Sumuzehttp://sumuze.dwarfsoft.de/index.phpSumuze Blog - Texte, Bilder und Musik zum Vergnügende-de<![CDATA[Im Takt]]>Ge-nordet, -ein!
Derverlautbart.
Dieverfolgt – eeh - Ziel optimiert!
Lang Boot Staffel Leader Halloween.
Am Aralsee origines, ab London: center court.
Wenn dich dein Vormund nicht kennt,
beim Bäcker zählt einzig das Dutzend.
Neben Verdienst.
Damit die Arbeit noch nährt.
Verdi, der Tango.
In der Kolonne der Sonne entgegen.
Re-le-giert bis danach:
Trotz!
Am Funken ge-ne-sen,
ver-peilt.
Teufel Abt Ritter Sport.
My fiancé: Lob und Gesang.
Mittwoch ist un-fröhlich,
gespaltenes All.





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<![CDATA[Nicht befugt]]>Aufmerksam
die Vorderpfoten beieinander?
Wie die Spitze ihres Schwanzes
Staub am Boden fegte,
ungerührt!
Im Schatten ihrer Iris
wartet stumm und schlummert
silbern scharfe Göttlichkeit.
Revier,
entlang des Perimeters
brandgeschatzt,
die Wut im flachen Land,
unter dem Stiefel jeder Tag
zu einem eingeschmolzen.
Nicht Tod hat je erlöst.
Die Unbefugten
glätteten im Morgenlicht
an Röte, Wildheit ihrer Schreie.
War da ein Tanz noch frei?
Hosianna sollte werden.
Unerkannt!





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<![CDATA[Sommermännchen]]>das Männchen vermeldet das Etmal
voll Stolz. Der Bug mahlt durch Wasser und See.
Helle Blüten und trockene Halme und Laub
beschirmen den schattigen Boden,
Käfer bedecken ihn, winzige Leiber,
die Äste der Zeit liegen leblos herum.
Ein Panzer aus goldgelbem Licht
umgibt alles. Luft riecht nach Leere und Raum.
Ein Muster aus Farben bekleidet
die Winkel der Glieder sehr schön.
Alles hilft, und das Lachen
macht heil, was es einriß, zuvor,
Sommermännchen, sie wimmeln empor.





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<![CDATA[#11 - Spazierfahrt]]>




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<![CDATA[#10 - Feierabend]]>




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<![CDATA[#09 - Nachsitzen]]>




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<![CDATA[Wintermännchen]]>Die Fäuste sind geballt, die Stirn gestrafft.
Des Wintermännchens Schritte gehen strikt nach vorn.
Das Augenlicht erstrahlt, stets ist die Helligkeit sein Kleid.
Des Wintermännchens Kraft bleibt ungebeugt.
Die zarte Haut des Eindringlings umschmeichelt seine Beute.

Das Wintermännchen weint zur Zeit.
Die langen Finger unterm Stoff befremdlich starr.
Das Wintermännchen legt sein Haupt auf warme Bäuche.
Der Haarschopf in der Kälte klamm geworden.
Das Wintermännchen murmelt leis.
Die Lippen aufgesprungen wohl beim letzten Lügenwort.

Dem Wintermännchen fehlt der Mut.
Das weiße Tuch erstickt ihm alle Tränen.
Dem Wintermännchen weht der Atem fort.
Der Klang des Frostes streicht sein Lied.
Dem Wintermännchen wird der Nacken steif.
Die Zähne schimmern bleich zum Abend hin.

Den Wintermännchen nachempfunden
schlingen Begleiterinnen sich die Shawls um ihren Hals,
zum Mantel feste Schuhe, Strümpfe für die Nacht.
Die Wintermännchen schlafen gut,
sie wählen ihre Lage mit Bedacht.





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<![CDATA[Sommermädchen]]>
An runden Tischen mit Langustenbeinen
sitzen die Mädchen, ihre gepunkteten Leiber
Marienkäfer, zu feige, die Flügel zu blähen,
ihr Kichern bricht sich im Hochglanz von Spiegeln,
die Augen gebannt von der Welt in der Hand.
Die Haare sind Lippen, verschlossen,
ein Blick aus der Ferne benetzt ihr Chitin.
Vom Saft reifer Linden beschmutzt
steht der Van hell im Licht, so klebrig
ist Haut zwischen Schenkeln.
Die Zeit: kurz nach Sechs.





