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Genug gesehen. Dem Gesicht begegnet in allen Weisen.
Genug gehabt. Lärm der Städte, abends, und in der Sonne, und immer.
Genug erkannt. Die Haltestellen des Lebens.
- O Lärm und Gesichte!
Aufbruch voll Gefühl und Geschrei - neu!
A.Rimbaud: Leuchtende Bilder / Illuminations - Aufbruch / Départ
(übers. von Reinhard Kiefer und Ulrich Prill)
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Einwärts→ Humming  → Talks

An einem trüben Tag ist er zu mir zurück gekommen, stand in der Tür der Küche, hielt ein Paket wie einen Schatz in seinem Arm, und schaute nach mir hin. Erst habe ich ihn gar nicht wahr genommen, ich las in einem Buch, den Kaffeebecher hoch gehalten, aus dem der weiße Dampf gemächlich stieg. Dann stieß mich jemand an und ich sah auf. Bemerkte seine Augen, sanft und matt, nicht fest und sicher wie gewohnt. Mir kam er fremd vor, so, als wäre er nur einer, den ich zwar kannte, aber nur sehr vage, und lange, schrecklich lange wär's schon her. Die Finger fingen an zu zittern, Kaffee bespritzte mir den Rücken meiner Hand, als ich den Becher hart absetzte, zwei braune, dicke Tropfen sah ich, oben auf der Seite blühen im Papier. Ich hörte seine Stimme, doch ich begriff nicht,...
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#481 of 1729      [Backlink]      Posted at Wednesday 26.11.2008 21:09 © by SuMuze
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Leichtes Leben→ Zwischenräume  → Songs

Eigentlich ist Leben
nur einfach leicht!
Was tust schon dafür?
Wachst auf, Tag für Tag,
findest dich hier,
schaust in den Morgen,
kochst dir Kaffee,
reibst dir die Augen
stößt dir den Zeh,
gehst dann zur Arbeit
arbeitest fein,
freust dich auf Freizeit,
läßt Fünf grade sein,
schläfst einsam für dich,
mal mit ihr, mal mit ihm,
fragst, liebst du mich?
sagst, willst mich ausziehn?
dann hältst du fest,
suchst Wärme dabei,
später ein Nest,
krank oder einsam
verfluchst du die Welt,
bist wieder gemeinsam,
was dir dann gefällt,
ein ewiges Streben
vor Scham wirst du rot,
an sich ist zu leben
viel leichter als Tod!
Vielleicht ist zu sterben
das wahre Problem?
Du wirst es erleben
und wieder zu Lehm.

#482 of 1729      [Backlink]      Posted at Wednesday 26.11.2008 21:09 © by SuMuze
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Schnee fällt→ Winter  → Songs

Schnee der auf nicht überdachte Stufen fällt
der Menschen die die Stufen gehen fällt
der auf ihre Hosen und Pullover fällt
der der Betrachterin ins Auge fällt
der leise immer weiter fällt
wenn gelbe Sonne fällt
der Schatten fällt
auf ihn

#483 of 1729      [Backlink]      Posted at Tuesday 25.11.2008 00:07 © by SuMuze
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Kleine Ängstlichkeit→ Ich  → Songs

Du weißt dich wer du bist nicht abends
nur am Tag weil wenn es dunkel ist
vergißt du schnell was innen und
nicht sichtbar ist zu sehr sind deine Sinne
auf das Nächste ausgerichtet das
es springt dich an sogleich
dich schlimm erschrecken kann.

Mit Zittern lauschen Haut und jedes Zäpfchen
nach außen hin und selbst wirst du dir fremd.

#484 of 1729      [Backlink]      Posted at Monday 24.11.2008 19:08 © by SuMuze
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Spät unterwegs→ Humming  → Songs

Es riecht nach Nässe weißer Reihe
Blässe brennt die Leere greller
spindeldürrer Äste unter Schnee
auf unempfindlich straffer Haut die
starren Rahmen Ziel im stumpfen
früh am Tage Grau die saugen
Einzigartigkeit je Mikrometer
in die Spitzen bleicher Finger
tasten sich heran an Rot bist
wenn dein Leib sich wieder windet
echsengleich aus wechselwarmem
Blut du gleitest auf den Linien
masseloser Welt hinab.

#485 of 1729      [Backlink]      Posted at Monday 24.11.2008 12:45 © by SuMuze
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Schneedach induziertes Frühstücksgedicht→ Frühling  → Songs

Kann ich den Finger auf die Absicht legen,
die weiche Lippen Worte sprechen läßt,
die starke Hände mich zu fassen heißt,
dann soll Nachgiebigkeit sich in mir regen,
die um den Willen, dem sie folgen möchte, weiß.

