SuMuze

alice
Soaps Canzoni Algebra
Talks Songs
Achten Sie neben den → neuen Texten bitte auch auf die → Neuigkeiten!
Besuchen Sie die → Nachbarn oder hören Sie → Musik, die mir gefällt!
Genug gesehen. Dem Gesicht begegnet in allen Weisen.
Genug gehabt. Lärm der Städte, abends, und in der Sonne, und immer.
Genug erkannt. Die Haltestellen des Lebens.
- O Lärm und Gesichte!
Aufbruch voll Gefühl und Geschrei - neu!
A.Rimbaud: Leuchtende Bilder / Illuminations - Aufbruch / Départ
(übers. von Reinhard Kiefer und Ulrich Prill)
→ Alice oder → Sarah Miles,
→ Light at Two Lights oder → New York
anklicken und Bilder anschauen!
→ Impressum
→ Labels
→ Volltextsuche

←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 → p23 of 44    total of 1729 texts

Schönheit #3→ Schönheit  → Songs

Legst ab das leise Lächeln
Kruste Kindheit
noch ein Blick im schon Fortgehen
drehst dich hinein
Bild Blicken
Mut mischt sich ins weiter Gehen
streckst dich
Durst Dunkelheit
voll Sehnsucht auf der Stelle Stehen
wirfst fort die falsche Haut
Neid Nacktheit
wenn Hände auf der Seele Stehen
wendest dich ab
Gunst Geilheit
Augen achten nicht das fremde Sehen
liegst unter Wärme
frierst zu viel
im Abendlicht weiß auferstanden

#881 of 1729      [Backlink]      Posted at Friday 01.02.2008 09:46 © by SuMuze
→ Navigation1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Schuhen→ Zwischenräume  → Songs

Die Fingerspitze streift
als zögerte die Haut
das Ineinandergreifen ihrer Flächen
so weit hinaus
wie es ihr irgend möglich ist
um Nähe nur
wie wilden Rausch
aus Zittern und aus Reiben
nachgebend dann
einander zu gewähren
seufzend den Spann
zwischen den weißen Riemen
der Sandalen.

#882 of 1729      [Backlink]      Posted at Wednesday 30.01.2008 14:08 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Liebe grau→ Mannsbilder  → Songs

Das Hemd wirft sich am Bauch dir auf
der Zahnersatz beißt bestens
kennst Künstler auch
und nennst mich Schatz
beim morgendlichen Wäschekauf
im Kaufhausrausch des Westens

Die Hand legst du mir auf's Gesäß
dein Deo täuscht die Sinne
nimmst locker dir
machst kaum Geräusch
liebst folgsam reinliches Gefäß
mit leicht gebrauchter Rinne

Weißt hinter Bänken manchen Mann
ein Hoch den jungen Jahren
bist unbeschränkt
bist Quell und Brunn
Gestein auf das gezählt sein kann
gewaschen und erfahren

Wenn in dir kocht die alte Wut
als wenn der Zorn der Jugend
ans Herz dir pocht
siehst du nach vorn
vergißt was schlecht und weißt was gut
das Vorwärts ist dir Tugend

Du bist modern und platzt vor Macht
du modellierst dein Leben
suchst nach dem Kern
steigst auf zum First
und strapazierst im letzten Fach
die Balken und Querstreben

Jagst jede Kante himmelan
reißt mit wer einsam schaudert
bist unverwandt
nur dir allein
hast alles für dich selbst getan
und eloquent geplaudert

Bist noch Kanone in mir drin
entfesselte Rakete
wenn hin zum Thron
dem Besseren
nur winkt der bessere Gewinn
den keiner dir verwehrte

Nimmst dir als Pause meinen Leib
für den Moment ein Rasten
der weiß kein Haus
der immer rennt
nur rasche Tränen in mich reibt
und kehrt zurück zum Hasten

Atem weht Flügel an mein Ohr
will meine Wange streicheln
ich stelle jede Lüge
als wäre ich nicht bange
dem Urteil meiner Sehnsucht vor
und graues Licht soll weichen

#883 of 1729      [Backlink]      Posted at Wednesday 30.01.2008 13:39 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Winterschäfchen→ Winter  → Songs

Mein Winterkleidchen hüllt dich fein
wie Schnee die Erde
von mir fern
ich werde
Schaf der Herde
weißer Winterschäfchen
frühjahrs gern
dir für ein warmes Schläfchen
winzig weich
erfrischendes Schneeflöcken sein

#884 of 1729      [Backlink]      Posted at Tuesday 29.01.2008 19:12 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Im Norden→ Norden  → Songs

Das Blau der Hyazinthen
schimmert grau.
Das Gelb der jungen Krokusse
glüht welk.
Das Weiß von tausend Schneeglöckchen
wiegt sich so bleich
wie kalter Erde kaltes Röckchen.
Zaghaft nur findet Sonne
schwachen Halt.
Im Norden.
Feuer dort ist kalt.