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<![CDATA[In der Löwennische]]>staub_03

In der Löwennische,
wo die Mähnen geworfen,
die Muskeln gestreckt,
ganze Welten erst werden,
wo auf Tische geschlagen,
in die Ferne gebrüllt wird,
stets spitzer brilliert.

Bis ins innerste Wesen,
in die Tiefe hinab,
jeder Schwindel ist Schwäche,
nur das Größte gewinnt,
schon der Zweite ist Letzter,
und die Pause der Tod.

In den Nischen der Löwen
sucht die Möwe kein Brot.





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<![CDATA[Staub #2]]>staub_02

Ein einfaches, starkes Gestell.
Rechte Winkel und Streben,
verankert, versteift,
aufgeständert.
Gleich hinter dem Vorhang
wird Tag langsam hell.
Das Licht
läßt den Staub für mich tanzen,
die Luft trägt Momente nach vorn,
meinen Ärger, die Angst,
Enttäuschung und
winterlich zahnloser Zorn.
Auf der Treppe verlor ich den Hut.
Glatte Sohlen aus Leder,
auf Holz ausgeglitten.
Die Scheiben der Fenster
voll Dreck.
Die Schenkel sind
zwei Parallelen,
Tangenten
im Dreiecksproblem.
Ein Gerüst
aus gespleißter Zypresse.
Ein Mut
aus gestoßener Zeit.
Lebewohl an der Theke,
eine Zeitung, ein Glas,
in Europa wird abends gegessen,
im Norden versinkt kaltes Land.
Ich habe den Staub aufgefressen,
den Magen voll saurer Enzyme.
Das weiß leinern Kind
verschmähte gelassen
die sanftmütig lockende Hand.





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<![CDATA[Staub #1]]>staub_01

Ich habe den Staub aus der Ferne gerochen,
Geschmack voller Wildheit, so roh.
Ich habe die Spitze aus Glas aufgebrochen,
Ampulle, Amphore, Geliebte – wieso?

Ich stand mit den Füßen auf Stein.
Habe Halt vor den Winden gefunden.
Das Gift drang tief in mich ein.
Habe Angst nachts und Leere empfunden.

Ich war, wäre alles ganz anders,
war nicht, weil alles so war.
Nur Einer ist unter den Vielen, der kann das,
die Eine, alleine, niemals.

Ich habe den Klang eines Aufbruchs im Ohr,
das Blöken der Lämmer, die Schur.
Ich habe im Blick noch den Einen. Der schwor:
seine Muskeln, der Schnitt, die Tonsur!

Ich lag auf dem Rücken im Sand.
Habe Licht mit der Haut aufgesogen.
Der Himmel war in meiner Hand.
Jedes Wort hat mir Pracht vorgelogen.

Ich bin, denn alles ist immer,
nichts ist nie, niemand ist nur allein.
Niemals hilft dieser ewige Schimmer,
dem Moment eingeschrieben zu sein.

Ich habe den Staub eingeatmet.
Das Kratzen im Hals hielt ich aus.
Das Fremde hat mir nicht geschadet.
Ich bin unterwegs nach zu Haus.





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<![CDATA[Mitternachtskirche]]>




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<![CDATA[Apparatemedizin]]>apparatemedizin

Der Patient ist komatös geworden.
Hitzewallungen gen Norden, Licht,
das hinterm Horizont die Kaltfront
schaudernd ahnen läßt, der Rest
ist Chaos auf den Monitoren, klaglos
brütet der Erfindergeist in leeren
Flaschen, durch die feinen Maschen
ist der Räuber in den Fang gerutscht,
Residuum regiert, das enge Schicksal
kämpft noch irgendwo.

Es war der Oleanderduft, Melisse, Wein
und Thymian, das heiße Gras, die Haut
auf seinen Händen, harter Dreck unter den
Fingernägeln, war das wilde Jucken
auf den Armen, Haare fielen vor die
Augen, Nase brannte und am Kinn
tat eine frische Narbe häßlich weh,
ich seh' noch seine Augen, spüre
nach dem Druck im Rücken,
weich und warm und ewig schön.

