| Januarabend | → Abend → Songs |
Du kalter Abend küßt mir meine Angst willst bleiben feist und dreist mich wälze wie ich dich mit Spott zerstückle wenn die Nacht dich frißt. |
#921 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 04.01.2008 00:16 © by SuMuze
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| Januarnacht an Nebenstraße | → Straßen → Talks |
Die Straße ist zu schmal, um am Rand zu parken. Und der Rand hat auch keinen richtigen Verlauf, ist eigentlich gar kein Rand. Sieht mehr aus wie ein ausgefranster Fleck auf einem schmutzigen Tischtuch. So schmutzig wie der Himmel, der sich das alles hier unten gleichgültig anschaut und nur seine Wolken rümpft. Manchmal etwas heller wird, das ist aber nie von Dauer. Unten kratzen die Bäume ein wenig an ihm, aber sie haben es im Grunde alle schon aufgegeben. Bewegen sich noch verlegen wie ein Boxer nach dem alles beendenden Niederschlag umher. Aber wirklich kämpfen tun sie nicht mehr. Wie auch? Dieses dicke fette Grau über ihnen duldet keinen Widerstand. Nicht mal die Autos kommen dagegen an, und die überrollen doch sonst alles. Meines steht am... [weiterlesen] |
#922 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 03.01.2008 11:41 © by SuMuze
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| Januarmorgen | → Winter → Songs |
Früh, nur dünne Bleichheit über Knochen kalten Lands wie schwacher alter Schaum vom Schaun bereits verweht ins glatte Weit dahin, das Blau schert sich nicht einen Deut das Zittern winterharter Luft treibt Tränen straff zurück und zählt die Morgen kaum. |
#923 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 02.01.2008 12:37 © by SuMuze
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| Schlechtett #1 | → Family Days → Songs |
Ich wollte mir das alte Pferd aus Holz in Teilen liegt es irgendwo herum noch einmal wieder holen ich saß so oft auf ihm und ritt als stolze Kriegerin zur Küchentür herein und presste meine Brust gegen die Gummimähne und meine Hände klammerten ganz schwach die runden Zügel rechts und links mit diesen langen Fingern die ich bis heute nicht austehen kann. | Ich wollte dein Gesicht laut Lachen sehen mit Schwermut liegt es mir im Geist das wollte ich verhindern ich schaute oft hinein und dann hab ich mit meinen Händen es liebkost und presste meine Brust gegen die deine und meine Hände zitterten dabei wenn sie die Wärme spürten auf deiner glatten Haut die ich noch immer riechen kann. | | | Ich wollte meine Worte genauer noch abwägen sie laufen wild umher es tut mir leid ich fange sie nicht mehr ich hab' zu viel gesprochen so vorlaut ganz für mich allein und presste meine Brust gegen die Tastatur und meine Finger spielten Krieg wenn sie die Tasten suchten für alles was ich nicht in mir behalten kann. | Ich wollte mein Gesicht mit Freude füllen und deines für uns mit ich kann es nicht kann nicht mal selbst viel Freude finden und presse meine Brust mir gegen meine Hand und will es noch nicht glauben ich denke einfach schnell; das geht dann schafft es kein Gedanke in mir zu schwer zu sein. | | | Ich wollte noch nicht gehen und will's noch immer nicht ach press doch deine Hand mir gegen meine Brust und flüster' leis doch fest das alles anders wird. |
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#924 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 28.12.2007 16:57 © by SuMuze
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| sonnenlicht auf stein | → Schönheit → Songs |
das licht der rohen sonne nun sticht aus dem weichen grau der steine schlafend wartend strecken sie sich reglos hin die hellen formen für die augen aus mit denen ich nach worten hier im dunkel schaue als sprächen steine mir doch steine sprechen nicht. |
#925 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 28.12.2007 12:54 © by SuMuze
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| Alltagsgedicht #2 | → Alltag → Songs |