Kann ich die Augen an die Sehnsucht heften,
die Schönheit wie die Perlen einer Kette
für meine Aufmerksamkeit aufreiht,
dann soll sich Freude in mein Lachen mischen,
das jede Unzulänglichkeit verzeiht.

Kann ich die Stirn an warme Sanftmut pressen,
die jedes Stürzen wie ein Netz auffängt,
das wartend unter allen Schritten hängt,
dann soll Fröhlichkeit die Sonnentage messen,
worin sich Glück und Helligkeit verschenkt.

Kann ich den Leib der Wollust unterwerfen,
die aus der Stunde eine Ewigkeit erzeugt,
in der sich Freiheit allen Wünschen beugt,
dann soll ihr Licht nach meinen Schatten greifen,
wie Morgen, der die Nacht verscheucht.

Kann ich ein Teil sein, das ein Ganzes will,
dann kann ich ganz sein,
und dann bin ich still.

#486 of 1729      [Backlink]      Posted at Sunday 23.11.2008 12:19 © by SuMuze
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Boot→ Me & You  → Songs

Ich bin das Boot
du Mast und Wellen
das wiegt mich
richtet mich
um deinetwillen
breite Planken
unter dir

#487 of 1729      [Backlink]      Posted at Saturday 22.11.2008 20:38 © by SuMuze
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Schneeballschlacht→ Winter  → Talks

Heute, am ersten richtigen Wintertag des Jahres, ging ich durch dichtes Schneegestöber zum Einkaufen. Neben der Straße, sie machte gerade eine enge, rechtwinklige Biegung, stand linker Hand ein zweigeschossiges Mietshaus mit offenen Balkonen - ich glaube, so etwas nennt sich im Maklerdeutsch Loggia - und davor war eine kleine Fläche Rasen, auf dem jemand einen ausgewachsenen Schneemann hingestellt hatte. Die Spuren, wo die Schneekugeln aufgerollt worden waren, ließen sich noch gut erkennen, auch wenn der unaufhörlich fallende Schnee sie langsam verwischte. Niemand war zu sehen, und der Schneemann hatte außer einer weißen Knollennase und zwei arg abstehenden Ohren keinerlei Verzierungen. Eigentlich sollte ein richtiger Schneemann eine Möhre als Nase und zwei Äpfel als...
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#488 of 1729      [Backlink]      Posted at Saturday 22.11.2008 20:25 © by SuMuze
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Misserfolg→ Me & You  → Songs

Ich will den Trost nicht den du
widerwillig
gibst.
Ich will die Gier nicht die du
regelmäßig
zeigst.
Ich will den Blick nicht der mich
unablässig
mißt.
Ich will die Hand nicht die mich
nebensächlich
faßt.

Ich will die Leere nicht
die deine Fülle macht.
Ich will nicht
so nicht
nie.

In mir ist Meer
und in dir Strand
ich weiche
und du bleibst.

Ich wollte deine Ränder lecken
mich auf dich legen
warm und reich.
Ich wollte deine Formen spüren
mich dir anpassen
bis ich gleich
dir bin
und doch nicht du.

Nur Wellen schlugen
und der Wind.

#489 of 1729      [Backlink]      Posted at Friday 21.11.2008 11:27 © by SuMuze
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Einfacher Abschied→ Me & You  → Songs

Ein schneller Blick in einen Rücken
kurzes Winken leises Hoffen
der Abend kühl die Luft sehr naß
das Klatschen wenn die Reifen eines Wagens
in tiefe Pfützen tauchen
wenn der Motor kalt
auf hohen Touren drehend
ihn mit sich nimmt
der eben noch
mit Arm und Leib und wachen Augen
die Wände dir so nah heran zu holen schien
ein Wenden rasch ins Haus hinein
nicht wissen wo du bist
für einen Augenblick
allein
dann deine Schritte und
zurück
und heim

#490 of 1729      [Backlink]      Posted at Thursday 20.11.2008 23:37 © by SuMuze
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Ein Tod→ Wachsende Texte  → Talks

Als die alte Frau starb, war ihre Tochter bei ihr. Beugte sich über sie, schaute ihr in die blassen Augen. "Nun," fragte sie gelassen, "bist' schon oben, in deinem Himmel?" Und wartete. Die Alte sagte nichts, atmete, starb still. Die Tochter streckte sich und besah sich stumm den Leichnam. Es war früher Abend.

Sie ging in ihr Zimmer, holte schwarze Wäsche heraus und zog sich um. Stellte sich vor den großen Spiegel, nur in Strümpfen und Unterrock. Sah sich ins Gesicht. Sie war selbst schon alt, zwei lange Linien liefen parallel zu den Nasenflügeln ihr Gesicht herab. Um die Augenwinkel zogen sich feine Falten. Aber die Augen funkelten. Vielleicht jetzt wegen der Tränen. Wenn da welche waren.