#885 of 1729      [Backlink]      Posted at Tuesday 29.01.2008 11:02 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Winterbesuch→ Lago  → Talks

Im Kamin brennt endlich ein richtiges Feuer. Fernanda und ich hocken davor, die Arme um die Knie geschlagen, wippen auf den Füßen und ignorieren die grummelnden Proteste aus den Tiefen der Halle darüber, daß wir damit alle Wärme in uns aufnähmen. Schließlich haben wir uns die Arbeit gemacht mit dem Kamin und tragen nun die Spuren von Ruß und Holzsplittern auf und in unserer Haut mit uns herum. Alesso hat beim Hereintragen des Holzes ein wenig geholfen, aber aufgestapelt habe ich. Und gespalten hatte es der alte Romeo ganz allein. Nachdem ich mich mit Elan an einem Scheit versucht habe und Romeo meinte, es sei viel zu gefährlich für ihn, mir dabei zuzuschauen, und er es lieber selbst machen würde. Was mir durchaus recht war, auch wenn ich nicht ungern mit einer Axt...
[weiterlesen]

#886 of 1729      [Backlink]      Posted at Monday 28.01.2008 22:23 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Küchenklang→ Heimspiele  → Songs

Im leisen Rasseln von Metallgestänge auch,
im Klatschen innen, wo Geschirr gebadet wird,
im Säuseln aus den müde gelben Leuchtstoffröhren,
im Knacken, wenn der Ofen langsam kälter wird,
im Knurren, wenn fern ein Wagen sportlich startet,
selbst in der Ruhe, wenn allein der Wind
und seine dünnen Helfershelfer
die einzigen, die zu mir sprechen sind,
dann kann ich alle Worte hören,
die vielen Sätze, ungesagt und doch,
sie zu verstehen, ich kann's schwören,
so viel gesagt, so vieles ungesagt,
jetzt noch.

#887 of 1729      [Backlink]      Posted at Monday 28.01.2008 16:11 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
im selbst→ Innereien  → Songs

stahl dieb
freude an beute
indem ich frech
scheute
des opfers zorn

trog schuft
um seine lust
indem ich stolz
schloß wut
ein in die brust

kein
stroboskop
am horizont
das mir
der sonne licht
zuteilte

#888 of 1729      [Backlink]      Posted at Monday 28.01.2008 13:37 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
sehnsucht nach dir→ Sehnsucht  → Songs

da war ein licht
ein heller regenbogen
ich schaute hin
du nicht
ich hasste dich dafür
und töne schienen mir
herunter von der straße
suchten sie uns
ich hörte hin
du auch
doch nie gemeinsam
einsam
blieben wir
mein alles sehnen
hatte dich verwirrt
dein sicher sein
mich irritiert
ich log
die bleiche haut
half nie
nur möwen früh am tag
und gischt am ufer
totes wasser
das nie stillt
und weit und widerlich
der horizont

#889 of 1729      [Backlink]      Posted at Saturday 26.01.2008 02:17 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Nutzlose Liebe→ Trennungen  → Songs

Nehm deinen Nutzen nicht,
warum
nimmst du nicht meinen?
Kühl deine Stirne nicht
lass sie mir
wetterleuchten. Komm:
mein leeres Lager liegt dir auch,
dein Frieren friert mich,
sind uns einander eins in eins geboren.
Sah deinen Stern scharf gegen Nacht,
höre den Schmerz,
steh still: frag niemals deinen.
Stör deine Hüllen nicht,
warum
reißt du an meinen?

#890 of 1729      [Backlink]      Posted at Friday 25.01.2008 20:18 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Liebe und gleitende Arbeitszeit→ Arbeiten  → Songs

Matt wie mein Blick die Mappen streift
die Rücken harter Ordner
auf hartem Holz im Glied;
sanft wie die Spitzen meiner Finger
zärtlich auf Seiten
weiß und holzfrei
schwarze Zeichen entlang gleiten;
träge nicht wach auch meine Augen
scharf brennt das Licht
aus Deckenlampen;
starr zerrt sich mir gebeugt mein Rücken
eng zieht sich Kopf
um zarten Hals;
wild leise dann aus warmem Hörer
lächelnde Gedanken
deine Stimme:
kaum zwanzig Worte küßen mir
den einsam leeren Schoß zu Gier.

#891 of 1729      [Backlink]      Posted at Thursday 24.01.2008 10:35 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Liebe #3→ Liebe usw.  → Songs

Ich teile meine Fröhlichkeit
buntes Papier
ich schenk es dir
mach mir daraus mein Kleid.
So dreh' ich mich als Kreisel
fang deine Gier
reibe sie mir
ins Haar auf jede Weise.
Ich küsse deine Lippen weich
frisch hol' ich mir
Geschmack von dir
damit er meinem gleicht.
Tanze nach deinen Wünschen
als Wirbelwind
ein kleines Kind
im Röckchen voller Rüschen.
Ich liege deinem Schlafen Wacht
lausch jedem Laut
der unvertraut
mein Fühlen stört zur Nacht.
Träum leise deiner Brust
bis ich sodann
als Winzling kann
voll Sehnsucht sein und Lust.
Ich schmiege mich der Wärme ein
mein Feuerholz
prasselnder Stolz
du brennst in meinem Sein.
Brennst mir in allem Denken
als wäre ich
ein Fackellicht
hell strahlendes Herschenken.
Ich weine in den Tag hinein
nicht einsam, nein
und nicht allein
will übersprudelnd deine sein.
Schau immerzu dein Angesicht
wenn kalt der Mond
nur bleich mich lohnt
und auch, mein Schatz, im Sonnenlicht.

#892 of 1729      [Backlink]      Posted at Wednesday 23.01.2008 19:08 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Müde→ Ich  → Songs

Fühl meinen Puls, sein sanftes Bitten
bin müde
müde war ich, werd' es sein
die Kühle nimmt mich in den Abend
mit langen Fingern, Dunkelheit
sie streifen alle meine Haut
und küssen ihren Schweiß mir auf
die Schatten spielen
stumme Kinder bloßer Form
ihr Atem füttert Dämmerung
roll mich hinein
und schwinde mit dem Licht
bin müde
müder als ich jemals war
bleich jetzt
und blau im blauen Glanz der Nacht
wenn träge so
als hätte Müdigkeit sie aufgeweckt
Adern sich ihre Gänge bohren
durch willenlos betäubtes Fleisch
bin müde
kann mir alle Zeit fast nehmen
sie zählen bis zum jüngsten Tag
Fangzähne siegeln meine Lippen
daß tausend Worte hundert Schlangen stehen
wenn nur mein Denken
müde bin ich viel zu sehr
sich endlich legt
wie ich