Er sagt selbstsicher: Klar, wie immer liegt nur am Phasenvorlaufmischer sein Haar ist hell sein Gang ist breit und hinter ihm jault wild die Pumpe kalt weht es rein ich friere nicht Wind wedelt mit Papier in seiner Hand vieltausend Haare gelb auf bleicher Haut zitternde Finger kurze scharfe Nägel wir blicken miteinander auf das leere Feld weit hinten Bäume, wollen uns aufhalten er nickt und grinst ich grinse auch und fasse nach dem Stift, rauh seine Haut als meine sich wie ungezogen an ihr reibt ich schreibe kurz unleserlich er packt sein Werkzeug, kniet am Boden drinnen schrillt das Telefon, im Stall auch zweite Klingel wie Alarm er schaut in meine Augen, Zögern ob er dort sieht was er dort sieht? Luft rauscht jetzt kaum noch Sonne ich weiß den Teig unter dem Handtuch so weich und frisch wie sein Gesicht dann flüstert Radio flackert das Licht ich schiebe eine Strähne unters Tuch die Hand streicht leise meine Wange winterlich und warm. |
#926 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 28.12.2007 09:54 © by SuMuze
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| schönheit #2 | → Schönheit → Songs |
ist aufgereiht geklont schönheit grünstengelkunst und blätterschein die nase juckt mir und mein kleid pollen und neid kichern zwischen stahlregalen ein männerbauch zieht sich rasch ein am einkaufswagen stolpern dann sieht wie nur ein mann meine hier passen sie kaum hin dennoch liebt er sie sandalen geh vor zur kasse spür auf haut bis zu zehen laut rot aufgereiht doch nicht für ihn bin auch geklonte eitelkeit |
#927 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 27.12.2007 23:06 © by SuMuze
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| Moving | → Local Hero → Soaps |
Er sitzt auf der Bettkante und zieht sich seine alten Schuhe an. Mit langsamen, genauen Bewegungen knüpft er die Schnürsenkel zusammen, der Blick ist konzentriert, fast übertrieben angestrengt. Ich möchte lachen. Oder etwas sagen, das ihn erreichen und aus seiner Aufmerksamkeit für etwas anderes als mich heraus reißen kann. Aber ich weiß nicht, welchen Grund ich dafür haben sollte. Ich ziehe mir die Bettdecke bis ans Kinn hoch. Versuche - trotz der morgendlichen Stunde - darüber hinweg hübsch auszusehen. Er schaut nicht einmal her zu mir. Plötzlich ist mir kalt und einsam zumute. Ich fische auf dem Boden nach unseren Sachen und zerre mir seinen weiten, kratzigen Pullover hoch. Krieche hinein, was nicht leicht ist. Und immer schwieriger zu werden scheint, bis ich... [weiterlesen] |
#928 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 26.12.2007 11:54 © by SuMuze
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| MeryXmas2U | → Sie → Songs |
Ob du mir fern warst oder nah, ich kann es heute noch nicht sagen, vielmehr: es ist egal. Du warst zwar da, doch unnahbar, und warst du fort, galt doch dein Wort, und mir blieb keine Wahl.
Ob ich dich liebte oder nicht, kann ich bis heute nicht entscheiden, und will es nunmehr kaum. Ich kann in deinen Worten weinen, dein Lachen mir zu eigen machen, hol' dich in meinen Traum.
Ob zwischen uns einst Freude war, wer von uns will das heut' noch wissen, kannte es niemal anders. Ich leihe mir den Stolz von dir, die Macht, das Geld, was halt so zählt, ungerne, doch - ich kann das.
Ob ich dir Glück gegeben hab', es hängt mir ständig in Gedanken und niemals frag' ich dich. Unglück, das weiß ich, sicherlich, und Ärger, Wut, das konnt' ich gut, gabst bar zurück an mich.
Ob deine Hand nach meiner sucht, das endlich hast du mir bewiesen, und meine blieb nicht schroff. Fühle mich nachts fast unbewacht streicht deine nicht mir durchs Gesicht, worauf ich kindlich hoff. | Ob meine Welt für dich das zählt, was sie mir jeden Tag bedeutet, das steht mir in den Sternen. Spiele Karten, kann noch warten, schaue dich an, bis wir uns dann viel später kennen lernen.