Die Kanten haben sich im Lauf der Zeit
zu runden Schultern abgeschliffen,
unter einem gleichen Himmel führt
die Bahn der matten Sonne quer dahin,
ein Schattenmeer, das auf sie wartet,
Schründe in den Fels gezerrt, sie beißen,
nachts kann kaum der Mond ihr Trost
austeilen, leise geht er morgens fort.

Es waren seine Schritte, viel zu leicht,
um auf dem heiß gespannten Trommelfell
des Gartens mir den Takt der nackten Sohlen
einzuprägen, meine Lippen zu berühren,
deren Angst sich unter Fingerspitzen
barg, fast wäre meine Schwere federleicht
im Klang der braungebrannten Füße
aufgehoben, sagen konnte ich das nie.

Der Graph zeigt Zacken, Wendepunkte,
stürzt im monotonen Fall unlimitiert,
es blinkt am Rand, ein schriller Ton,
das Kreischen einer falschen Zeit,
der Riß durch eine morsche Decke,
das Gewebe gibt am Ende
seufzend nach.





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<![CDATA[Männlich]]>Wie sein Kamm schwoll,
das sich sträubende Haar unter'm Hut.

Der mich abmahnte, der war mir einer.
Wie sein Schwanz strich,
unter Hosen, fast als wäre er keiner.

Der mich eingrenzte, der war mir scharf.
Wie sein Auge mir strahlte,
pedantisch bedachte, was ich niemals darf.

Da habe ich ihm aber 'Nimmer' gesagt!

Habe mir das Meine gedacht.
Habe mir in das Fäustchen,
ins Körbchen, zu den Guten
in Kröpfchen ganz lange gelacht.

Der mir kam damit, daß er mir käme,
wie sein Hals ja da pochte,
seine Stirne sich nieder mir beugte,
ich schäme mich,
aber ich mocht's.

Der mir schön tat, mit Worten.
Wie ein Mann,
daß ich sanft wurd', beizeiten,
sie horten das Schöne,
die Bilder, die Manns und die
anderen auch.

Der mir an kam, so wärmlich,
wie nur einer,
erbärmlich, verweichlicht
doch in mir war Mut.

Daß ich gut sei, ich einzig,
so winzig, so geizig,
sein Wollen
verheizt,
und dennoch -
ich gab.





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<![CDATA[Flatterflug]]>
Sie wollen es verdichtet? Gut!

Ich ziehe mich kurz an. Der Tag,
an dem die Milch nicht kam:
ein schöner Tag, die Sonne stand
inmitten eines blauen Himmels,
der Horizont so weich geweitet,
kaum Streifen oben in der Stratosphäre,
als wäre wieder alles wie zuvor.
Am Tor hat dieser Wagen schon gewartet,
sein leises Tuckern störte kaum,
gedämpft, wie immer, wenn sie morden,
das Stampfen der Maschine unterm Blech,
vielleicht war der zu frech, der Ihnen
kalten Kaffee in die Spüle goß,
wer weiß?

Im Radio nur gute Laune, selbst der Hund
hat mit dem kurz kopierten Schwanz gewedelt,
der fridgerator leise vor sich hin vibriert.
Sie hörten fast den Tritt, das Klirren alter Gläser,
das edlere Kristall, die mit der selbst gekochten Marmelade,
verschwitzt im Morgengrauen aufgewacht,
inmitten grinsend schwarzer Nacht ein Pochen
scharf im Hals. Und doch!

Sie fühlten sich leicht irritiert. Und daß es roch,
nach Holz, nach warmem Wachs auf blanken Dielen,
nach Staub, nach Putz, nach Gips und dem Parfüm,
das eigentlich zu teuer war. Sie liebten diesen Tag,
den mag sogar der Bürger tief in ihnen nicht aussparen.
Sie waren damals jung, fast noch am Leben. Doch jetzt,
da wollen Sie es ganz präzis? Genug!

Ich will Sie zärtlich an die süße Luft erinnern,
die Wärme, die von draußen durch die Fenster kroch,
die nahm ein wenig von der Angst,
vom dummen Staunen, daß es diesmal
niemand anderes als Sie betraf.
Ich will an den Moment gemahnen,
als Sie schon ahnen mußten, was geschah.
Sie blieben stumm, erstarrt, vor Aufregung
ganz tadellos, gestreckt, bloß, daß es Ihnen
gar nichts half. Ich will das nicht betonen, aber,
ja, sie zwingen mich.