Sie nahm das Kostüm aus dem...
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#491 of 1729      [Backlink]      Posted at Thursday 20.11.2008 23:17 © by SuMuze
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Vorherbst→ Herbst  → Songs

Mir tun meine Füße weh
mault ein kleiner Junge
ich sehe daß er kleine Füße hat
kleine Jungen haben kleine Füße
möchtest du dich
zu mir setzen
frage ich den kleinen Jungen
um Freundlichkeit bemüht
mein Lächeln paßt zu meinem Blinzeln
die Sonne hoch und gelb
blau ist der Himmel
blaue Himmel haben gelbe Sonnen
wir sind zu lange schon gelaufen
müde ist der kleine Junge
nickt
ich hocke mich gleich auf das Gras
schlage die Beine unter
der Junge lehnt sich gegen mich
kleine Jungen haben's gut
weit vorne geh'n die Anderen
ich zähle weiße Straßen
weit oben über uns
er zählt die Schmerzen
seiner Füße
ich rieche Sommer
der hängt noch in den Halmen neben mir
steckt in den Gräsern unter mir
kriecht durch den Staub
der sich in meine Hosen setzt
an meine Schuhe heftet
bald wird kein Sommer mehr
auf diesen Feldern warten
auf einen müden kleinen Jungen
der mault und den die Füße schmerzen
er sitzt mit mir
fragt mich wohin
die Straßen oben führten
kleine Jungen schmeicheln gern
ich zeig' sie ihm
er zählt viel mehr
als ich gezählt
gewonnen
kleine Jungen lieben den Gewinn
sein Schmerz scheint gleich vorbei
wir klopfen uns den Staub
aus unseren Hosen gehen weiter
im Gras zurück bleibt Sommer
der kommt nicht mit.

#492 of 1729      [Backlink]      Posted at Wednesday 19.11.2008 14:08 © by SuMuze
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zwischen zwei haltestellen→ Tries  → Songs

ver schaltete den lippen strang
ver waltete protest an drang
muskel fleisch zur end kontrolle
lauter leis kreist bei zug folge
vor lage kopie zu jung
tages gelder aktien sprung
in du zierte in ver sio nen
plap perm aul
tee
brigg an tie

#493 of 1729      [Backlink]      Posted at Wednesday 19.11.2008 09:29 © by SuMuze
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Alltag in der Stadt #22→ Alltag  → Talks

Das dunkelgraue Haus hat schon vielem getrotzt. Ein paar Bombennächten im letzten Krieg, unter anderem, aber das war hier herum keine allzu schwere Bedrohung. Da mochten diejenigen, denen die Bomben eigentlich gegolten hatten und die sie wohl zumeist doch nicht trafen, eine größere Gefahr für das Haus und ihre Bewohner dargestellt haben. Denn deren Name liest sich, als wäre er schon immer auf den Listen derer zu finden gewesen, die man fort wünschte, oder noch Schlimmeres. Aber die Mauern hielten stand, so wie ihre Bewohner. Nur sind sie darüber trotzig geworden, dunkel und schwer. Die großen Fenster verbergen ihre Schönheit hinter Ästen und Blättern, die Wände und das Dach ihre Proportionen hinter der Unmöglichkeit, alles mit einem Blick zu erfassen. Dicht an der...
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#494 of 1729      [Backlink]      Posted at Tuesday 18.11.2008 18:45 © by SuMuze
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Mir geht es gut→ Me  → Songs

Ich war nicht mit dir Kaiserin
mein Herz ist nicht auf Eis geboren
ich war Prinzessin nicht für dich
mein Fleisch müßte viel weicher sein
ich taugte auch nicht zur Hofdame
mein Name hat sich strikt verweigert
nicht einmal Kurtisane war ich
saß unten bei der Magd.

Ich wollte deine Sterne nicht
im Staub sah ich nicht gerne Spuren
mir schmeckte nicht der Tafelspitz
ich aß im Stehn
traf dich ja wollte hören
ich sehnte mich nach einem Wort.

Wir wollten uns ans Reden machen
quer über Tisch und Tag
wir wollten lachen
doch
wir konnten nicht.

Ich bin kein Fräulein von der Burg
nicht Dame die dem Haus vorsteht
saß unten
hörte Schritte
lauschte
und meine Welt verbarg ich gut.