Ob deine Worte ehrlich sind oder, wie meine, nur gelogen, wir lachen jetzt darüber. Ich täusche gern, bist du mir fern, du kommst mir nah, bist du unwahr, wir kichern immer wieder.
Ob uns das Zittern meiner Haut einander ähnlich macht und weicher, ich wünschte es mir sehr. Ich risse Sehnsucht voller Wucht aus meiner Gier und schenkte dir was immer deine wär'.
Ob wer in wessen Schuld noch lebt, die Frage stellt sich mir nicht drängend, du liefertest mir reichlich. Will dir meine Tränen nicht erwähnen, erwähne sie nun doch, bis heute noch bin ich zu dir stets kleinlich.
Ob du bei mir bist, bist du hier, ich will es, weiß es, du bist es nicht, ich bin doch selbst nicht da. Nehm' jeden Blick wieder zurück, jag jedes Wort gleich wieder fort, merry xmas 2 u, ma. |
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#929 of 1729 [Backlink] Posted at Tuesday 25.12.2007 11:07 © by SuMuze
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| Trauer | → Innereien → Songs |
In Bäumen Trauer schwarzer Tanz verästelt jeden Zweig nochmals. Auf Feldern Trauer grauer Lack umkleidet jeden Klumpen schwer. An Wänden Trauer dunkler Stein vermauert jede Fuge still. Am Himmel Trauer weißer Tau nistet in Luft zum Fallen hoch. Im Garnichts Trauer leerer Blick erblindet unter tausend Lux. Im Endlos Trauer weiter Pfad begangen jeden Tag erneut. |
#930 of 1729 [Backlink] Posted at Sunday 23.12.2007 12:45 © by SuMuze
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| gier | → Gier → Songs |
im strahlenhalo angezupft echo dem schwarz der ewigkeit klang reiner noch als nichts prall jetzt bei mir mein rosenkranz das beben eines trabers die nerven kurz vorm start nur gier kein ding nur klare scharfe harte ins endlos endlos starrte doch eingepferchte an mir fest geschirrte verfluchte schiere klein mich machend blanke ich bin verloren gier |
#931 of 1729 [Backlink] Posted at Saturday 22.12.2007 22:06 © by SuMuze
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| Für mich #5 | → Me → Songs |
Du hast dir meinen Leib genommen, nahmst dir, was ich bin, wenn du mir tust schlugst an das Zucken meiner Sehnen und jedes wilde Zittern meiner Haut du spanntest mir die Muskeln auf wie Segel wenn ganz hoch am Wind daß Mast und Taue kaum mehr halten daß Wasser nur noch flüstern kann und sich das Boot wie Wind auf Schwingen ins Nasse bohrt und alles bricht. Du hast dir meinen Stolz gestohlen ich schrie, du lachtest, ich war froh spieltest nur mehr auf straffen Saiten Ton an für Ton und Melodie bis alles in mir klingen wollte für immer, bat ich, bitte für immer noch, und ende nie. |
#932 of 1729 [Backlink] Posted at Saturday 22.12.2007 18:10 © by SuMuze
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| noch eben | → Humming → Songs |
noch eben glänzten welt und wolken als lockend scharfes bild im blau des flachen wassers zärtlich sanft als erste tropfen ihrer schwester sie eifrig noch im fluge küßten und ihre hochzeit bitter büßten wie aufgewühlt von feindeshand die fluß und regen straft mit grau.
noch eben schien ein teil der sonne auf frierend kalten stein in rot ich spürte wie die steine lachten einander mut sich wieder machten bevor die sonne sie dann mied jetzt zittern sie im mörtelbett und sonne scheint nicht in die fenster in die zu schauen sich kaum lohnt.