Sie haben kreuz und quer gelesen, nicht ich.
Sie standen zitternd an der Bahn, ich lief,
die Mütze auf dem Haar klug balanciert
und lachend auf der Plattform hin und her.
Sie waren der, der Ängste hegte, der Zaghafte,
der Zittermann. Ich stand vor Ihnen, aufgeregt,
ich nahm mir Zeit, und Sie den Blick.

Ich denke selten an den Tag zurück.
Nur Sie vergessen ihn nicht mehr.
Wie schwer es Ihnen fällt, die Welt
für einen winzigen Moment
ganz hinter sich zu lassen.
Sie hassen diese Wendung,
winden sich vor Schmerz.
Mein Herz ist Ihnen gut und zugewandt,
doch ihre Hand
hat mich nie aufgehoben.

Sie wollen es verdichtet? Gut!

Ich bin bereit. Die Zeit wird uns beweisen,
wer verloren und wer wieder aufgefunden war.
Wie wahr, daß alle Wunden stets aufbrechen,
daß jener letzte Fährmann jeden Taler dreht,
der letzte Knecht die kleinsten Taten zählt,
der Meister endlich wiegt und richtet.

Sie wollen es verdichtet. Gut!

Ich mochte Ihren Mut, mir selbst,
kam er abhanden, mir genügte,
anzuschauen, daß sie fanden,
meine Worte reichten knapp.

Sie wollten mich, ich kam!
Doch Sie verschmähten mich,
ein tödliches Verbrechen, nicht?
Ich äußere mein Mißbehagen,
und gehe schweigend wieder ab.





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<![CDATA[Vom Elfenstaub]]>
So ist die Sicht vom Elfenturm: weit!
Weithin! Weiträumig! Weiterhin so frei!
Das, worum sich weiche Würmer krümmen,
blieb unterwärts, verhohlen und versteckt.
Das Porzellan der leisen Zwiegespräche
klirrte so zart auf Ebenholz und in der Hand.
Ein Wind, der über ferne Länder flog,
kräuselte Stirne knapp vor Ort: ein Trost!
Der Tritt ganzer Armeen war gebändigt.
Im Unterholz schmatzte feist satt der Mund.
Nur langsam floh das Licht den Tag,
der immerwährend schien, erkaltete.
Die Runzeln auf der Maske aber blieben hart,
die Finger, die nach Fensterflügeln griffen,
umschloß ein Ring. Der Schrank verbarg
zu lange schon das Federbett. Luft nun!
Die Nacht macht auch die Elfen grau,
in ihrem Turm und beim Gebet. Aufbruch!
Mit Fackeln kam es laut zum Tor,
hat nicht gefragt, sondern gepocht. Horch!
Schon haben sich die Kissen schroff gezeigt,
die Morgenröte half, ein schwacher Glanz
aus Elfenstaub, der auf den Dingen blieb.





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<![CDATA[Adventszeit]]>adventszeit_001

Jetzt kommen die Menschen wieder nach Haus.
Väter in Mänteln stapfen tapfer daher,
Mütter wischen die Nasen, Hälse in Wolle
gewickelt, wärmen die Hände, das Blut.
Jetzt wird heimlich geweint, das Auge paßt auf,
falls Stimmen den samtenen Zungen entgleiten.
Blicke suchen den Rückweg, Einfaches nur,
es blitzen die Flächen aus Glas und aus Holz.
Jetzt kreist man um sich, um die heilige Form.
Gewißheit verschweißt das, was brüchig erschien.
Jetzt fallen die Läden so schwer wie aus Stahl,
zwischen Steinen verscharrt, ein weiteres Mal.