#495 of 1729      [Backlink]      Posted at Tuesday 18.11.2008 00:39 © by SuMuze
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Nachmittag im Park→ Mäander  → Talks

Er ist seltsam groß, ich schaue immer wieder zu ihm hin. Sehr groß und schwer und massiv, so hatte ich ihn mir nie vorgestellt, so wollte ich ihn mir nie vorstellen. Seine Stimme klingt fremd. Seine Hand, die meine Schulter hielt, als ich ausstieg, ist mir fremd. Sogar sein Haar, obwohl es sich gut gehalten hat. Nur die Augen natürlich nicht, und das Gefühl weicher Gelassenheit, das sie in mir erzeugen. Das hatte er auch als Junge schon gut gekonnt, zumindest für mich. Es muß sehr einfach gewesen sein, ein paar Worte hier, ein aufmerksamer Blick dort, eine sanfte Berührung. Kinder sind so einfach, wenn sie bekommen, was sie brauchen. Und wir waren Kinder, auch jetzt noch sind wir vielleicht Kinder, oder ich will jetzt, daß wir es sind.

Er stand...
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#496 of 1729      [Backlink]      Posted at Sunday 16.11.2008 13:33 © by SuMuze
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Am Teich #6→ Teiche  → Songs

Unten nah am Wasser war die Erde weich,
wo wir unter Büschen wühlten,
die Feuerfinger heimlich kühlten,
und Feuchtigkeit kam hoch vom Teich.

Stahlen uns mit Lippen Laute aus der Nacht,
nicht dunkel, war die Sonne fort,
kein Stern mehr hell, kein Mond uns dort
am Himmel, Haut aus Gier gemacht.

Drückten uns fest aneinander, ungetrennt,
wenn wir nur ineinander stoben,
ein Ohr für uns und eins für oben,
und Licht, das hinter Lidern brennt.

Lachten, Jahre später, dachten beide an
das Gleiche, kaum verändert
Teich wie Bäume, unverhindert
alle Träume, sahen hin, und gingen dann.

#497 of 1729      [Backlink]      Posted at Sunday 16.11.2008 13:25 © by SuMuze
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Dunst #2→ Ungewisses  → Songs

Muster Schatten Leere
habe
endlich gesehen
ich irre
Fehler Versehen
wirre
Gedanken Verstehen
verliere
Gewinne
verspüre
ein Bangen
drinnen
verhangen
mein Himmel
einsam
zu sehen
nur Dunst
nichts
gar nichts
außer Meer
nur immer nur
Meer!

#498 of 1729      [Backlink]      Posted at Friday 14.11.2008 19:26 © by SuMuze
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Warum nicht?→ Me & You  → Songs

Ich möchte dich um deine Liebe bitten,
darum, daß du dein Fühlen um mich legst,
und meine zarte Schwachheit damit hegst,
sie hindert, daß ich deinen großen Schritten
folge, blieb' doch ich viel zu schnell zurück,
und zwischen uns wär' jedes schmale Stück
nur Fremdheit, dir und mir gleich ungelitten,
denn Nähe will ich, warm und weich,
in dir und du in mir zugleich,
als ob wir uns für immer hätten,
auf meinen Knien bitt' ich dich,
daß du mich willst, so wie ich dich.

#499 of 1729      [Backlink]      Posted at Friday 14.11.2008 19:25 © by SuMuze
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Zu sich gekommener Schluß→ Humming  → Songs

Als mein Gedanke
sich beschwerte
Wolke
die auf Erde lehnt
die Ordnung
wüst verheerte
die ich liebte
Zartheit
die sich Stärke sehnt
verlegte sich
die nahe Brille
dumpfer Wille
Grund gedehnt
wo keiner ist
bis ich ein schlief
mir Schlaf erhellte
keine Schranke
die mir gelte
außer
daß ich schlafen muß
am Schluß

#500 of 1729      [Backlink]      Posted at Friday 14.11.2008 19:24 © by SuMuze
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Der aufrechte Gang→ Politik  → Songs

Der aufrechte Gang ist ein Gang der gut trägt
mit federnden Schritten die Straßen hin schwebt
die Sohlen der Schuhe berollen den Grund
die greifenden Beine befördern gesund.

Der aufrechte Gang ist ein Gang voller Kraft
der tausende Meilen zu kürzen flink schafft
das Land fliegt vorbei, alles scheint kinderleicht
jeder Bergpaß liegt offen, jede Furt wartet seicht.

Der aufrechte Gang ist ein Gang der dir frommt
wenn alles gelingt und der Lohn zu dir kommt
ins Lachen der Augen tritt Klarheit des Lichts
und alles ist tätig, und liegen bleibt nichts.

Der aufrechte Gang empfiehlt sich zumeist
weswegen Lots Weib heute Salzsäule heißt.

#501 of 1729      [Backlink]      Posted at Thursday 13.11.2008 09:24 © by SuMuze
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Worte zum Donnerstag→ Worte  → Songs

Ausgespuckt Kompressormorgen bleiche Blausamkeit im Arm
aus Adern lassen Federn tragen wunschfrei züngelt Stürzinsfeld
am Schamgeruch Intarsienhände Hallo zieh nun gerne heller
Blinzeln ausgangszeitverwegen Lager Sassen immerwährend
Eitelkeit ist schon bestellt.