noch eben war ich zwischen menschen verhüllt hüllten sie mich wohlig ein ich atmete mit ihrem atmen und wußte mich nicht zu allein jetzt sind sie fort, ich friere als wären menschen hier nicht gern ist leere um mich, ich verliere den blick für alles, kehre heim. |
#933 of 1729 [Backlink] Posted at Saturday 22.12.2007 15:02 © by SuMuze
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| will #1 | → Initial → Songs |
will schönheit sagen leichtigkeit mit lauten tragen lieblichkeit an lippen hängen lob dem wort zu ohren bringen licht und glut düster beschwören sinnlichkeit mit leib betören nichtigkeit zu tage bringen von a bis z nur schönheit singen | will einsam sein am rand der pfade bleiche gestalt aus weizengarbe strecke die hand lenke den blick bald wieder ein schau nur zurück will traurig sein will immer fort am rand entlang dort leise sein laut wie das nichts will schweigen dann |
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#934 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 21.12.2007 09:38 © by SuMuze
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| Für mich #4 | → Me → Songs |
Ich möchte, daß du meine Freundin schlägst, sie zittert schon, sieh nur. Ich möchte, daß du mir die Seele nimmst, sie lastet schwer auf mir. Ich möchte, daß du meine Hände lähmst, ich greife nichts das zählt. Ich möchte, daß du mir den Atem nimmst, ich stehle ihn der Welt. Ich möchte, daß du meine Himmel trübst, ich blicke nie empor. Ich möchte, daß du mir das Leben nimmst, tot komme ich mir vor. |
#935 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 20.12.2007 20:41 © by SuMuze
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| Für mich #3 | → Me → Songs |
Wie hat mein Herz gelacht und wie mein Mund wie habe ich mich schier gefreut und meine Augen strahlten dir mit Beben in der Brust bin ich gelaufen wie ein Kind wild dir entgegen wild wie habe ich mich einst gefreut ich sterbe weil ich's weiß. |
#936 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 20.12.2007 20:30 © by SuMuze
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| Für mich #2 | → Me → Songs |
Roll', rolle in die Ferne, gekippt wie Kiesel auf den Weg, roll' in mich, rolle gerne mein Atem taut mir meinen Steg, werf' alles fort ich drehe mich ich sehe Licht und seh' doch nicht kann will will noch sofort mein Abgrund ruft zieht sich zusammen kalt dann heiß und hier - vor Ort.. |
#937 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 20.12.2007 20:16 © by SuMuze
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| Mit dir | → Me → Songs |
Auf stumpfem Stabparkett mein Blick flieht fort zur Scheuerleiste dein Sinnen zieht den Schuh mir Hand in Hand vom glatten Fuß das Auge folgt dem Arm zum tiefen Rot an weithin ausgestreckten Fingerspitzen dein Bein vermählt mich mattem Holz mein Mund schmeckt Weichheit weißer Haut warm unter meinem Arm dein Flüstern trägt mich kaum doch deine Hand errät was ich schon auf den Knien nicht nicht jetzt vor uns verbergen kann. |
#938 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 20.12.2007 16:20 © by SuMuze
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| Lied von der Zweisamkeit | → Me → Talks |
Ich bin doch sanft - ich hülle deinen Zorn mit weichen Daunen eines Kükens, ich polstere dir deinen Tag, bin Bettstatt dir und Diwan und noch mehr. Ich trage deine Sehnsucht sicher durch den Abend, ich leite deine Blicke lüstern durch die Nacht. Ich küsse dein Erwachen voller Freude und trinke stumm die Bitterkeit der Stunden, wenn du mir zögernd aus den Augen gehst. Ich bin doch still - ich dämpfe deine Worte, so rasch und hart gesprochen, und glätte deine Sätze kaum, daß du sie selbst bereust. Ich horche eifrig auf die Laute deiner Kehle, ich lausche jedem Ton aus deinem Mund, nehme dir flink von warmen Lippen jede Absicht, als wüßte ich um alles Denken hinter deiner Stirn. Ich bin doch da - ich weiche nicht von deiner Seite, wie angeheftet folge ich dir... [weiterlesen] |
#939 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 20.12.2007 09:53 © by SuMuze
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| Herbstmorgen 12-20-2007 | → Herbstmorgen 2007 → Songs |

Wenn Wind schleift kahle Zweige, Worte deiner Zunge flüstern mir. Wenn Licht läßt lange Schatten, Blicke deiner Augen streifen mich. Wenn Kälte kriecht auf Lippen, Küsse deines Mundes schmeicheln mir. Wenn Weite zieht an Armen, Kraft aus deinen Händen nimmt mich mit. Wenn Leere schweigt im Morgen, Stille deiner Sehnsucht zerrt an mir. Wenn Näße quillt am Boden, Tränen deiner Liebe trösten mich. Wenn Stunden Jahre werden und Hügel schroff und wild, verstecke ich den Kopf in Kissen, und hilft nicht - liederlicher Schild.