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<![CDATA[Denn einzig in der engen Höhle des Backenzahnes weilt die Seele]]>
Am Amalgam ist abgeglitten,
aber Hallo, doch bloß wie nur,
so ganz gleich außerordentlich,
auch wenn zum Arzt hinauf gelächelt,
dem Burschen, dessen Grinsen
ist aus Gold, weil da privat
wird liquidiert, ihm nicht gegönnt,
doch geil, wie er mir sagt,
wie er mir stolz erklärt,
es riecht so gut um ihn,
und seine Hilfe ist sehr hübsch,
und seinen Fingern
gehört gleich meine Gier so ganz,
und meine Schenkel sind
dreist fast gespreizt,
das Wasser ist gut warm in dem Gefäß
da neben mir, und wie ich dann
so schreite froh davon,
der Kostenplan ist so egal,
und meine Angst lebt in mir,
wieder froh, wie auch der Zahn,
der bockt, so bodenlos,
und dennoch auch
beruhigt.





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<![CDATA[Zuletzt]]>
Darum schaue ich nicht hinter Schränke,
und lese nicht Briefe, ich stöbere nicht
in den Ritzen der Dielen, im Keller,
im Staub und im gnädigen Dreck.

Ich weiß ja, ich weiß es, ich weiß es genau,
es ist weg, entsetzlich verschwunden,
verloren, verlegt, abgeworfen und stumm,
in erstickende Tücher finster gebunden,
vergraben, verscharrt, Hauptsache: weg!

Darum sterbe ich manchmal,
bei Licht und am Tag,
vertrocknet aus Sehnsucht,
daß mich keiner mag.

Darum denke ich es, denk' es nie, nur ganz selten,
nur manchmal ein mach mal, ein mach doch,
ein mach es, für immer, für mich,
für ich weiß nicht, warum,
für ich weiß nichts,
zuletzt.







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<![CDATA[Unterliegen]]>
Ich liege als Licht, sanft hoch auf den Hängen,
bin Abend für Müdigkeit, Lehne der Last.
Bin das Gold, zwischen Krumen gerollt,
wenn die Schritte heimwärts leise klingen,
wenn gilt, was den Knospen entspringt.

Ich liege als Ruhe, fest unter Händen,
bin Lager und Fluchtburg, Otte für den,
der das Weiß meiner Glieder durchdringt, der süß
ihnen singt von dem, was er weiß.

Ich liege als Mitte, vor anderem heil,
bin Erste, bin in mir, und du bist mein Rand,
ich liege, verloren, verliebt und vergeben.

Ich liege, alleine, die Eine für dich.





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<![CDATA[{<i>rushing home</i>}]]>driving_home_001

Keine Flucht, oder doch, rasch nur weg,
einfach werden, stumm, hinter Wänden
zu enden, Gedanken aus Stahl, gekrümmt,
kaum ein Halt für die zitternden Finger.

driving_home_002

Stakkato aus Glätte, ich hätte nicht eine Minute
noch länger gekonnt, die Dunkelheit kommt,
jeder sieht, wo er bleibt, alles flieht,
weit wird Welt erst da hinten, nicht hier.

driving_home_003

Blicke trügen, Atem lügt, Angst fliegt vor dir her
die Gassen der Hast in Eile zurück, die Zeilen
und Spuren, verlorenes Glück, vergossene Kraft,
erlahmt, angewidert, verschlissen, verkauft.

driving_home_004

Kalte Luftschichten hindern das Licht,
der Tag stirbt noch nicht, die Rundung
der Erde dehnt sich noch ein Stück
und die Blätter der eisigen Zeit winken dir.

driving_home_005

Auf Stein reiben Reifen ihre Stimmen zu Wind,
geschwind wollen alle aus Vollem sich holen,
die drohende Leere verleiht ihren Flügeln
die kränkliche Schwere strauchelnder Schritte am Rand.

driving_home_006

Meine Hand zielt vorwärts, mein Herz
will mir helfen, meine Haut spielt verrückt,
meine Augen gewöhnen sich nie
an das Dämmern zur Nacht, ich gab

driving_home_007

ihrer Schwärze laut lachend die Macht,
mich zu schrecken, ich weckte mich auf,
aus der Wärme des Inneren, zögernd
mit Technik und Gliedern aus Blei.

driving_home_008

Sie rasen nach Haus, sie schneiden den Weg,
verlieren die Fassung, vergessen Gesetze,
verzieren die Himmel mit Bahnen
aus Nichts, die Fahnen und Wimpel

driving_home_009

erobern sich Heime, ihres Gottes Gebot
folgt der Strom der Partikel, dem Ende
entgegen getrieben, dem Mal ihres Kains,
gnadenlos wartet die Endlosigkeit.