Unterbringung inclusive Kaltraumfreiheit Hand in Taschen
formatierte Knallblechschuhe Absatzende Hüftsteak Knochen
ist lebendig ziseliert ist Leben rettender als Maß als Name
wie ein Donner hinter Zwergen Opern Tal Fahrt lang entsichert
Erbsensünde ungerührt.

Kolportierte Rauchgewinne knistern einsam unbelehnt
innerweltlich prolongierte Solleinstellung Obachtgeber
wagt sich an den Horizont beizeiten sichert aber Trollinger
grauses Bluten um die Eintracht im Gesang Klang Los verhökert
alte Schergen bitterernst.

#502 of 1729      [Backlink]      Posted at Wednesday 12.11.2008 21:44 © by SuMuze
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Family Days #2→ Family Days  → Talks

Sie heißt mit Vornamen Dorothea und ihr Nachname klingt so, wie ein günstiger Wein aus Baden schmeckt. Genau kann ich das nicht wissen, ich trinke solche Weine nicht. Fast sieht sie mir aber danach aus, säuerlich und gußeisern überlegen. Und sie kann mich nicht leiden. Weswegen ich sie auch nicht leiden können will und viel zu freundlich zu ihr bin. Unentwegt lache ich albern, als wollte ich nicht wahrhaben, daß sie mich nicht anlächelt, was immer ich auch anstelle, damit sie es tut. Sie hat halblange, glatte Haare in einem sehr tiefen Braunton mit Beimischungen aus Rot und Silber. Eine Farbe, die wirklich einmal schwer mit einer Tönung zu treffen wäre. Und einen Mittelscheitel trägt sie, eine genaue Verlängerung ihrer vollkommen geraden Nase, und noch winzige...
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#503 of 1729      [Backlink]      Posted at Wednesday 12.11.2008 16:40 © by SuMuze
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Prettiness→ Humming  → Songs

A poet and a thunderman
both not unable to believe
that they had struggled hard
- much harder than each thought he can -
came struggling down the paths of man
but now consider both were young
the poet less, the thunderman
- mixed up confusion in a mess -
outraged by measure not by sight
the poet, yes, of course
his nostrils fainted when he died
the thunderman instead survived
but both were clean
like they were all
all perfect clean
and afterwards the warden said
o what a pity none was there
that took the opportunity
when prettiness was so much sober to be seen
something worthwhile to stare at, see!
maybe 'till five 'till four 'till three
didn't quick laughing do surround us,
my pretty pretty pretty Queen?

#504 of 1729      [Backlink]      Posted at Tuesday 11.11.2008 19:13 © by SuMuze
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Family Days #1→ Family Days  → Talks

Portia lehnt sich wieder einmal zu weit hinaus. Strampelt mit den bloßen Füßen, bis Mark sie daran fest hält. Von unten klettern sporadisches Hupen und ewiges Brausen von tausend Autos die Hauswand hinauf. Tess lacht. Auf dem Fluß glitzert silbern Sonne. Und es stinkt nach Diesel und Fisch. Doch daran haben sich alle längst gewöhnt. Als Mark leise meckernd Portia wieder herein zieht, unterbricht ihn Tess. Was er denn immer habe, fragt sie ihn, sehr harsch, sehr knapp. Sein weicher Mund zuckt. Portia schaut beiden zu, sagt aber nichts. Warum auch? Sie lehnt jetzt an der beinahe freien Wand aus rötlichen Steinen. Die Ritzen sind roh ausgeputzt, als wäre aller Mörtel bereits heraus gealtert. Eine ziemlich raffinierte Methode, den Preis der Flats hinaufzuschrauben. Der...
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#505 of 1729      [Backlink]      Posted at Tuesday 11.11.2008 17:29 © by SuMuze
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Nebentisch #2→ Stadt  → Songs

Der Mann hat kein Benehmen
sein roher Blick nicht Stil
die Taschen seiner Jacke
sind ausgebeult vom Greifen
nach Börsen Geld und Luft
die Haare ausrasiert das Kinn
zu mächtig für die Backen
der gelbe Nacken stiert zurück
die Beine breit gesetzt das Lachen
dringt zu mir durch den Saal
was stört ihn wenn wer schaut
die Augen trotzen doch nur aber
unter einem zittert spröde Haut
wenn wieder von den blassen Lippen
neben ihm ein Tropfen hängt das Mädchen
spürt ihn nicht nicht seine Hand und
seinen Finger nicht der ihn auffängt
Langsamkeit liegt in dem Blick
der auf die Räder fällt an ihrem Stuhl
und kalt dann aus den Fenstern flieht

#506 of 1729      [Backlink]      Posted at Tuesday 11.11.2008 17:25 © by SuMuze
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Ein Dicker, noch einer und ich→ Schach  → Talks