#893 of 1729      [Backlink]      Posted at Wednesday 23.01.2008 10:22 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Nichts Reelles→ Worte  → Songs

Es wäre nicht so einfach, gar nicht einfach
sehr schwer sogar, sehr kompliziert
ich wüßte jetzt nicht mal zu sagen
und müßte sehr genau nachdenken
anstrengen müßte ich
ganz tief in meinem Kopf da drinnen
suchen kramen recherchieren
mag sein, ich fände nichts
würde am Ende nur mit leeren Händen
und ohne jedes Resultat
nur heiße Luft
nur irgendein bemühtes Reden
kein Ziel und nichts Konkretes, ja
nichts, nichts, gar nichts
ein Vakuum
das wäre doch, ach nein
das wäre nichts.

#894 of 1729      [Backlink]      Posted at Tuesday 22.01.2008 20:14 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Alltagsgedicht #3→ Alltag  → Songs

Mit leisem Klappern laufen Finger
die Tasten vor ihr kreuz und quer
und schaffen Zeichen in das Fenster,
Ränder und Ecken, Linien - mehr.

Die winzig rote Zungenspitze
erscheint frech, flieht vorm Tageslicht
erschreckt zurück in ihre Ritze,
kommt später wieder, viel Vorsicht.

Ihr Fuß klopft Takt den flinken Händen,
dem Blick dem Hals dem Kinn dem Kopf,
die alle sich dem Bild zu wenden,
fast unberührt wippt sanft ihr Zopf.

Manchmal, wenn sie ein Lachen packt,
und ihre Stimme kichernd liest,
fühlt sie sich unter Kleidern nackt
und Augen schauen Paradies.

Die Haut ist für Sekunden dünn,
fast zärtlich reiben Schenkel sich,
spreizt sie sich ihre Finger hin,
verlagert langsam das Gewicht.

Dann summt vielleicht das Telefon,
oder ein Kopf streckt sich herein,
das Paradies ist rasch davon,
das niemand sah, nur sie allein.

Und an den Linien ihrer Beine
um Hüfte, Taille und um Brust
spürt sie die immer feste Leine
des immer gleichen: ja - du mußt.

#895 of 1729      [Backlink]      Posted at Tuesday 22.01.2008 12:20 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Liebe #2→ Liebe usw.  → Songs

Und spüre alle Härte
und nehm sie mir für dich
nehm sie mir hell mit Lachen
daß weich ich bin für dich
mein Lachen ist ein Rasen
das dich zum Himmel wirft
mein Leib ein Katapult
zum Zucken seiner Kräfte
zuckt mir ein jedes Glied
vorbei an deiner Schwere
und aufwärts immer auf
zum Himmelszelt der Muskel
dem Auge meinen Reiz
vieltausendfache Finger
zart meinen Tränen lieb
wie Zungen aus dem Nichts
züngel' auch ich dir heiß
brenn' wild und wilder mehr
ach, wieder mal dein Lachen
dein leises langes Lachen
als wäre alles gut
ich bringe Decken dir
und hülle dich in Gunst
roll ein dich in die Wunder
halb nur verstandener Kunst
bin weiß unter dem Blau
aus Licht und Luft und Welt
mein wunderkleiner Hafen
wenn er dir nur gefällt.

#896 of 1729      [Backlink]      Posted at Monday 21.01.2008 18:09 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
kleine sehnsucht nach dem geliebten→ Sehnsucht  → Songs

nähm mir den arm
die hand den fuß von deinen
lief auf dem bein
dächt mit dem kopf
bänd jede der krawatten
die fahnengleich
dir winken bunt
um meinen gierig ausgeliehenen hals
spräch mit der zunge deiner
läge bequem auf breitem rücken
deine finger mir so nah
- und sehnte mich noch immer noch
und hätte nimmer noch genug genug.

#897 of 1729      [Backlink]      Posted at Sunday 20.01.2008 19:46 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
kleines gedicht für den geliebten→ Me & You  → Songs

nur schnell paar zeilen dir zum lesen
keine zeit bin abgelenkt
das fühlen ahnt
will fest nicht wissen
am rand notiert hab' ich's mir bloß
nur zig gedanken aus der hülle
daß ein wissen in dir ist
von meinem
- weißt du?
lieg nur zu gerne
dir ein schoß

#898 of 1729      [Backlink]      Posted at Sunday 20.01.2008 19:32 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Turteln→ Dialoge  → Songs

Ich möchte wahrgenommen werden, sagte ich.
Dann melde dich, kam seine Antwort prompt.
Wie, fragte ich (und legte meinen Kopf an seine Brust,
das fördert den Gesprächsverlauf
und schafft mir meist Vertrauen).
Zeige dich, riet er mir (mit der Hand an meiner Hüfte).
Ich grinste nur (stumm und tief hinein in seine zarte Haut,
damit er um Verletzlichkeit in meiner Seele wußte).
Zeig allen die Erfolge her, sprach er (mit Schwung).
Du bist noch jung, dring mit Elan nach vorne.
Ich bin nicht so, gab ich ihm (maulig) zu bedenken.
Du auch, zerstreute er mein Eigenbild.
Ich nicht (ich mußte lachen, und er auch,
das Lachen machte ihn mir lieber).
Gib ruhig mehr an, flüsterte er mir in das Ohr
(während nun seine Hand sich endlich nahm,
was ich ihm schon die ganze Zeit,
er schien es jetzt wohl erst zu spüren,
ganz ruhig angegeben hatte).
Ich möchte wie die Disteln sein,
kam Wispern (leise) über meine Lippen,
mit Stacheln und nett anzusehen,
und wenn der Wind mich schüttelt,
will ich mit tausend Schneeflöckchen
großzügig um mich werfen.
Na siehst du, lächelte er (nun froh),
doch nur, wo - zu die Stacheln?
Ach, (ich schmiegte mich sehr eng an ihn)
ich denke, Stacheln werden wohl nicht schaden.
(Und seine Arme zogen mich mit Kraft heran)
Und dann? (hochblickend sah ich,
wie er seine Augenbrauen
voll wunderbarer Neugier tadelnd hob)
Dann pflückt mich einer,
Stacheln hin und Stacheln her.
(Wir lachten) Das, (er grinste gnädig fast,
mit einem weichen Schimmer
Fröhlichkeit speziell für mich)
ist sicherlich nicht weiter schwer.

