| Schönheit #3 | → Schönheit → Songs |
Legst ab das leise Lächeln Kruste Kindheit noch ein Blick im schon Fortgehen drehst dich hinein Bild Blicken Mut mischt sich ins weiter Gehen streckst dich Durst Dunkelheit voll Sehnsucht auf der Stelle Stehen wirfst fort die falsche Haut Neid Nacktheit wenn Hände auf der Seele Stehen wendest dich ab Gunst Geilheit Augen achten nicht das fremde Sehen liegst unter Wärme frierst zu viel im Abendlicht weiß auferstanden |
#881 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 01.02.2008 09:46 © by SuMuze
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| Schuhen | → Zwischenräume → Songs |
Die Fingerspitze streift als zögerte die Haut das Ineinandergreifen ihrer Flächen so weit hinaus wie es ihr irgend möglich ist um Nähe nur wie wilden Rausch aus Zittern und aus Reiben nachgebend dann einander zu gewähren seufzend den Spann zwischen den weißen Riemen der Sandalen. |
#882 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 30.01.2008 14:08 © by SuMuze
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| Liebe grau | → Mannsbilder → Songs |
Das Hemd wirft sich am Bauch dir auf der Zahnersatz beißt bestens kennst Künstler auch und nennst mich Schatz beim morgendlichen Wäschekauf im Kaufhausrausch des Westens
Die Hand legst du mir auf's Gesäß dein Deo täuscht die Sinne nimmst locker dir machst kaum Geräusch liebst folgsam reinliches Gefäß mit leicht gebrauchter Rinne
Weißt hinter Bänken manchen Mann ein Hoch den jungen Jahren bist unbeschränkt bist Quell und Brunn Gestein auf das gezählt sein kann gewaschen und erfahren
Wenn in dir kocht die alte Wut als wenn der Zorn der Jugend ans Herz dir pocht siehst du nach vorn vergißt was schlecht und weißt was gut das Vorwärts ist dir Tugend
Du bist modern und platzt vor Macht du modellierst dein Leben suchst nach dem Kern steigst auf zum First und strapazierst im letzten Fach die Balken und Querstreben
Jagst jede Kante himmelan reißt mit wer einsam schaudert bist unverwandt nur dir allein hast alles für dich selbst getan und eloquent geplaudert
Bist noch Kanone in mir drin entfesselte Rakete wenn hin zum Thron dem Besseren nur winkt der bessere Gewinn den keiner dir verwehrte
Nimmst dir als Pause meinen Leib für den Moment ein Rasten der weiß kein Haus der immer rennt nur rasche Tränen in mich reibt und kehrt zurück zum Hasten
Atem weht Flügel an mein Ohr will meine Wange streicheln ich stelle jede Lüge als wäre ich nicht bange dem Urteil meiner Sehnsucht vor und graues Licht soll weichen |
#883 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 30.01.2008 13:39 © by SuMuze
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| Winterschäfchen | → Winter → Songs |
Mein Winterkleidchen hüllt dich fein wie Schnee die Erde von mir fern ich werde Schaf der Herde weißer Winterschäfchen frühjahrs gern dir für ein warmes Schläfchen winzig weich erfrischendes Schneeflöcken sein |
#884 of 1729 [Backlink] Posted at Tuesday 29.01.2008 19:12 © by SuMuze
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| Im Norden | → Norden → Songs |
Das Blau der Hyazinthen schimmert grau. Das Gelb der jungen Krokusse glüht welk. Das Weiß von tausend Schneeglöckchen wiegt sich so bleich wie kalter Erde kaltes Röckchen. Zaghaft nur findet Sonne schwachen Halt. Im Norden. Feuer dort ist kalt. |
#885 of 1729 [Backlink] Posted at Tuesday 29.01.2008 11:02 © by SuMuze
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| Winterbesuch | → Lago → Talks |