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#940 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 20.12.2007 09:21 © by SuMuze
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| Implodiertes Liebesgedicht | → Trennungen → Songs |
Ich trage harte Schenkel schenke dir Liebestat küsse die Überzahl zahle dir Leib der turtelnd starb. Ich trage Urteilskraft teile dir friedlich mit trinke die Schöpfermacht dulde mit Leid das an dir klagt. Ich öffne meine Qual trockne und finde winde mich unter Last aus Übermut der mich ergab. Ich harre hoffe trage genug im Abendlicht Ich nehme mir ich greife nach deiner Liebe nicht. |
#941 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 20.12.2007 02:24 © by SuMuze
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| so nett | → Worte → Songs |
denk mir ich nur weiß mir nichts warte gesund werde will sein wurde ich will muß soll sein bin so wie nicht so niemals doch so so nett ach brav ich seie gut dir ja |
#942 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 19.12.2007 23:44 © by SuMuze
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| Herbstmorgen 12-19-2007 | → Herbstmorgen 2007 → Songs |

Im Rauhreif hat sich Dreck versteckt, im weißen Bauch der Wolken Schmutz, im Licht lauert noch Dunkelheit, die in den Wind fast Starre schreibt. Das dumpfe Brummen summt für sich, das Dieselpochen schlägt den Takt, im Säuseln kalter Leitung klingt die Stille fort mit schwachem Ton. Die Enge im Waggon hüllt ein, die Kälte auf der Plattform blieb, die Weite draußen kommt herbei und schaukelt alles fest dahin. Schritte auf Stein liebkosen schroff, Lichter aus leeren Läden warten, Gestalten gleiten stumm daher als Strom der dunklen Mäntel. Mit leisem Scharren vor dem Stuhl und kurzem Griff zum Schalter hin fährt alles hoch und wartet jetzt, daß ich den Arbeitstag beginn.
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#943 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 19.12.2007 09:46 © by SuMuze
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| Dezemberabend | → Winter → Songs |
Gemächlichkeit aus kalter Luftschicht schleift nun den Alltag rund und weich, das Summen tausender Motoren, das bunte Licht aus Lichterketten überall. Der Himmel riecht nach erstem Schnee, der Boden knistert voller Lust, aus Mündern weht weiß hoch die Wärme, der Horizont ein blasser ferner Liderstrich. Ein Warten liegt an Straßenecken, dazwischen hasten doch ein paar Vermummte, stapfen unter Ästen, das blanke Gras bleibt trocken, gläsern, hart und rein. Papier grüßt, Glitzerstaub läßt lächeln, es klingelt rings umher wie Gold, spät in die Dunkelheit verweisen leuchtende Wege unter Ampeln wieder heim. |
#944 of 1729 [Backlink] Posted at Tuesday 18.12.2007 16:40 © by SuMuze
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| Wind ist | → Winde → Songs |
Wind ist wenn es weht wenn Luft sich nimmt weich aber stark was lose ist wird fort gewirbelt weit weit weg was fest wird wild gezerrt wird angegriffen ruhelos was bricht verliert wenn Wind ist flüsternd in der Luft |
#945 of 1729 [Backlink] Posted at Tuesday 18.12.2007 09:53 © by SuMuze
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| Herbstmorgen 12-18-2007 | → Herbstmorgen 2007 → Songs |
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Weich im Morgen flüstern süß zu müden Worten leise tasten mit den Fingern wild und hart und zart zugleich will die Zeit des Tages nicht die harschen Laute hören kalte Leere eines grauen Tons lüstern nur für die Minuten wenn die Lügen Sehnsucht sind und die Träume singen einsam und der Sinn ist froh.