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<![CDATA[Die schlafende Hand]]>doch gar nichts wohl kaum,
ich schwebte als Flaum
durch den Rauch einer Pfeife,
dem Sieger ein Preis,
als Flehende Lohn,

zwischenzeitlich geatmet,
verlegt, zum Klang
kalter Boxen im Bett
sich gedreht.

Nichts war es nicht, wohl eher gering,
ein Quentchen und mehr,
ich kam stumm daher
mit den bitteren Muskeln,
fliehend noch heiß,
zum gesprenkelten Thron

gehetzt und gehoben,
erlegt, zum Drang
vieler Worte das Ohr
sich gewährt.

Alles nur ein Nichts, die Leere gefüllt,
Schein fern im Rund,
leicht geöffnet der Mund,
ich lag auf der Kippe,
Lügen umkreisten
mit zornigem Hohn

einen Traum, fort geweht,
empfangen, getan,
besiegelter Pakt
mit der schlafenden Hand.





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<![CDATA[Von Kunst]]>http://sumuze.dwarfsoft.de/blogbilder/von_kunst_001.jpg

Daß es eine Kunst sei, von Ruhe zu reden,
mitten im Sturm, das Grelle zu werfen
an die weißliche Wand, von Lust an den Leibern
den Müden zu künden, von Geld just den Armen
und von Brot noch im Tod.





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<![CDATA[Geld auf dem Land]]>http://sumuze.dwarfsoft.de/blogbilder/geld_auf_dem_land_01

Beim Erwachen schon war mir komisch. Die Ruhe schien schlimm.
Ich hörte Staub auf den Feldern über Stoppeln und Gräser scheuern,
Blätter an den Ästen sich aneinander reiben, die Luft darüber stehen.
Ein Flattern von Flügeln und wilde Wasser, die sich selbst nur lieben.

Ein Reicher saß unten frech in der Küche, seine Schuhe blitzblank,
die Krawatte gelockert, er zählte die Tassen und Gläser im Schrank,
wie Leichen lag Besteck in grünlichem Samt vor ihm auf dem Tisch.

Ich machte ihn unruhig, sein Blick wanderte flackernd eilig umher,
zwischen mir und der Tür und dem Fenster, vor dem draußen im Hof
sein Wagen wartete, leise lief der Motor, groß, lang und schwer,
die Fenster geschwärzt, das Blech wie ein schützender Panzer
um die Räder geschwungen.

Keine Angst, sagte ich, und er nickte, ich setzte uns Wasser auf,
tat unbefangen und lächelte ihn an, war nett, er wurde fast zutraulich,
und ja, sagte ich, auch ich sei reich, er müsse vor mir keine Angst haben,
und er atmete auf, man habe, gestand er mir, ihm glaubhaft versichert,
es gäbe auf der Welt keine Armen mehr, die er zu fürchten habe.

Wie schön, sagte ich, das Universum sei demnach gerettet, aber ja,
stimmte er eifrig mir zu, an der Zeit wäre es schon lange gewesen.

Wer ihn führe, wollte ich von ihm wissen, er zuckte die Schultern,
sah mich an, stumm und fordernd, die wächserne Hand auf den Gabeln,
wie Geld, wenn es schläft, ganz beruhigt, unter sich.

Ich schaute ihm nach, als er mich verließ.

Das Licht der einsamen Sonne schien fröhlich und klar.
Ein Rabe verfolgte die Amseln am Ufer, in den Wiesen lag Nebel,
und der Hund wühlte japsend im Dreck. Frischer Wind
kam von Westen, die Stalltüren schlugen,
und mir wurde kalt.





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<![CDATA[Im Ge]]>http://sumuze.dwarfsoft.de/blogbilder/im_ge_01.jpg

Im Gleichen verschieden gewesen,
gedacht wie getan.
Gestanden gelegen,
gehört und geglaubt, geheißen,
gut, ganz anders, alias,
gelobt, fast gewollt.
Gewesen, gewandelt, geworden,
getreu und gewohnt.
Geliebt, ging gleich gar nicht,
gelogen, daher.
Gemüt, gerne größer,
gefühlt, gründlich sehr,
getobt, getänzelt,
gemocht, gar gehandelt,
getrieben, und dann,
dann nicht mehr.





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