Im Kamin brennt endlich ein richtiges Feuer. Fernanda und ich hocken davor, die Arme um die Knie geschlagen, wippen auf den Füßen und ignorieren die grummelnden Proteste aus den Tiefen der Halle darüber, daß wir damit alle Wärme in uns aufnähmen. Schließlich haben wir uns die Arbeit gemacht mit dem Kamin und tragen nun die Spuren von Ruß und Holzsplittern auf und in unserer Haut mit uns herum. Alesso hat beim Hereintragen des Holzes ein wenig geholfen, aber aufgestapelt habe ich. Und gespalten hatte es der alte Romeo ganz allein. Nachdem ich mich mit Elan an einem Scheit versucht habe und Romeo meinte, es sei viel zu gefährlich für ihn, mir dabei zuzuschauen, und er es lieber selbst machen würde. Was mir durchaus recht war, auch wenn ich nicht ungern mit einer Axt... [weiterlesen] |
#886 of 1729 [Backlink] Posted at Monday 28.01.2008 22:23 © by SuMuze
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| Küchenklang | → Heimspiele → Songs |
Im leisen Rasseln von Metallgestänge auch, im Klatschen innen, wo Geschirr gebadet wird, im Säuseln aus den müde gelben Leuchtstoffröhren, im Knacken, wenn der Ofen langsam kälter wird, im Knurren, wenn fern ein Wagen sportlich startet, selbst in der Ruhe, wenn allein der Wind und seine dünnen Helfershelfer die einzigen, die zu mir sprechen sind, dann kann ich alle Worte hören, die vielen Sätze, ungesagt und doch, sie zu verstehen, ich kann's schwören, so viel gesagt, so vieles ungesagt, jetzt noch. |
#887 of 1729 [Backlink] Posted at Monday 28.01.2008 16:11 © by SuMuze
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| im selbst | → Innereien → Songs |
stahl dieb freude an beute indem ich frech scheute des opfers zorn
trog schuft um seine lust indem ich stolz schloß wut ein in die brust
kein stroboskop am horizont das mir der sonne licht zuteilte |
#888 of 1729 [Backlink] Posted at Monday 28.01.2008 13:37 © by SuMuze
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| sehnsucht nach dir | → Sehnsucht → Songs |
da war ein licht ein heller regenbogen ich schaute hin du nicht ich hasste dich dafür und töne schienen mir herunter von der straße suchten sie uns ich hörte hin du auch doch nie gemeinsam einsam blieben wir mein alles sehnen hatte dich verwirrt dein sicher sein mich irritiert ich log die bleiche haut half nie nur möwen früh am tag und gischt am ufer totes wasser das nie stillt und weit und widerlich der horizont |
#889 of 1729 [Backlink] Posted at Saturday 26.01.2008 02:17 © by SuMuze
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| Nutzlose Liebe | → Trennungen → Songs |
Nehm deinen Nutzen nicht, warum nimmst du nicht meinen? Kühl deine Stirne nicht lass sie mir wetterleuchten. Komm: mein leeres Lager liegt dir auch, dein Frieren friert mich, sind uns einander eins in eins geboren. Sah deinen Stern scharf gegen Nacht, höre den Schmerz, steh still: frag niemals deinen. Stör deine Hüllen nicht, warum reißt du an meinen? |
#890 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 25.01.2008 20:18 © by SuMuze
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| Liebe und gleitende Arbeitszeit | → Arbeiten → Songs |
Matt wie mein Blick die Mappen streift die Rücken harter Ordner auf hartem Holz im Glied; sanft wie die Spitzen meiner Finger zärtlich auf Seiten weiß und holzfrei schwarze Zeichen entlang gleiten; träge nicht wach auch meine Augen scharf brennt das Licht aus Deckenlampen; starr zerrt sich mir gebeugt mein Rücken eng zieht sich Kopf um zarten Hals; wild leise dann aus warmem Hörer lächelnde Gedanken deine Stimme: kaum zwanzig Worte küßen mir den einsam leeren Schoß zu Gier. |
#891 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 24.01.2008 10:35 © by SuMuze