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#946 of 1729 [Backlink] Posted at Tuesday 18.12.2007 09:29 © by SuMuze
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| Spaziergang im Advent | → Kirchen → Talks |
Die Menschen, die in der Mitte stehen, zeigen deutlich, wie sehr sie sich amüsieren. Hier zwischen den dicht an dicht stehenden Grüppchen riecht es nach kochenden Pilzen und garendem Fleisch, nach warmem Alkohol und brennenden Zigaretten. Sogar das eine oder andere starke Duftmittel schafft es, sich durchzusetzen. Wie auch die schrilleren der Stimmen, die sich triumphierend über die dezenteren erheben. Einzelne, seltsame Satzfetzen, im Vorübergehen aufgeschnappt und nur deswegen mit Sinn behaftet, weil ich so gerne herum rätsele, was da jemand wohl hatte sagen wollen. Manchmal boxe ich gegen einen dieser schwerfälligen Körper, die mir den Weg versperren. Das bringt mir ein paar Bemerkungen ein, nicht sehr freundliche, aber die Meisten reagieren ruhig und friedlich.... [weiterlesen] |
#947 of 1729 [Backlink] Posted at Monday 17.12.2007 19:53 © by SuMuze
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| Advent 3 07 | → Kind → Songs |
Advent, als Kind und dann, erwachsen, kriecht Warten still hervor, unfertig sein, noch nicht, nur erst mal so, du weißt nicht, was und wie, Advent, du ahnst, und wirst, sanft in Gedanken, unsanft von Ferne froh. |
#948 of 1729 [Backlink] Posted at Sunday 16.12.2007 11:11 © by SuMuze
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| Herbstmorgen 12-16-2007 | → Herbstmorgen 2007 → Songs |

Nur eine Spur auf meinem Fühlen, nur Rückstand einer kurzen Nacht, ein Wollen und ein bittres Sehnen, mit ein paar Blicken fortgelacht. Nur eine schmale Episode, ein Anblick der dich eisig hält, doch schon vorüber ist, vorbei, bevor er in dein Auge fällt. Nur eine sanfte Hügelkette inmitten hoher Felsenpracht, die tastet nicht nach deinem Leben, die mordet still nur in der Nacht.
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#949 of 1729 [Backlink] Posted at Sunday 16.12.2007 10:12 © by SuMuze
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| Ein Samstag im Advent | → Heimspiele → Songs |
Alter Beton weint grün und grau, er schwitzt den Stahl aus, der ihm als Rückgrat dient, verhöhnt das sauber Neue und weicht die Welt aus Härte auf. Steinplatten fasern aus, nachdem zu viele Füße über sie hinweg gelaufen sind. Holz bleicht unter der Sonne mit Tränen aus der Zeit, als es noch Saft enthielt, es trauert nach der Kraft, die Stämme wachsen ließ. Das Eisen bildet Flecken aus blühend trock'nem Rost, der staubig dir am Finger bleibt, wenn deine Hand ungläubig die rauhe Oberfläche reibt. Baumwurzeln heben Asphaltdecken auf, zerreißen ihre Glätte, man paßt beim Gehen auf. Der Regen mürbt die Ziegel oben auf dem Dach, zeichnet sie alle einzeln mit Furchen Tag für Tag. Der Wind zerrt an den Latten der Zäune rings umher, wirft Rauch aus fetten Schloten als Schleier über's Land. Der Himmel spiegelt das Graue kalt zurück, geizt heut' mit seinem Lachen aus Blau und Weiß, verweigert jeden Blick, und scheint fast unscheinbar. |
#950 of 1729 [Backlink] Posted at Saturday 15.12.2007 13:50 © by SuMuze
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| Tretonet | → Worte → Songs |
Ich trat einst aus dem Haus, trat ein ins frische Leben, trat bei dem Kreis der Welt, trat vor mit leisem Beben. Betrat so manchen Raum, trat an zum Wettbewerb, trat manchem ins Gesicht, vertrat Seltsames derb. Trat lose, was mir fest, trat fest, was locker schien, zertrat ganz ohne Arg, trat über alles hin. Trat auf mit einem Lächeln, trat in das Licht des Blicks, der nie für mich wird treten. Tret ab mit einem Knicks. |
#951 of 1729 [Backlink] Posted at Saturday 15.12.2007 13:49 © by SuMuze
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| Herbstmorgen 12-14-2007 | → Herbstmorgen 2007 → Songs |

An solchen trocknen Tagen wenn schwach der Wind Kälte bringt wir schlagen uns die Kragen um die Hälse als wären sie zarter noch als das Gesicht das schroffer wird wenn es friert den Blick beständig schneller macht damit er sieht ob der Tritt hart unser Boot durch weiße Dünung schiebt.