#899 of 1729      [Backlink]      Posted at Saturday 19.01.2008 11:05 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
leise bitte→ Spots  → Songs

umkreise mich
mit immer gleichen kreisen
mein einwärts weisen
weist auch dich
mir leise
einwärts
wieder zu

#900 of 1729      [Backlink]      Posted at Friday 18.01.2008 21:57 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
grammatisch sinnvolles gedicht→ Worte  → Songs

ich bin werde war werde sein bin war wäre gewesen
du bist wirst warst wirst sein bist warst wärest gewesen
er sie es ist wird war wird sein ist war wäre gewesen
wir sind werden waren werden sein sind waren wären gewesen
ihr seid werdet wart werdet sein seid wart wäret gewesen
sie sind werden waren werden sein sind waren wären gewesen

ich könnte, wäre ich geworden, was ich bin,
wär' alles anders, wie es ist, nicht lesen.

#901 of 1729      [Backlink]      Posted at Friday 18.01.2008 19:34 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
fahrt von der arbeit nach hause→ Arbeiten  → Songs

es wird zwei-spurig drei dann wieder zwei
mein spiegel hat sich blind verstellt
wie meine die periode
ach sie fehlt mir schon
es wird ein-spurig ein stau wird stillstand sein
mein schoß will mit mir summen
mein immer freund
ach er fehlt mir nie
mir fehlt die sonne blau und wärme in das licht
die augen brennen feuerkalt
wie meine oftmals worte
ach sie lügen nicht
klingen mir doch deine sätze matt unglauben
mein denken will ich sehe nicht nach dir
will niemals trost
ach sehne ihn
ich fahre jeder alle trübsam ein nach haus zu hin.

#902 of 1729      [Backlink]      Posted at Friday 18.01.2008 19:14 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Spaziergang an einem Winterabend→ Winter  → Songs

Verloren der Blick auf das Nahe am Tag
im Grau eingefangen dem Weiten
funktionslos und grell
im Drehen Kontakt auf Kontakt fest anlag
kurzschließend im Übermaß hell.
Vermisst jedes Weiß auf den Äckern zur Nacht
schwarz leckt sie am Rand aller Welten
traumleuchtend und hoch
in Fernen von Fernen sich mühsam gedacht
sinnquälend und kalt immer doch.
Sich spiegelnd erhebt mattes Licht seinen Glanz
wenn Mond sich frech leiblich aufplustert
metallisch und dreist
sein Schatten viel schwärzer als schwarz wagt den Tanz
der taumelnd und stumm dann entgleist.
Ermüdend das Credo der einsamen Flur
in den Furchen hallt noch ihr Schelten
anklagend und starr
im Harten das Harte erwächst zur Richtschnur
zu einfach und doch wunderbar.

#903 of 1729      [Backlink]      Posted at Thursday 17.01.2008 21:29 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Geschlechtliche Präferenzen→ Attraktionen  → Songs

Ich mag die Dünnen nicht
ich mag viel mehr die Dicken
die Dünnen denken sich
sie bräuchten zum gut Ficken
hellgrelles Neonlicht
und dutzende von Stricken
Leder wie ein Bösewicht
um dich ins All zu schicken.

Ich mag die Dicken lieber
die tun auch weh und schmerzen
mir ist Leistung über
sie kommt nie aus dem Herzen
gibt dir Lampenfieber
statt feinstem Licht von Kerzen
und nimmt Zeitgeistgehuber
für römische Sesterzen.

Ich mag die Dünnen nicht
die Dicken kann ich leiden
will Kraft und nicht den Wicht
bin dreist und unbescheiden
will nicht nur, was man darf
halt Langsamkeit für schnell
seh Präzision nicht scharf
nehm Schattenwurf für hell.

Ich mag die Dünnen nicht
ich nehme lieber Dicke
die Dünnen werden fett
trotz ihres Kraftgeficke
die Dicken bleiben nett
drum liebe ich nur Dicke.

#904 of 1729      [Backlink]      Posted at Thursday 17.01.2008 12:05 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Unpolitisches Liebesgedicht #1→ Politik  → Songs

Gibst mir die Ohren
mein Innerstes dir laut zu sagen
gibst mir die Augen
es wieder mir zurück zu nehmen
gibst mir die Hand
es wie ein Öl auf meine Haut zu reiben
gibst mir den Schweiß
es mir mit jeder Pore gierig einzusaugen
gibst mir die Arme
es tief in mir wie hundert Schätze zu behalten
gibst mir die Lippen
es stumm wie Beten ihnen hin zu sprechen
gibst mir den Atem
daß mein Hasten weich an dir zur Ruhe kommt
gibst mir den Tag
und nimmst das Dunkel fort aus meinem Licht.