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| Liebe #3 | → Liebe usw. → Songs |
Ich teile meine Fröhlichkeit buntes Papier ich schenk es dir mach mir daraus mein Kleid. So dreh' ich mich als Kreisel fang deine Gier reibe sie mir ins Haar auf jede Weise. Ich küsse deine Lippen weich frisch hol' ich mir Geschmack von dir damit er meinem gleicht. Tanze nach deinen Wünschen als Wirbelwind ein kleines Kind im Röckchen voller Rüschen. Ich liege deinem Schlafen Wacht lausch jedem Laut der unvertraut mein Fühlen stört zur Nacht. Träum leise deiner Brust bis ich sodann als Winzling kann voll Sehnsucht sein und Lust. Ich schmiege mich der Wärme ein mein Feuerholz prasselnder Stolz du brennst in meinem Sein. Brennst mir in allem Denken als wäre ich ein Fackellicht hell strahlendes Herschenken. Ich weine in den Tag hinein nicht einsam, nein und nicht allein will übersprudelnd deine sein. Schau immerzu dein Angesicht wenn kalt der Mond nur bleich mich lohnt und auch, mein Schatz, im Sonnenlicht. |
#892 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 23.01.2008 19:08 © by SuMuze
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| Müde | → Ich → Songs |
Fühl meinen Puls, sein sanftes Bitten bin müde müde war ich, werd' es sein die Kühle nimmt mich in den Abend mit langen Fingern, Dunkelheit sie streifen alle meine Haut und küssen ihren Schweiß mir auf die Schatten spielen stumme Kinder bloßer Form ihr Atem füttert Dämmerung roll mich hinein und schwinde mit dem Licht bin müde müder als ich jemals war bleich jetzt und blau im blauen Glanz der Nacht wenn träge so als hätte Müdigkeit sie aufgeweckt Adern sich ihre Gänge bohren durch willenlos betäubtes Fleisch bin müde kann mir alle Zeit fast nehmen sie zählen bis zum jüngsten Tag Fangzähne siegeln meine Lippen daß tausend Worte hundert Schlangen stehen wenn nur mein Denken müde bin ich viel zu sehr sich endlich legt wie ich |
#893 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 23.01.2008 10:22 © by SuMuze
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| Nichts Reelles | → Worte → Songs |
Es wäre nicht so einfach, gar nicht einfach sehr schwer sogar, sehr kompliziert ich wüßte jetzt nicht mal zu sagen und müßte sehr genau nachdenken anstrengen müßte ich ganz tief in meinem Kopf da drinnen suchen kramen recherchieren mag sein, ich fände nichts würde am Ende nur mit leeren Händen und ohne jedes Resultat nur heiße Luft nur irgendein bemühtes Reden kein Ziel und nichts Konkretes, ja nichts, nichts, gar nichts ein Vakuum das wäre doch, ach nein das wäre nichts. |
#894 of 1729 [Backlink] Posted at Tuesday 22.01.2008 20:14 © by SuMuze
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| Alltagsgedicht #3 | → Alltag → Songs |
Mit leisem Klappern laufen Finger die Tasten vor ihr kreuz und quer und schaffen Zeichen in das Fenster, Ränder und Ecken, Linien - mehr.
Die winzig rote Zungenspitze erscheint frech, flieht vorm Tageslicht erschreckt zurück in ihre Ritze, kommt später wieder, viel Vorsicht.
Ihr Fuß klopft Takt den flinken Händen, dem Blick dem Hals dem Kinn dem Kopf, die alle sich dem Bild zu wenden, fast unberührt wippt sanft ihr Zopf.
Manchmal, wenn sie ein Lachen packt, und ihre Stimme kichernd liest, fühlt sie sich unter Kleidern nackt und Augen schauen Paradies.
Die Haut ist für Sekunden dünn, fast zärtlich reiben Schenkel sich, spreizt sie sich ihre Finger hin, verlagert langsam das Gewicht.
Dann summt vielleicht das Telefon, oder ein Kopf streckt sich herein, das Paradies ist rasch davon, das niemand sah, nur sie allein.