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#952 of 1729 [Backlink] Posted at Friday 14.12.2007 11:35 © by SuMuze
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| Fluß | → Fluß → Songs |
Der Fluß ist nicht sehr breit, nicht einmal wild, er rauscht beharrlich vor sich hin, als murmelte das Wasser zu schwerem Denken lange Ketten aus Bedacht, die seinen Rücken kräuseln, und sanft am Ufer zerren, wie kurze Blicke um den Rand des Bildes, das ich eifrig male. Um Steine wird er rasch und laut, dann wieder flach und harmlos träge, als suchte er nach Kraft im glattem Fließen vor sich hin, als sammelte er das Licht, die Wärme und den Dreck, schlöße das alles in sich weg, und gäbe wenig wieder her. Dem Himmel wälzt er sich entgegen, bleibt dennoch unberührt in seinem Bett aus Erde, Lehm und grauem Sand, Liebkosung für das Land, das er mit seinem Lauf beständig achtlos nur beehrt. Ich werfe ihm Gedanken wie Schiffe aus Papier auf seinen wirren Spiegel, und träume mich hinein in jeden nassen Arm, den er mir gnädig zeigt. Am Abend laße ich ihn hinter mir zurück, und weiß, er wird da sein, wenn ich am Morgen mein Lachen wieder bringe zu seinem festen Platz. |
#953 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 13.12.2007 19:57 © by SuMuze
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| Herbstmorgen 12-13-2007 | → Herbstmorgen 2007 → Songs |

Ich sehe nichts und höre nichts und rieche nichts, male mir Kreise auf das feuchte Glas vor meinen Augen. Ich presse sanft die Knie gegen das Metall der Heizung und schaue schweigend zu dem Morgen draußen hin. Die Katze kratzt sich hinter ihren Ohren, schaut vorwurfsvoll zu mir und legt sich, als ich mich nicht rege, gelangweilt wieder schlafen. Die Luft um uns herum scheint schwer zu sein, als warteten die Moleküle ganz eifrig auf den Tag, auf irgend ein Ereignis, das dann dem matten Gas Bewegung wieder geben müßte. Das Haus ist noch nicht wach. Ich stehe still am Fenster und halte meinen Kopf sehr schief. Ich grinse, lache, spitze meine Lippen, leg' mir dir Stirn in große Falten und strecke mir die Zunge weit heraus. Ich fahre mit den Händen durch die Haare und kämme mir den Scheitel mal nach rechts und mal nach links. Ich drücke meinen Kopf mit Kraft gegen die flache Scheibe und sauge ihre Kälte gierig in mich ein. Ich summe leise, schweige wieder. Der Wecker summt, und schnell beginnt das Leben.