Ich frage, du antwortest, sagt er. Setzt mich auf diesen harten Holzstuhl und sich in einen anderen direkt davor. Ich muß mich rechts und links an den Füßen hinten am Stuhl festhalten. Damit er mich ungehinderter fragen könne, behauptet er. Dann frag, fordere ich ihn auf. Immerhin mag etwas dabei heraus kommen, ich bin klüger als er, glaube ich, nur nicht so diszipliniert wie er und so laut. Invertiere Sinn, sagt er. Das sei keine Frage, gebe ich zurück. Ein Lapsus, lächelt er. Am Nebentisch lacht man mit. Kannst du Sinn invertieren, verbessert er sich. Nur einen Sinn, nicht den Sinn, sage ich. Er denkt nach. Schön sieht er aus, wenn er nachdenkt. Ein wenig wie ein Junge, der sich nicht sicher ist ob die Schürfwunde am Knie schmerzen darf. Was heißt das, kommt bei...
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#507 of 1729      [Backlink]      Posted at Tuesday 11.11.2008 17:13 © by SuMuze
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Nebentisch #1→ Von Rändern  → Songs

Der Mann hat kein Benehmen
sein roher Blick nicht Stil
die Taschen seiner Jacke
sind ausgebeult vom Greifen
nach Börsen Geld und Luft
die Haare ausrasiert das Kinn
zu mächtig für die Backen
der Nacken stiert zurück
die Beine breit das Lachen
dringt zu mir durch den Saal
was stört ihn wenn wer schaut
die Augen trotzen doch nur
unter Einem zittert leise Haut
wenn wieder von den Lippen
des Mädchens neben ihm
ein Tropfen hängt dann kommt
die Hand hervor und einer
seiner Finger greift danach
Langsamkeit liegt in dem Blick
der auf die Räder fällt
an ihrem Stuhl und dann
kalt aus den Fenstern flieht

#508 of 1729      [Backlink]      Posted at Monday 10.11.2008 11:38 © by SuMuze
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Innen→ Innereien  → Songs

Ich spreche gegen Wände
die Wand spricht nicht mit mir.
Ich schaue aus den Fenstern
das Fenster zeigt mir nichts.
Ich liege auf den Dielen
die Diele trägt mich nicht.
Ich gleite an der Tür zu Boden
der Boden wartet schon.

Ich singe unter Bäumen
die Bäume hören nichts.
Ich laufe hinter Büschen
die Büsche bergen nichts.
Ich rolle über Gräser
das Gras hält mich nicht auf.
Ich werfe Steine in das Wasser
und es spritzt.

Ich lausche auf die Wörter
Worte sind mir fremd.
Ich tanze auf den Wegen
Wege enden leer.
Ich träume in die Lüfte
Luft läßt sich nicht greifen.
Ich rufe nach dem Hund
und er kommt angewetzt.

Ich sitze unter Lichtern
doch das Licht erhellt mich nicht.
Ich kratze an Gewändern
doch das Gewand bleibt mir verschlossen.
Ich reiße an den Stricken
doch der Strick hält mich gebunden.
Ich drehe mich
davon.

#509 of 1729      [Backlink]      Posted at Sunday 09.11.2008 18:23 © by SuMuze
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Nachmittag→ Tageszeiten  → Songs

Augen, die auf fremde Lippen schauen,
Lippen, die sanft tastend Laute formen,
Laute, die verloren in der Luft vibrieren,
Luft, die langsam über Haut hin streicht,
Haut, die fest sich über Muskeln spannt,
Muskeln, die sich Blut hernehmen,
Blut, daß durch die Adern strömt,
Adern, die den Leib durchziehen,
Leib, der sich von Leib entfernt.

Die Breite eines Tisches
an einem trüben Nachmittag
läßt Meere schmal erscheinen,
den Himmel niedrig,
und das weite Land zu eng.

Bilder, die auf der Netzhaut tanzen,
doppelt und dann doch nur eins,
Töne, die das Trommelfell anrühren,
verschieden und dann doch vereint,
Gerüche, die die Nase reizen,
dann auf der Zunge pelzig sind,
Sinn, der sich versteckt,
und dennoch zerrst du ihn dir her.
Die Leere einer Hand,
fast sinnlos ausgestreckt
zu einer dummen Geste,
nichts kann sie füllen,
bleich schwebt sie allein im Raum.

Sohlen, die auf Stein nass schlurfen,
Schritte, die laut Dielen treten,
Blicke, die aus Zimmern schlüpfen,
Hoffen, das zur Tür entweicht,
Fühlen, das im Fehlen wühlt.