Und an den Linien ihrer Beine um Hüfte, Taille und um Brust spürt sie die immer feste Leine des immer gleichen: ja - du mußt. |
#895 of 1729 [Backlink] Posted at Tuesday 22.01.2008 12:20 © by SuMuze
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| Liebe #2 | → Liebe usw. → Songs |
Und spüre alle Härte und nehm sie mir für dich nehm sie mir hell mit Lachen daß weich ich bin für dich mein Lachen ist ein Rasen das dich zum Himmel wirft mein Leib ein Katapult zum Zucken seiner Kräfte zuckt mir ein jedes Glied vorbei an deiner Schwere und aufwärts immer auf zum Himmelszelt der Muskel dem Auge meinen Reiz vieltausendfache Finger zart meinen Tränen lieb wie Zungen aus dem Nichts züngel' auch ich dir heiß brenn' wild und wilder mehr ach, wieder mal dein Lachen dein leises langes Lachen als wäre alles gut ich bringe Decken dir und hülle dich in Gunst roll ein dich in die Wunder halb nur verstandener Kunst bin weiß unter dem Blau aus Licht und Luft und Welt mein wunderkleiner Hafen wenn er dir nur gefällt. |
#896 of 1729 [Backlink] Posted at Monday 21.01.2008 18:09 © by SuMuze
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| kleine sehnsucht nach dem geliebten | → Sehnsucht → Songs |
nähm mir den arm die hand den fuß von deinen lief auf dem bein dächt mit dem kopf bänd jede der krawatten die fahnengleich dir winken bunt um meinen gierig ausgeliehenen hals spräch mit der zunge deiner läge bequem auf breitem rücken deine finger mir so nah - und sehnte mich noch immer noch und hätte nimmer noch genug genug. |
#897 of 1729 [Backlink] Posted at Sunday 20.01.2008 19:46 © by SuMuze
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| kleines gedicht für den geliebten | → Me & You → Songs |
nur schnell paar zeilen dir zum lesen keine zeit bin abgelenkt das fühlen ahnt will fest nicht wissen am rand notiert hab' ich's mir bloß nur zig gedanken aus der hülle daß ein wissen in dir ist von meinem - weißt du? lieg nur zu gerne dir ein schoß |
#898 of 1729 [Backlink] Posted at Sunday 20.01.2008 19:32 © by SuMuze
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| Turteln | → Dialoge → Songs |
Ich möchte wahrgenommen werden, sagte ich. Dann melde dich, kam seine Antwort prompt. Wie, fragte ich (und legte meinen Kopf an seine Brust, das fördert den Gesprächsverlauf und schafft mir meist Vertrauen). Zeige dich, riet er mir (mit der Hand an meiner Hüfte). Ich grinste nur (stumm und tief hinein in seine zarte Haut, damit er um Verletzlichkeit in meiner Seele wußte). Zeig allen die Erfolge her, sprach er (mit Schwung). Du bist noch jung, dring mit Elan nach vorne. Ich bin nicht so, gab ich ihm (maulig) zu bedenken. Du auch, zerstreute er mein Eigenbild. Ich nicht (ich mußte lachen, und er auch, das Lachen machte ihn mir lieber). Gib ruhig mehr an, flüsterte er mir in das Ohr (während nun seine Hand sich endlich nahm, was ich ihm schon die ganze Zeit, er schien es jetzt wohl erst zu spüren, ganz ruhig angegeben hatte). Ich möchte wie die Disteln sein, kam Wispern (leise) über meine Lippen, mit Stacheln und nett anzusehen, und wenn der Wind mich schüttelt, will ich mit tausend Schneeflöckchen großzügig um mich werfen. Na siehst du, lächelte er (nun froh), doch nur, wo - zu die Stacheln? Ach, (ich schmiegte mich sehr eng an ihn) ich denke, Stacheln werden wohl nicht schaden. (Und seine Arme zogen mich mit Kraft heran) Und dann? (hochblickend sah ich, wie er seine Augenbrauen voll wunderbarer Neugier tadelnd hob) Dann pflückt mich einer, Stacheln hin und Stacheln her. (Wir lachten) Das, (er grinste gnädig fast, mit einem weichen Schimmer Fröhlichkeit speziell für mich) ist sicherlich nicht weiter schwer. |