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#954 of 1729 [Backlink] Posted at Thursday 13.12.2007 09:50 © by SuMuze
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| avantgarde | → Avantgarde → Songs |
tragbar mobil flexibel dem wechsel angepaßt weit aufgeschlossen offen wartend scharf bereit und motiviert kein zucken kalter lider gewahr sensibel heiß die sinne aufgespannt die haut ein graues segel ganz schaumverkrustet flattert es im wind |
#955 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 12.12.2007 12:11 © by SuMuze
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| Herbstmorgen 12-12-2007 | → Herbstmorgen 2007 → Songs |

Krauch unter Laken, presse mich an, und schwimme, treibe weit fort, rücke und schiebe, rutsche hinein und gleite, warm legt sich Leichtigkeit um mich, Licht weicht, Luft weht davon, nur atmen, krieche dir nach, verfolge, eng, und schlafe.
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#956 of 1729 [Backlink] Posted at Wednesday 12.12.2007 11:56 © by SuMuze
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| Himmelssteg | → Traum → Songs |
Drei Pappeln säumen einen Pfad aus Steinen und aus Pfützen zieht er sich sanft bergauf und ab. Tausend bloße Kinderfüße fester Stiefelsohlen Tritt schenkten tausend harte Küsse. Faules Astwerk müder Büsche fegt nur unzulänglich rein, spür's, wenn ich darüber wische. Drei Pappeln stehen mir am Weg und Dreck aus vielen Sohlen bedeckt mir meinen Himmelssteg. |
#957 of 1729 [Backlink] Posted at Tuesday 11.12.2007 22:53 © by SuMuze
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| Herbstmorgen 12-11-2007 | → Herbstmorgen 2007 → Songs |

Das warme Brot liegt feucht auf Holz, als ließe es erschöpft sein Leben, das blanke Messer liegt daneben, glänzt trotz der Untat blitzend stolz. Der Kaffee dampft dazu gelassen aus kleinen, weißen Kaffeetassen, aus Bechern, deren Porzellan sie plump und dumm erscheinen läßt. Vom meinem Teller schaut ein Rest der Wurst mich leise fordernd an, ich widerstehe diesmal locker, dreh müde an dem kleinen Wecker, der mich so früh zurück ins Leben rief aus irgendeinem schönen Traum, erinnern kann ich mich jetzt kaum, ich fürchte, heute geht mir alles schief.
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#958 of 1729 [Backlink] Posted at Tuesday 11.12.2007 09:48 © by SuMuze
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| Vorortbummel am zweiten Advent | → Stadt → Talks |
Hier gibt es Straßen, da stehen die Häuser rechts und links hoch wie Mauern, haben aber nur kleine Fenster und schauen also recht sparsam auf dich herab, wenn du sie entlang gehst. Es tut gut, daß sie da sind, sie halten dich ohne dich zu berühren, wirken dabei freundlich und gar nicht bedrückend. Manche der Fenster sind erleuchtet, und jetzt, vor Weihnachten, glühen an vielen Stellen Lichterketten, Pyramiden, Bäume, Kreise oder irgend etwas Unregelmäßiges. Kitsch, sicher, aber die Menschen holen sich damit doch Licht herbei und wohl auch ein Stück Wärme. Und du kannst ihnen dabei zuschauen, sie lassen dich daran teilhaben. Das macht die Geschmacklosigkeit wieder wett. Nicht immer, ja. Vor den Häusern, zwischen der Straße und mir, parken die... [weiterlesen] |
#959 of 1729 [Backlink] Posted at Monday 10.12.2007 14:05 © by SuMuze
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| Herbstmorgen 12-10-2007 | → Herbstmorgen 2007 → Songs |

Ich habe gern, wenn alles bleibt, wie's ist, nicht ein Halm sich nach woanders neigt, mir sind die gleichen Bilder niemals trist, in denen stets sich Gleiches zeigt. Ich mag das, was ich kenne, immer wieder sehr, das Wiedersehen ist mir die größte Freud, ist größer, kenne ich das Alte, um so mehr, ist's mir gut vertraut aus langer Zeit. Ich schaue mir Bekanntes nur zu gerne an und dreh es um und um ganz unermüdlich, und hab ich's rund und weich gedrechselt irgendwann, dann lach' ich laut und werde endlich friedlich.
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#960 of 1729 [Backlink] Posted at Monday 10.12.2007 13:59 © by SuMuze
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