Das dumpfe Schlagen einer Wagentür,
gefolgt vom Husten der Zylinder,
der Ungeduld der kalten Kolben,
Triumph der ersten Zündung,
und das Geräusch, wenn Reifen
- mitleidslos, erbarmungslos -
Distanz auf Asphalt schreiben.

Denken, das sich doch beruhigt,
Warten, das Gewohnheit wird,
Schlafen, zwischendurch,
und über Tag hält dich ein Finger gut im Zaum.

#510 of 1729      [Backlink]      Posted at Sunday 09.11.2008 17:50 © by SuMuze
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Nowhere #1→ Local Hero  → Soaps

Sein Wagen gleitet zehn Mal sanfter als meiner die schmale Straße zwischen den Bäumen entlang. Das genieße ich aus vollen Zügen. Ich liege lang ausgestreckt im weit nach hinten gedrehten Beifahrersitz und spiele mit meinen Händen irgendwo herum. An meinen Haaren, um zu retten, was noch zu retten ist. Viel ist das nicht mehr. Oder an dem gepolsterten Armaturenbrett, dessen weiches Material sich unter den Fingerspitzen eine Spur ekelhaft anfühlt. Und endlich an dem Radio, das mir mehr nach einer Raumschiffssteuerung aussieht. Auch dagegen kann ich mit meinem Wagen nicht ankommen. Darin halte ich das Lenkrad meistens fest in beiden Händen, höre den dauerhaft eingestellten lokalen Verkehrsfunk – der noch ohne Moderatoren mit erbarmungslos guter Laune auszukommen versucht...
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#511 of 1729      [Backlink]      Posted at Saturday 08.11.2008 20:10 © by SuMuze
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Toast→ Heimspiele  → Songs

Ein Toaster, ah, ein sehr verrücktes Ding,
das Wort allein klingt schon verkehrt, bevor noch
Brot, das Toast, halb aufgerissen darin hing.
Zu dick die Scheiben für das Einfüllloch,
zu wenig Zeit, Geduld, um mit Bedacht
sie zwischen beide Schlitze einzuführen.
Vor Wut gedacht, das wäre doch gelacht,
jetzt kriegst du's an den Fingern heiß zu spüren!
Klug ist, Maschinen nachzugeben,
zu tun, was sie dich schweigend heißen,
mußt Krümel nun und Fetzen heben,
statt in braungolden Toast zu beißen.
Greifst dann am Ende doch zum Vollkornbrot,
weil sonst aus Trotz Verhungern dir nur droht.

#512 of 1729      [Backlink]      Posted at Saturday 08.11.2008 18:53 © by SuMuze
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Feierabend #2→ Arbeiten  → Songs

Metallabrieb schwebt in der Luft
die Mädchen tragen blasse Haut
mein Schuh ein brauner Zeiger
vorwärts Feuchtigkeit regiert
in feinen Spuren dringt sie ein
macht langsam matt dehnt jeden Ton
zu lang und die Konturen
streicht sie weich um jedes Eck
voll Sanftheit selbst der Zorn
von Laub gedämpfter Dreck
und Blaulicht gleich da vorn
Rollgeräusch von hundert
Reifen Emsigkeit Zylinderkopf
Ventile Ineinander Greifen
beim Träumen fiel ich hin
im Laufen schwebt mein Sinn
kühl läßt sich spüren Abend
nicht mehr später Nachmittag
in allem fein ein Hauch aus Nichts
dazwischen Pause Atemholen
und auch ein Warten das ich mag

#513 of 1729      [Backlink]      Posted at Friday 07.11.2008 17:30 © by SuMuze
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Hammer→ Lügen  → Songs

Zieht sich den Abendhimmel
vor die stumme Nacht, vier
halb Zoll Nägel halten
ihn am Fensterrahmen,
Hammerschläge bringen
Tadel, doch sind lauter
als Gedanken, seitlich
leckt der Morgen an der
Wand, das Atmen ruht nicht
lang, der Schlaf weckt wieder
auf, der Hammer liegt bereit.

#514 of 1729      [Backlink]      Posted at Friday 07.11.2008 01:34 © by SuMuze
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Klar geht das→ Zweifel  → Songs

Lang genug gezweifelt
Glauben keimt jetzt wieder
Barmen einer guten Hand
nicht länger mehr verteufelt
schlägt nun die Bedenken nieder
Hoffnung füllt den Kontostand

#515 of 1729      [Backlink]      Posted at Thursday 06.11.2008 11:18 © by SuMuze
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Ein Tag Leben→ Heimspiele  → Songs

Ich bürste mir die Welt auf Einkauf s Zettel
Hosen Taschen Falten trennen Waren Gruppen
Schwarz Brot Scheiben Essig und Essenz und Salz
Ich schiebe mir die Welt in Einkauf s Wagen
Großer Zeh an Gummi Rad zu Weh Geschrei
Kredite Karten Nummern Speicher Tastaturen Geld
Ich hole mir die Welt zu Rund Funk s Klängen
Finger trippeln Ungeduld Verleumdungsklagen
Polster Stützen Kopf Gurt Spanner Türanschlag
Ich lausche mir die Welt von Rund Funk s Sprechern
Tüten reißen Dosen fallen Schimpf Wort bücken
Augen Matten Arme Stapeln Mehl Regal Klosett
Ich schlafe mir die Welt bewußt Sein s mäßig
Überlange Spiel Film Gläser nachgegosssen
Stummheit Sturheit Dummheit Schweigen Zahn und Schlaf.