#899 of 1729 [Backlink] Posted at Saturday 19.01.2008 11:05 © by SuMuze
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| leise bitte | → Spots → Songs |
umkreise mich mit immer gleichen kreisen mein einwärts weisen weist auch dich mir leise einwärts wieder zu |
#900 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 18.01.2008 21:57 © by SuMuze
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| grammatisch sinnvolles gedicht | → Worte → Songs |
ich bin werde war werde sein bin war wäre gewesen du bist wirst warst wirst sein bist warst wärest gewesen er sie es ist wird war wird sein ist war wäre gewesen wir sind werden waren werden sein sind waren wären gewesen ihr seid werdet wart werdet sein seid wart wäret gewesen sie sind werden waren werden sein sind waren wären gewesen
ich könnte, wäre ich geworden, was ich bin, wär' alles anders, wie es ist, nicht lesen. |
#901 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 18.01.2008 19:34 © by SuMuze
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| fahrt von der arbeit nach hause | → Arbeiten → Songs |
es wird zwei-spurig drei dann wieder zwei mein spiegel hat sich blind verstellt wie meine die periode ach sie fehlt mir schon es wird ein-spurig ein stau wird stillstand sein mein schoß will mit mir summen mein immer freund ach er fehlt mir nie mir fehlt die sonne blau und wärme in das licht die augen brennen feuerkalt wie meine oftmals worte ach sie lügen nicht klingen mir doch deine sätze matt unglauben mein denken will ich sehe nicht nach dir will niemals trost ach sehne ihn ich fahre jeder alle trübsam ein nach haus zu hin. |
#902 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 18.01.2008 19:14 © by SuMuze
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| Spaziergang an einem Winterabend | → Winter → Songs |
Verloren der Blick auf das Nahe am Tag im Grau eingefangen dem Weiten funktionslos und grell im Drehen Kontakt auf Kontakt fest anlag kurzschließend im Übermaß hell. Vermisst jedes Weiß auf den Äckern zur Nacht schwarz leckt sie am Rand aller Welten traumleuchtend und hoch in Fernen von Fernen sich mühsam gedacht sinnquälend und kalt immer doch. Sich spiegelnd erhebt mattes Licht seinen Glanz wenn Mond sich frech leiblich aufplustert metallisch und dreist sein Schatten viel schwärzer als schwarz wagt den Tanz der taumelnd und stumm dann entgleist. Ermüdend das Credo der einsamen Flur in den Furchen hallt noch ihr Schelten anklagend und starr im Harten das Harte erwächst zur Richtschnur zu einfach und doch wunderbar. |
#903 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 17.01.2008 21:29 © by SuMuze
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| Geschlechtliche Präferenzen | → Attraktionen → Songs |
Ich mag die Dünnen nicht ich mag viel mehr die Dicken die Dünnen denken sich sie bräuchten zum gut Ficken hellgrelles Neonlicht und dutzende von Stricken Leder wie ein Bösewicht um dich ins All zu schicken.
Ich mag die Dicken lieber die tun auch weh und schmerzen mir ist Leistung über sie kommt nie aus dem Herzen gibt dir Lampenfieber statt feinstem Licht von Kerzen und nimmt Zeitgeistgehuber für römische Sesterzen.
Ich mag die Dünnen nicht die Dicken kann ich leiden will Kraft und nicht den Wicht bin dreist und unbescheiden will nicht nur, was man darf halt Langsamkeit für schnell seh Präzision nicht scharf nehm Schattenwurf für hell.