#905 of 1729      [Backlink]      Posted at Thursday 17.01.2008 09:55 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
kalttags→ Innereien  → Songs

ich trage ein heiteres lachen mit freude der gunst,
verloren mein finsteres wesen, der reinen zupaß,
daß, wie auf wiesen zartester morgen,
mit kälte umflort jeder ast, ein helleres banges begehren,
der tag wie ein kuss über tau, der mein zittern erfaßt,
mein innerstes wieder in angst will ersehnen,
und kann, wird, und soll - und darf mir nie sein;
wenn am abend dann mittag schon weicht
und die nacht bricht laut johlend herein.

#906 of 1729      [Backlink]      Posted at Wednesday 16.01.2008 22:25 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Reimfieber→ Ich  → Songs

Ich schmiege meine Wange in deine starke Hand.
Ich liege in der Zange der Beine wie gebannt.
Ich wiege mich schon lange nicht mehr aus Unverstand.
Ich fliege, mir wird bange, so tief scheint mir das Land.
Ich stiege an der Stange der Eitelkeit bekannt.
Ich rüge alle Bande gegen die ich gerannt.
Ich lüge über Schande die lauthals ich benannt.
Ich ziehe durch die Lande und keiner kommt gerannt.
Ich triefe naß in Wanten die Segel unbemannt.
Ich schiebe mich zur Kante der Stadt die abgebrannt.
Ich schließe alle Rande der Welt ganz ungalant.
Ich trüge hart am Wandern trüg ich mich selbst im Sand.
Ich füge Eins zum Andern und schweige nun genant.

#907 of 1729      [Backlink]      Posted at Tuesday 15.01.2008 19:16 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Kissing→ Affäre Rosenlicht  → Soaps

Mit Evelynne zu tanzen bereitete Rosenlicht ein solches Vergnügen, wie es ihm mit kaum einer anderen Partnerin je gelang. Das lag weder an ihren noch an seinen außerordentlichen tänzerischen Fähigkeiten, sondern, wie er wußte, lediglich daran, daß er noch niemals mit Evelynne geschlafen hatte. Wodurch die engen Berührungen des Tanzens eine besondere Qualität erhielten. Jahre lang hatte er bedauert, daß sie sein erotisches Interesse - und seine an manchen Abenden dann wohl doch recht heftig aus ihm heraus drängende Gier - niemals erwidert hatte. Es hatte ihn gekränkt, mit welcher Deutlichkeit und, fast noch mehr, mit welcher Höflichkeit sie ihn immer wieder abgewiesen hatte. Bis heute war eine streng bewachte Zone stürmischen Zorns darüber tief in ihm eingeschlossen....
[weiterlesen]

#908 of 1729      [Backlink]      Posted at Tuesday 15.01.2008 13:17 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Arbeitstag # 3→ Arbeiten  → Songs

Mit Wolkentritt den Tag begonnen
dem Tiefkühlfach das Brot entnommen
dank Nachttarif dem Soll entkommen
in Dieselschritten Land gewonnen.

Begann zum Takt der Prozessoren
und brummenden Ventilatoren
gegen Proteste meiner Ohren
die Durchsicht aller Debitoren.

Die Gedanken gingen hin zu ihm
die Gefühle auch, so wie mir schien
die Arbeitsstunden zäh entfliehn
die Schenkel warm - Cotton de Nimes.

Vefolgte Zeit auf dem Display
begrüßte jeden nur mit Hey
zeigte am Telefon delay
und dachte mich up and away.

Montags wenn Welt zur Woche wird
und niedervoltig sparsam stirbt.

#909 of 1729      [Backlink]      Posted at Monday 14.01.2008 10:10 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Parting→ Affäre Rosenlicht  → Soaps

Wenn er aus dem Fenster schaute, sah Rosenlicht die üblichen Fäden Nebel, die er mit dieser Landschaft und diesem Haus verband, seit er das erste Mal hier zu Besuch war. Sofort fror er und stopfte sich die dünne Decke eifrig unter den Leib, um mögliche Lücken in seiner Verteidigung gegen die morgendliche Kühle zu schließen. Das half ein wenig, nicht viel, und gegen die Feuchtigkeit war ohnehin kein Ankommen, das versuchte er also erst gar nicht. Er seufzte und blätterte eine Seite des langweiligen Manuskriptes um, das er seit nun fast einer Stunde zu lesen versuchte. Seite Eins hatte er fünf Mal angefangen, die Seiten Zwei bis Zehn zweimal überflogen, und nun steckte er in den Dreißigern fest. Zwischendurch warf er kleine Blicke zur anderen Hälfte des Bettes hinüber....
[weiterlesen]

#910 of 1729      [Backlink]      Posted at Friday 11.01.2008 11:18 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
In der Küche→ Heimspiele  → Talks

Der rote Anzeiger oben an der Spülmaschine sprang mit einem kleinen Klack in die letzte Position. Kein lautes Geräusch, aber sie hatte bereits vor der Maschine gestanden und darauf gewartet. Den weißen Dampf beobachtet, der aus dem kleinen Lüftungsschlitz an der Seite entwich, und dem zarten Ticken gelauscht, das das Gerät am Schluß immer von sich gab. Ein wenig albern war sie sich schon vorgekommen, wie sie da barfuß und nur im langen Hemd in der Küche stand und ihren Maschinenpark bewachte. Aber sie war zu schwach, sich zu bewegen. Der Weg von der Küche zu ihrem Kleiderschrank schien wie ein steiniger Pfad - da war das Stehenbleiben und den roten Pfeil mit den Augen Verfolgen ihr so viel leichter erschienen. Und jetzt also sprang dieser dorthin, wo er sich ausruhen...
[weiterlesen]

#911 of 1729      [Backlink]      Posted at Wednesday 09.01.2008 21:18 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Vom Bogenschießen→ Spitzfindiges  → Talks

