutdünken!

af_newyork

←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 → p12 of 44    total of 1729 texts

Impressum:

Susanne Sarfatti, Postfach 21 90 35, 33697 Bielefeld Site Release 2.40 © 2007-2010 S.Sarfatti

Hinweis:


Mit Urteil vom 12. Mai 1998 (Az 312 O 85/98) hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch die Ausbringung eines 'Links' die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann, so das Landgericht in seiner Urteilsbegründung, nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Von dieser Seite sind 'Links' zu anderen Seiten im Internet gelegt.

Für all diese 'Links' gilt:

Ich weise darauf hin, dass ich keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und die Inhalte der verbundenen Seiten habe. Deshalb distanziere ich mich ausdrücklich von allen Inhalten aller verbundenen Seiten. Diese Erklärung gilt für alle auf meinen Webseiten ausgebrachten 'Links' und für alle Inhalte der Seiten, zu denen die 'Links' führen.