Ich mag die Dünnen nicht ich nehme lieber Dicke die Dünnen werden fett trotz ihres Kraftgeficke die Dicken bleiben nett drum liebe ich nur Dicke. |
#904 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 17.01.2008 12:05 © by SuMuze
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| Unpolitisches Liebesgedicht #1 | → Politik → Songs |
Gibst mir die Ohren mein Innerstes dir laut zu sagen gibst mir die Augen es wieder mir zurück zu nehmen gibst mir die Hand es wie ein Öl auf meine Haut zu reiben gibst mir den Schweiß es mir mit jeder Pore gierig einzusaugen gibst mir die Arme es tief in mir wie hundert Schätze zu behalten gibst mir die Lippen es stumm wie Beten ihnen hin zu sprechen gibst mir den Atem daß mein Hasten weich an dir zur Ruhe kommt gibst mir den Tag und nimmst das Dunkel fort aus meinem Licht. |
#905 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 17.01.2008 09:55 © by SuMuze
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| kalttags | → Innereien → Songs |
ich trage ein heiteres lachen mit freude der gunst, verloren mein finsteres wesen, der reinen zupaß, daß, wie auf wiesen zartester morgen, mit kälte umflort jeder ast, ein helleres banges begehren, der tag wie ein kuss über tau, der mein zittern erfaßt, mein innerstes wieder in angst will ersehnen, und kann, wird, und soll - und darf mir nie sein; wenn am abend dann mittag schon weicht und die nacht bricht laut johlend herein. |
#906 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 16.01.2008 22:25 © by SuMuze
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| Reimfieber | → Ich → Songs |
Ich schmiege meine Wange in deine starke Hand. Ich liege in der Zange der Beine wie gebannt. Ich wiege mich schon lange nicht mehr aus Unverstand. Ich fliege, mir wird bange, so tief scheint mir das Land. Ich stiege an der Stange der Eitelkeit bekannt. Ich rüge alle Bande gegen die ich gerannt. Ich lüge über Schande die lauthals ich benannt. Ich ziehe durch die Lande und keiner kommt gerannt. Ich triefe naß in Wanten die Segel unbemannt. Ich schiebe mich zur Kante der Stadt die abgebrannt. Ich schließe alle Rande der Welt ganz ungalant. Ich trüge hart am Wandern trüg ich mich selbst im Sand. Ich füge Eins zum Andern und schweige nun genant. |
#907 of 1729 [Backlink] Posted at Tuesday 15.01.2008 19:16 © by SuMuze
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| Kissing | → Affäre Rosenlicht → Soaps |
Mit Evelynne zu tanzen bereitete Rosenlicht ein solches Vergnügen, wie es ihm mit kaum einer anderen Partnerin je gelang. Das lag weder an ihren noch an seinen außerordentlichen tänzerischen Fähigkeiten, sondern, wie er wußte, lediglich daran, daß er noch niemals mit Evelynne geschlafen hatte. Wodurch die engen Berührungen des Tanzens eine besondere Qualität erhielten. Jahre lang hatte er bedauert, daß sie sein erotisches Interesse - und seine an manchen Abenden dann wohl doch recht heftig aus ihm heraus drängende Gier - niemals erwidert hatte. Es hatte ihn gekränkt, mit welcher Deutlichkeit und, fast noch mehr, mit welcher Höflichkeit sie ihn immer wieder abgewiesen hatte. Bis heute war eine streng bewachte Zone stürmischen Zorns darüber tief in ihm eingeschlossen.... [weiterlesen] |
#908 of 1729 [Backlink] Posted at Tuesday 15.01.2008 13:17 © by SuMuze
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| Arbeitstag # 3 | → Arbeiten → Songs |
Mit Wolkentritt den Tag begonnen dem Tiefkühlfach das Brot entnommen dank Nachttarif dem Soll entkommen in Dieselschritten Land gewonnen.
Begann zum Takt der Prozessoren und brummenden Ventilatoren gegen Proteste meiner Ohren die Durchsicht aller Debitoren.
Die Gedanken gingen hin zu ihm die Gefühle auch, so wie mir schien die Arbeitsstunden zäh entfliehn die Schenkel warm - Cotton de Nimes.
Vefolgte Zeit auf dem Display begrüßte jeden nur mit Hey zeigte am Telefon delay und dachte mich up and away.