Ich weiß, daß ich einen Fehler begangen habe. Das ärgert mich und noch mehr ärgert mich, daß du nicht müde wirst, deine Finger darauf zu legen und an dem dünnen Schorf zu kratzen, der sich über allem bilden will. Und noch mehr ärgert mich dein gütiges Lächeln, wenn du so tust als wolltest du den gerade aufgerissenen Schorf wieder heilen. Ich kann dann nicht anders und packe noch einen Fehler oben drauf. Auch auf den kannst du deine gütigen Finger legen, das ist mir schon klar. Aber du mußt dich dafür strecken. Was ich wiederum mit einem gütigen Lächeln betrachte. Und das, ich weiß auch das so sicher wie das Amen in der Kirche, ärgert nun dich. Es ärgert dich sogar ganz gewaltig, zumal ich jetzt meine Finger ausstrecke und meine Nägel blitzen lasse und ganz, ganz...
[weiterlesen]

#912 of 1729      [Backlink]      Posted at Wednesday 09.01.2008 10:51 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
(a|e)ste(a|e)mLove→ Tries  → Songs

schoß einst
hand dann
jetzt wort -
ge[h]lieb[s]te[r]

#913 of 1729      [Backlink]      Posted at Wednesday 09.01.2008 10:50 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
100 Türen→ Attraktionen  → Songs

Ich schließe hundert Türen
daß hundert Mal die Hand
an meinen Zorn soll rühren
der hundert Gründe fand
mich wieder fort zu führen
wenn hundertfach verkannt
mich dennoch wirst verführen
so fest um mich dein Band
ich kann es immer spüren
es zieht mich sanft an Land

#914 of 1729      [Backlink]      Posted at Tuesday 08.01.2008 17:25 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
parkhausdesaster→ Alltag  → Songs

ich kam dem parkhaus
beinah nahe
dem kreiseln aufwärts
abwärts raus
gebläse kalt so kalt wie ich
der braune schoß
der sich dir weigert
lachte leise
kraftfahrerleid
am frühen abend
kam im parkhaus
nackte haut aus
saß im wagen
sah dich klagen
die windschutzscheibe
zeigte dich
betonvermählt
ich warf mit tränen
nach den schatten
hinter fremdem lack
hochglanz
alleine parken
kann ich nicht

#915 of 1729      [Backlink]      Posted at Monday 07.01.2008 20:30 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Arbeitstag #2→ Arbeiten  → Songs

Komme ich mit Lachen morgens ins Bureau
werfe meine Tasche laut mit Schwung
gleich neben meinem Stuhl zu Boden
einfach so
und rufen alle Farben meiner Kleider: jung
so, wie ich hier jetzt um mich strahle, und die Haare
- wieder habe ich sie nicht gekämmt -
spielen mit dem Licht der Deckenlampen
hell und froh
selbst auf meine graue Tastatur scheint Sonne
meine Stimme springt wie Wirbelwind
und aus meinem leichten Kopf
wandern tausende Gedanken
durch die hohen Fenster flink
wie in irgendeine wunderbare
unbekannte Ferne fort.

In den Augen der Kollegen
glaube ich nur Licht zu sehen
immer wieder streckt ein Kopf
sich voll Neugier durch die Tür
schleppen sie die Aktenstapel
wie Geschenke hin und her
vor dem Kaffeeautomaten flirten wir um Münzen
gießen literweise Charme
in die warmen Telefone
sanfte Dialoge sind uns Lohn
jeder ist
Blicke sagen es uns immer wieder
wenn sie Schulter Arm und Beine streifen
weiche Glätte den Gesichtern gönnen
schön
während an den Wänden
scheinbar nur kalt unbestechlich
auch die Uhren kichernd schneller gehen.

Komme ich mit Lachen ins Bureau
bleibt es mir unangetastet
gehe ich mit Lachen wieder
solche Tage sind dann so.

#916 of 1729      [Backlink]      Posted at Monday 07.01.2008 14:00 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Liebesnacht um 3am→ Liebe usw.  → Songs

Welche Fragen härten dir die Finger
wenn sie meine Haut wie dünnen Sand
kratzen während Augenlichter Sonne spielen
meinen Blößen
weiß wie nur ein leeres Formular?

Welche Neugier kriecht als Dieb in deiner
Wonne, jeder Laut mit Sinn beschwert
kalt gestrichen jeder Griff den ich erhoffe
kantige Lust
wieder einmal sich selbst nur zitternd wahr?

Welche Tränen süßt mir deine Galle
die du auf meine Lippen küßt
mit welchem Schweiß wäscht du den Schmutz mir wieder fort
fort aus dem Schoß
den heißer Eifer übereifrig nützt?

Welche Leere sucht in mir dein Drängen
in den Gassen meiner Zärtlichkeit
froh ins harte Nichts erobernd einzudringen
Triumph in mir
der siegt und siegend dich von mir befreit?

Bin nur ein Kranz,
hoch über deinen Platz hinaufgezogen
vorbei der Tanz,
zu hoch gezurrt, zu hoch geflogen.

#917 of 1729      [Backlink]      Posted at Sunday 06.01.2008 12:05 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
winkelmesser→ Innereien  → Songs

dem winkel der wände hinter meiner hand
ich krieche den kopf mit den augen hinein
messe ich finger voll zittern fest an
blicke kratzen das blanke vom putz
malte mir nägel in rot wie ins feld
weit immer schneller fliehende sicht
sehniger läufer sie meiden die nacht
in winkeln gewunden lebt in mir der tag

#918 of 1729      [Backlink]      Posted at Saturday 05.01.2008 18:30 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Weiße Sehnsucht→ Sehnsucht  → Songs

Da warten Worte auf dem Tisch,
such dir die aus, die du gern hörst,
ich knacke nur die Konsonanten,
an Ganzen schlucke ich zu arg,
und Halbe sind mir schwer verdaulich,
geschweige denn ein Nebensatz.