#516 of 1729      [Backlink]      Posted at Thursday 06.11.2008 09:55 © by SuMuze
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Angekommen→ Worte  → Songs

Bin angekommen, her gekommen, kam, kam an,
kann es kaum fassen, kann, kaum, daß ich kam,
kaum Atem holen, atmen, lallen kann ich, holen,
kommen, komm ins Laub, ins Licht, ins Lichtermeer,
kann lallen, komme, leuchtend helles Licht und mehr,
bin hier, bin, bin gekommen, kam, kam an, und bin so sehr.

#517 of 1729      [Backlink]      Posted at Wednesday 05.11.2008 20:20 © by SuMuze
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Barroom Plea→ Me  → Songs

Be tender
be softly
stay close behind!
Bartender
keep tender
be keeper of night!
Barroom
betrayal
barred room is in sight!
Be stuck up
be fed up
all stolen unkind!
Keep off
keep quiet
a sting and a plight!
Beekeeper
please keep me
all tender at night!

#518 of 1729      [Backlink]      Posted at Tuesday 04.11.2008 01:21 © by SuMuze
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Berlin D.C.→ Stadt  → Talks

Es ist kalt in der Stadt. Laut und schnell und um die Laternen herum bilden sich Inseln giftig aussehenden Lichts, das nichts wirklich beleuchtet, aber alles verfälscht. Was zu meiner Stimmung paßt. Vom Wagen in den Club sind es kaum ein paar Meter, mir aber erscheinen sie wie eine Weltreise. Auf dem Rücksitz wäre ich fast eingeschlafen, das weiche Dahinschaukeln durch die Nacht und die ungewohnte Zeit knabberten heftig an meinen Kräften. Ich bin in der Hauptstadt und unterwegs um zu ficken. Wozu sonst ist eine Hauptstadt gut? Sagen wir: es geht nicht nur ums rein Körperliche. Das klingt einfach besser. Es geht um Gefühle. Sich zu fühlen. Das ist, worum es geht. Ja sicher, ich lasse mir die Beine auseinander reißen, aber wenigstens fühle ich was dabei. Und, mit der...
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#519 of 1729      [Backlink]      Posted at Tuesday 04.11.2008 01:13 © by SuMuze
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Raupenmorgen→ Morgen  → Songs

Glimmst schon unter Asche, neuer Tag,
kommst mir entgegen, oh, ich lag
noch winzig, keine Kraft, dich anzusehn.
Raupe nur, nicht Schmetterling, den
dein Licht begrüßte, Larve aber
grüßt es nicht.

#520 of 1729      [Backlink]      Posted at Monday 27.10.2008 17:10 © by SuMuze
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Joanna Newsom - Peach, Plum, Pear
Maura O'Connell - Blue Train
Maura O'Connell - Trouble In The Fields
Maura O'Connell - Down By The Salley Gardens
Joan Osborne - Sara Smile
Joan Osborne - Midnight Train To Georgia
Joan Osborne - To Make You Feel My Love
Portishead - Hummiung
Cat Power - Crying, Waiting, Hoping
Cat Power - Love & Communication
Cat Power - Remenber Me
Cat Power - House Of The Rising Sun
REM - Eberybody hurts
Sea Wolf - The Garden That You Planted
Smog - I Feel Like The Mother Of The World
Smog - Rock Bottom Riser
Smog - Dress Sexy At My Funeral


af_newyork

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Sind eine Erweiterung des Booklet-Konzeptes. Registrierte Benutzer können beliebig viele Zusammenstellungen von Texten unter beliebigen Titeln anlegen. Diese können auch öffentlich gemacht werden.

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Registrierte Benutzer können sich privaten Lesezeichen einrichten. Diese werden auf der Startseite und den Textseiten angezeigt.

Booklet

Eine der erweiterten Möglichkeiten für registrierte Benutzer ist das Booklet. Dieses ist eine private Auswahl von Texten, die zusammen unter einer von Ihnen bestimmten Überschrift ausgedruckt werden können.
Um einen Text in Ihr Booklet aufzunehmen, klicken Sie beim Betrachten des Textes auf den entsprechenden Schaltknopf.

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