Montags wenn Welt zur Woche wird und niedervoltig sparsam stirbt. |
#909 of 1729 [Backlink] Posted at Monday 14.01.2008 10:10 © by SuMuze
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| Parting | → Affäre Rosenlicht → Soaps |
Wenn er aus dem Fenster schaute, sah Rosenlicht die üblichen Fäden Nebel, die er mit dieser Landschaft und diesem Haus verband, seit er das erste Mal hier zu Besuch war. Sofort fror er und stopfte sich die dünne Decke eifrig unter den Leib, um mögliche Lücken in seiner Verteidigung gegen die morgendliche Kühle zu schließen. Das half ein wenig, nicht viel, und gegen die Feuchtigkeit war ohnehin kein Ankommen, das versuchte er also erst gar nicht. Er seufzte und blätterte eine Seite des langweiligen Manuskriptes um, das er seit nun fast einer Stunde zu lesen versuchte. Seite Eins hatte er fünf Mal angefangen, die Seiten Zwei bis Zehn zweimal überflogen, und nun steckte er in den Dreißigern fest. Zwischendurch warf er kleine Blicke zur anderen Hälfte des Bettes hinüber.... [weiterlesen] |
#910 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 11.01.2008 11:18 © by SuMuze
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| In der Küche | → Heimspiele → Talks |
Der rote Anzeiger oben an der Spülmaschine sprang mit einem kleinen Klack in die letzte Position. Kein lautes Geräusch, aber sie hatte bereits vor der Maschine gestanden und darauf gewartet. Den weißen Dampf beobachtet, der aus dem kleinen Lüftungsschlitz an der Seite entwich, und dem zarten Ticken gelauscht, das das Gerät am Schluß immer von sich gab. Ein wenig albern war sie sich schon vorgekommen, wie sie da barfuß und nur im langen Hemd in der Küche stand und ihren Maschinenpark bewachte. Aber sie war zu schwach, sich zu bewegen. Der Weg von der Küche zu ihrem Kleiderschrank schien wie ein steiniger Pfad - da war das Stehenbleiben und den roten Pfeil mit den Augen Verfolgen ihr so viel leichter erschienen. Und jetzt also sprang dieser dorthin, wo er sich ausruhen... [weiterlesen] |
#911 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 09.01.2008 21:18 © by SuMuze
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| Vom Bogenschießen | → Spitzfindiges → Talks |
Ich weiß, daß ich einen Fehler begangen habe. Das ärgert mich und noch mehr ärgert mich, daß du nicht müde wirst, deine Finger darauf zu legen und an dem dünnen Schorf zu kratzen, der sich über allem bilden will. Und noch mehr ärgert mich dein gütiges Lächeln, wenn du so tust als wolltest du den gerade aufgerissenen Schorf wieder heilen. Ich kann dann nicht anders und packe noch einen Fehler oben drauf. Auch auf den kannst du deine gütigen Finger legen, das ist mir schon klar. Aber du mußt dich dafür strecken. Was ich wiederum mit einem gütigen Lächeln betrachte. Und das, ich weiß auch das so sicher wie das Amen in der Kirche, ärgert nun dich. Es ärgert dich sogar ganz gewaltig, zumal ich jetzt meine Finger ausstrecke und meine Nägel blitzen lasse und ganz, ganz... [weiterlesen] |
#912 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 09.01.2008 10:51 © by SuMuze
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| (a|e)ste(a|e)mLove | → Tries → Songs |
schoß einst hand dann jetzt wort - ge[h]lieb[s]te[r] |
#913 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 09.01.2008 10:50 © by SuMuze
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| 100 Türen | → Attraktionen → Songs |
Ich schließe hundert Türen daß hundert Mal die Hand an meinen Zorn soll rühren der hundert Gründe fand mich wieder fort zu führen wenn hundertfach verkannt mich dennoch wirst verführen so fest um mich dein Band ich kann es immer spüren es zieht mich sanft an Land |
#914 of 1729 [Backlink] Posted at Tuesday 08.01.2008 17:25 © by SuMuze
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| parkhausdesaster | → Alltag → Songs |
ich kam dem parkhaus beinah nahe dem kreiseln aufwärts abwärts raus gebläse kalt so kalt wie ich der braune schoß der sich dir weigert lachte leise kraftfahrerleid am frühen abend kam im parkhaus nackte haut aus saß im wagen sah dich klagen die windschutzscheibe zeigte dich betonvermählt ich warf mit tränen nach den schatten hinter fremdem lack hochglanz alleine parken kann ich nicht |
#915 of 1729 [Backlink] Posted at Monday 07.01.2008 20:30 © by SuMuze
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| Arbeitstag #2 | → Arbeiten → Songs |
Komme ich mit Lachen morgens ins Bureau werfe meine Tasche laut mit Schwung gleich neben meinem Stuhl zu Boden einfach so und rufen alle Farben meiner Kleider: jung so, wie ich hier jetzt um mich strahle, und die Haare - wieder habe ich sie nicht gekämmt - spielen mit dem Licht der Deckenlampen hell und froh selbst auf meine graue Tastatur scheint Sonne meine Stimme springt wie Wirbelwind und aus meinem leichten Kopf wandern tausende Gedanken durch die hohen Fenster flink wie in irgendeine wunderbare unbekannte Ferne fort.