Da sind Gefühle hier im Bett,
such dir heraus, welche du magst,
ich spiele lieber mit den Fingern,
ist fast wie echt, schau dir mich an,
ich atme laut und rede leise,
und störe dein Empfinden nicht.

Da liegt noch Hoffnung im Regal,
nimm dir nur, was du haben willst,
ich klopfe Staub von Schutzumschlägen,
knick' Eselsohren ins Papier,
jag Schusterjungen von den Seiten
und mische Einsicht in das Schwarz.

Da ist ein Arm, der sich nicht regt,
ein Bein, ein Fuß, der stille steht.
Die haben Hochzeit jetzt am Abend
und weiße Sehnsucht spannt die Haut.

#919 of 1729      [Backlink]      Posted at Saturday 05.01.2008 13:35 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 → 
→ Labels
Klippen→ Meer  → Songs

Ziehst mir das Segel an,
gabst mich dem Wind,
wild saugt am Spann
sein scharfer Atem.
Wirfst mich den Wellen hin,
spreizt meinen Rand,
Gier über Sinn,
hast mich verraten.
Läßt mich kalt stranden hier,
strafst mich mit Gischt,
weiß wäscht sie mir
hilflos die Glieder.
Sand reibt mir Haar,
Meer zerrt mich bloß,
zu zart war,
stirbt naß, mein Schoß.

#920 of 1729      [Backlink]      Posted at Friday 04.01.2008 08:34 © by SuMuze
→ Navigation←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 
→ Labels

Volltextsuche

Kategorie
Sprache
Label
Titel
Text
Groß/Kleinschreibung
beachten
ignorieren


Labels

Algebra
Avantgarde
Matrix
Permutation
Politik
Reihen
Tries
Canzoni
Anna Dabosh [Englisch+Deutsch]
E.E. Cummings [Englisch+Deutsch]
Edward Lear [Englisch+Deutsch]
Emily Dickinson [Englisch+Deutsch]
Erich Meier [Englisch+Deutsch]
Firebird Landing [Englisch+Deutsch]
Jenny Allen [Englisch+Deutsch]
Schadenfrauleins [Englisch+Deutsch]
Stefan George [Englisch+Deutsch]
Stefan List [Englisch+Deutsch]
William Butler Yeats [Englisch+Deutsch]
William Shakespeare [Englisch+Deutsch]
Fotografie
Ignazio Buttita
Projects
Soaps
Affäre Rosenlicht
Beschäftigung
Blaupause
Fontane
Liebe usw.
Local Hero
Steilküste
Südlicher Regen
Songs
Flowers [Englisch+Deutsch]
Fluß [Englisch+Deutsch]
Herbst [Englisch+Deutsch]
Ich [Englisch+Deutsch]
Initial [Englisch+Deutsch]
Innereien [Englisch+Deutsch]
Katzen [Englisch+Deutsch]
Lago [Englisch+Deutsch]
Love & Affection [Englisch+Deutsch]
Me [Englisch+Deutsch]
Politik [Englisch+Deutsch]
Secrets [Englisch+Deutsch]
Sie [Englisch+Deutsch]
Spitzfindiges [Englisch+Deutsch]
T98 [Englisch+Deutsch]
Tries [Englisch+Deutsch]
Humming [English]
Me [English]
Me & You [English]
Sir [English]
Worte [English]
Abend
Algebra
Alltag
Alltag auf dem Lande
Angst
Arbeiten
Attraktionen
Avantgarde
B02
B03
B07
Bahnhof
Bitten
Dialoge
Draußen
Dunkelheit
Falten
Family Days
Flirts
Fluß
Frühling
Gier
Großstadt
H95
Haiku
Heimspiele
Herbst
Herbstmorgen 2007
Humming
Häuser
Ich
Initial
Innereien
Katzen
Katzencontent
Kind
Kirchen
Kompression
Kurze Gefühle
Küche
Lachen
Lago
Landschaft
Leute
Liebe usw.
Liebhaber et al.
Love & Affection
Lügen
Mannsbilder
Maschineninduziert
Matrix
Me
Me & You
Meer
Minipoem
Moderne Zeiten
Morgen
Mäander
Nacht
Norden
Nur so
Outskirts
paese
Politik
Schlaf
Schuhe
Schuld
Schönheit
SciFi
Secrets
Sehnsucht
Sie
Sommer
Spitzfindiges
Spots
Stadt
Sternenstaub
Süden
T92
T97
T98
Tageszeiten
Tanz
Teaser
Teiche
Tod
Traum
Trennungen
Tries
Ungewisses
Verführung
Verlorenheiten
Versöhnungen
Von Rändern
Wasser
wet
Wetter
Wildes
Winde
Winter
Wolken
Worte
Zorn
Zweifel
Zwischenräume
Talks
Me [Englisch+Deutsch]
Sie [Englisch+Deutsch]
T98 [Englisch+Deutsch]
Initial [English]
Alltag
Alltag auf dem Lande
Attraktionen
B00
B01
B02
B03
Die Wärterin
Falten
Family Days
Flirts
Fluß
G96
Großstadt
H95
Heimspiele
Herbstmorgen 2007
Humming
Katzencontent
Kettle
Kirchen
Klara
Lago
Leben auf dem Lande
Leute
Mannsbilder
Me
Me & You
Meer
Moderne Zeiten
Mäander
Outskirts
Schach
Spitzfindiges
Stadt
Straßen
T97
T98
Tageszeiten
Talltales
Tolchok
Ungewisses
Unterwegs
Wachsende Texte
Wasser
wet
Winter
Worte