In den Augen der Kollegen glaube ich nur Licht zu sehen immer wieder streckt ein Kopf sich voll Neugier durch die Tür schleppen sie die Aktenstapel wie Geschenke hin und her vor dem Kaffeeautomaten flirten wir um Münzen gießen literweise Charme in die warmen Telefone sanfte Dialoge sind uns Lohn jeder ist Blicke sagen es uns immer wieder wenn sie Schulter Arm und Beine streifen weiche Glätte den Gesichtern gönnen schön während an den Wänden scheinbar nur kalt unbestechlich auch die Uhren kichernd schneller gehen.
Komme ich mit Lachen ins Bureau bleibt es mir unangetastet gehe ich mit Lachen wieder solche Tage sind dann so. |
#916 of 1729 [Backlink] Posted at Monday 07.01.2008 14:00 © by SuMuze
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| Liebesnacht um 3am | → Liebe usw. → Songs |
Welche Fragen härten dir die Finger wenn sie meine Haut wie dünnen Sand kratzen während Augenlichter Sonne spielen meinen Blößen weiß wie nur ein leeres Formular?
Welche Neugier kriecht als Dieb in deiner Wonne, jeder Laut mit Sinn beschwert kalt gestrichen jeder Griff den ich erhoffe kantige Lust wieder einmal sich selbst nur zitternd wahr?
Welche Tränen süßt mir deine Galle die du auf meine Lippen küßt mit welchem Schweiß wäscht du den Schmutz mir wieder fort fort aus dem Schoß den heißer Eifer übereifrig nützt?
Welche Leere sucht in mir dein Drängen in den Gassen meiner Zärtlichkeit froh ins harte Nichts erobernd einzudringen Triumph in mir der siegt und siegend dich von mir befreit?
Bin nur ein Kranz, hoch über deinen Platz hinaufgezogen vorbei der Tanz, zu hoch gezurrt, zu hoch geflogen. |
#917 of 1729 [Backlink] Posted at Sunday 06.01.2008 12:05 © by SuMuze
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| winkelmesser | → Innereien → Songs |
dem winkel der wände hinter meiner hand ich krieche den kopf mit den augen hinein messe ich finger voll zittern fest an blicke kratzen das blanke vom putz malte mir nägel in rot wie ins feld weit immer schneller fliehende sicht sehniger läufer sie meiden die nacht in winkeln gewunden lebt in mir der tag |
#918 of 1729 [Backlink] Posted at Saturday 05.01.2008 18:30 © by SuMuze
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| Weiße Sehnsucht | → Sehnsucht → Songs |
Da warten Worte auf dem Tisch, such dir die aus, die du gern hörst, ich knacke nur die Konsonanten, an Ganzen schlucke ich zu arg, und Halbe sind mir schwer verdaulich, geschweige denn ein Nebensatz.
Da sind Gefühle hier im Bett, such dir heraus, welche du magst, ich spiele lieber mit den Fingern, ist fast wie echt, schau dir mich an, ich atme laut und rede leise, und störe dein Empfinden nicht.
Da liegt noch Hoffnung im Regal, nimm dir nur, was du haben willst, ich klopfe Staub von Schutzumschlägen, knick' Eselsohren ins Papier, jag Schusterjungen von den Seiten und mische Einsicht in das Schwarz.
Da ist ein Arm, der sich nicht regt, ein Bein, ein Fuß, der stille steht. Die haben Hochzeit jetzt am Abend und weiße Sehnsucht spannt die Haut. |
#919 of 1729 [Backlink] Posted at Saturday 05.01.2008 13:35 © by SuMuze
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| Klippen | → Meer → Songs |
Ziehst mir das Segel an, gabst mich dem Wind, wild saugt am Spann sein scharfer Atem. Wirfst mich den Wellen hin, spreizt meinen Rand, Gier über Sinn, hast mich verraten. Läßt mich kalt stranden hier, strafst mich mit Gischt, weiß wäscht sie mir hilflos die Glieder. Sand reibt mir Haar, Meer zerrt mich bloß, zu zart war, stirbt naß, mein Schoß. |
#920 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 04.01.2008 08:34 © by SuMuze
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