songs

Nachbarn
Änderblog (zusammen mit Dirk Schröder)
Jenny Allen - Intermittent Voices
AmarettazuBlaue - Augenblick
Gabriele Brunsch - LadyArts Geschichten
Gabriele Brunsch - Haiku and non-Haiku
Miroslav Dušanić - Miro Leone: Lyrik
Susanne Englmayer - Over the Bones
Frau Musika
Alban Nikolai Herbst - Die Dschungel
Claudia Kilian - Sammelmappe
Claudia Klinger - Digital Diary
Stefan List- Kollaps der Wellenfunktion
Erich Meier - Verdichtetes
Mock Turtle
Alexander Nicolai - chronochrom
Diether Petter - Schreibman's Kultbuch
Anna Rinn-Schad - Schmollfisch
Dirk Schröder - hor.de
Franziska Schröder - Thoitsch
Helmut Schulze - parallalie
Paul Spinger - Lyrik und Germanistik
Zakkinen's Blog
Bjoern Ziegert - Wortgebrauch


Musik
The Corrs - Summerwine
Ani DiFranco - 32 Flavors
Ani DiFranco - Swan Dive
Ani DiFranco - Half Assed
Nancy Griffith - Boots of Spanish Leather
Mazzy Star - Fade Into You
Montana Skies - House of the Rising Sun / Devil went down to GA
Joanna Newsom - Sawdust and Diamonds
Joanna Newsom - Peach, Plum, Pear
Maura O'Connell - Blue Train
Maura O'Connell - Trouble In The Fields
Maura O'Connell - Down By The Salley Gardens
Joan Osborne - Sara Smile
Joan Osborne - Midnight Train To Georgia
Joan Osborne - To Make You Feel My Love
Portishead - Hummiung
Cat Power - Crying, Waiting, Hoping
Cat Power - Love & Communication
Cat Power - Remenber Me
Cat Power - House Of The Rising Sun
REM - Eberybody hurts
Sea Wolf - The Garden That You Planted
Smog - I Feel Like The Mother Of The World
Smog - Rock Bottom Riser
Smog - Dress Sexy At My Funeral


af_newyork

Labels

Rechts werden alle vorkommmenden Labels aufgelistet. Durch Anklicken eines Labels werden nur die ihm zugeordneten Texte angezeigt.

Anzeigemodus

Standard ist nunmehr der Blogmodus, d.h. es werden die neuesten Texten untereinander angezeigt (ggf. in gekürzter Fassung). Mit dem Schalter Anzeigemodus kann zwischen Blog- und Archivmodus umgeschaltet werden.

Compilations

Sind eine Erweiterung des Booklet-Konzeptes. Registrierte Benutzer können beliebig viele Zusammenstellungen von Texten unter beliebigen Titeln anlegen. Diese können auch öffentlich gemacht werden.

Bookmarks

Registrierte Benutzer können sich privaten Lesezeichen einrichten. Diese werden auf der Startseite und den Textseiten angezeigt.

Booklet

Eine der erweiterten Möglichkeiten für registrierte Benutzer ist das Booklet. Dieses ist eine private Auswahl von Texten, die zusammen unter einer von Ihnen bestimmten Überschrift ausgedruckt werden können.
Um einen Text in Ihr Booklet aufzunehmen, klicken Sie beim Betrachten des Textes auf den entsprechenden Schaltknopf.

Registrierung

Um erweiterte Möglichkeiten dieser Website (z.B. das Booklet) zu nutzen, können Sie sich als Benutzer registrieren lassen. Falls Sie das möchten, senden Sie mir eine entsprechende E-Mail mit dem gewünschten Benutzernamen. Das für den Login benötigte Passwort erhalten Sie via E-Mail, sobald ich unter diesem Namen einen Benutzer angelegt habe.

PIN für Kommentare

Um vor den lästigen Spam-Kommentaren zu schützen, erhalten Sie beim Eintreffen auf dieser Seite eine PIN (eine 4-stellige Zahl), die Sie, falls Sie einen Kommentar hinterlassen wollen, eingeben müssen. Die PIN steht rechts oben auf der Startseite.

Volltextsuche

Sie können anhand bestimmter Kriterien nach Einträgen suchen. In Überschriften und Texten kann dabei auf die Groß/Kleinschreibung wahlweise geachtet oder nicht geachtet werden.
Ihre Kriterien werden zusätzlich oberhalb und unterhalb der Texte in lesbarer Form angezeigt.

Kommentieren

Sie können alle Einträge kommentieren. HTML-Code wird zwar gespeichert, jedoch werden die Tag-Klammern in eckige Klammern umgewandelt.
Sie müssen Ihre Kommentare namentlich kennzeichnen, damit diese gespeichert werden. Eine Überprüfung der Namen findet nicht statt.
Was mir nicht gefällt, lösche ich nach Gutdünken!

af_newyork

←  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 → p23 of 44    total of 1729 texts

Impressum:

Susanne Sarfatti, Postfach 21 90 35, 33697 Bielefeld Site Release 2.40 © 2007-2010 S.Sarfatti

Hinweis:


Mit Urteil vom 12. Mai 1998 (Az 312 O 85/98) hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch die Ausbringung eines 'Links' die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann, so das Landgericht in seiner Urteilsbegründung, nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Von dieser Seite sind 'Links' zu anderen Seiten im Internet gelegt.

Für all diese 'Links' gilt:

Ich weise darauf hin, dass ich keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und die Inhalte der verbundenen Seiten habe. Deshalb distanziere ich mich ausdrücklich von allen Inhalten aller verbundenen Seiten. Diese Erklärung gilt für alle auf meinen Webseiten ausgebrachten 'Links' und für alle Inhalte der Seiten, zu denen die 'Links' führen.